Mann aus Eisen: Jan Frodeno will den dritten Titel auf Hawaii

Am Samstag ist es soweit: In der Kleinstadt Kona auf Hawaii wird der neue „Mann aus Eisen“ 2019 gekürt. Der Wettkampf auf Hawaii ist der älteste und zugleich härteste Triathlon-Wettkampf der Welt und Kona gilt als das Mekka für Triathleten.

Wer hier an die Startlinie tritt, muss die Triathlon-Langdistanz bestehen: 3,86 km Schwimmen, gefolgt von 180,2 km Radfahren und einem abschließenden Marathon über 42,195 km – bei feucht-tropischer Hitze, gegen die absolute Triathlon-Elite. Ein Abnutzungskampf. Der eiserne Wille des Sportlers gegen die Grenzen der körperlichen Leistungsfähigkeit.

Mit dabei ist der globale Markenbotschafter von Mercedes-Benz, Jan Frodeno. Frodeno ist einer der erfolgreichsten Triathleten der Welt und weiß, was auf Hawaii auf ihn zukommt. 2015 und 2016 konnte er die Konkurrenz hinter sich lassen und schleppte sich als erster ins Ziel. 2017 und 2018 hingegen waren Jahre zum Vergessen.

Und jetzt, 2019, zählt er nach einer starken Saison wieder zu den Favoriten. Frodeno hat „richtig Bock“, wie er sagt. Er wirkt entspannt, aber fokussiert. Mercedes-Benz hat ihn Ende August bei seinem Training in seiner Wahlheimat Girona in Spanien besucht und ihm seinen neuen EQC in der Sonderedition 1886 überreicht. Wer ist dieser „Mann aus Eisen“?

Wer ist der Sportler Jan Frodeno?

Der 1981 in Köln geborene Jan Frodeno wuchs in Südafrika auf und startete seine sportliche Laufbahn mit 15 Jahren als Schwimmer. Frodeno hat die perfekten körperlichen Voraussetzungen hierfür: Bei einer Körpergröße von 194cm und Schuhgröße 45 weist der „Schlacks“ eine Spannweite von 198cm auf.

Bei denSommerspielen 2000 in Sydney verfolgte Frodeno den Triathlon-Wettkampf im Fernsehen und war sofort begeistert. Acht Jahre später, bei den Spielen 2008 in Peking, stand Frodeno selbst auf dem Siegertreppchen und gewann als erster deutscher Triathlet die Goldmedaille. Unzählige Titel sollten folgen.

2010 sah die Welt wiederum ganz anders aus. In diesem Jahr stand er kurz vor einem Burnout. Als Konsequenz gestaltete Frodeno das Trainingspensum und sein Privatleben um. Er hörte mehr in seinen Körper, gönnte sich Entlastungsphasen und schraubte seine Erwartungshaltung an sich selbst herunter.

Nach den Spielen 2012 musste dann „ein Tapetenwechsel her“, wie er sagt. Es zog ihn nach Girona in Spanien. „Hier ist der perfekte Ort, um Triathlon zu leben. Ich kann hier Schwimmen, Radfahren und Laufen super miteinander kombinieren. Dazu viel Lebensqualität und gutes Essen, was will man mehr?“ In Girona legte Frodeno jeweils den Grundstein für seine Erfolge und machte sich damit unsterblich: Als erster Triathlet überhaupt gewann er nicht nur die Sommerspiele in Peking (in 2008), sondern auch den Wettkampf auf Hawaii (in 2015 und 2016).

Jan Frodeno und der härteste Triathlon der Welt

Auf Hawaii angesprochen fangen Frodenos Augen an zu leuchten: „Ein erneuter Sieg auf Hawaii wäre das Größte! Ich sehe es als Möglichkeit, Teil der Geschichte dieser Sportart und dieses außergewöhnlichen Rennens zu werden“. Doch der „Mythos Kona“ hat ihm gleichzeitig auch die bittersten Stunden seiner Karriere beschert.

Die Siege 2015 und 2016 machten ihn weltweit bekannt. 2017, nach einer starken Saison, ging er als einer der absoluten Favoriten auf den Sieg an den Start – und scheiterte. Der Körper streikte. Triathleten geben nur auf, wenn sie gezwungen werden. Sein Rücken zwang ihn, die Muskulatur verkrampfte.

Der deutsche Konkurrent Patrick Lange stürmte an ihm vorbei zu seinem ersten Titel auf Hawaii. Als Lange bei der dritten und letzten Disziplin, dem Marathon, an Platz 2 lag und Frodeno überrundete, schrie ihn Frodeno zum Sieg: „Patrick, Junge, der (gemeint ist der spätere Zweitplatzierte Lionel Sanders aus Kanada) stirbt! Hol ihn Dir!“ Frodeno kommt, von Schmerzen geplagt, über eine Stunde nach Lange ins Ziel.

Die Größe eines Sportlers zeigt sich in Niederlagen – und Frodeno sorgte in einer seiner größten, sportlichen Niederlagen für einen Gänsehaut-Moment des Sports (Video: hier). „Ich sehe immer die Lektion, nicht die Niederlage“, erklärt er über den Umgang zu derartigen Tiefen. 2018 konnte er verletzungsbedingt gar nicht erst antreten. Umso wichtiger ist es, in solch schwierigen Phasen verlässliche Partner wie Mercedes-Benz zu haben.

Der Mercedes-Benz Markenbotschafter Jan Frodeno

Frodeno ist ein Kämpfer, ein Steh-auf-Männchen. Er ordnet dem Erfolg alles unter. 2019 will er es nochmal wissen. Man könnte seiner sportlichen Laufbahn die Überschrift „All the miles that make you stronger“ verpassen – und Meilen hat der mittlerweile 38-Jährige ordentlich gesammelt. Die Einstellung nach dem Besten zu streben, seine Größe in Niederlagen und seine Bodenständigkeit machen ihn zum glaubwürdigen und authentischen Markenbotschafter von Mercedes-Benz.

Seit seinem Sieg in Peking 2008 trägt er auch den Titel Markenbotschafter. Damals gab es für jeden deutschen Sieger ein Fahrzeug von Mercedes-Benz und hier entfachte sich der Beginn einer Leidenschaft. Mercedes habe „einfach tolle Autos!“, sagte Frodeno und grinst. Besonders gefalle ihm das Design und die Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge.

Obwohl ein Fahrzeug für den zweimaligen Familienvater unerlässlich geworden ist, bedeutet ein Automobil für Frodeno mehr als nur Mobilität. Ein Fahrzeug sei für ihn immer ein Stück Freiheit: „Ich wohne in einer Gegend, wo ich es nicht weit habe ans Meer oder in die Berge – ich wohne aber nicht direkt am Meer oder in den Bergen. Mit einem Auto habe ich die Freiheit, diese schönen Orte zu erkunden“.

Der Vegetarier Frodeno ist naturverbunden und auch außerhalb seines Trainings viel mit dem Rad unterwegs. Dass er nun einen EQC bekommt und dass der Trend bei Mercedes-Benz generell zur Elektromobilität geht, gefällt Frodeno sehr: „Der EQC ist mehr als eine Kompromisslösung. Es macht enorm Spaß ihn zu fahren, die Beschleunigung ist einfach genial“.

Grundsätzlich ist ihm das Thema Nachhaltigkeit wichtig, Frodeno lebt Nachhaltigkeit – gegenüber der Umwelt, gegenüber seinem Körper, gegenüber seinem Erwartungsmanagement an sich selbst.

Der Mercedes-Benz Markenbotschafter Jan Frodeno

Wie lange Frodeno noch nach Titeln jagen will und körperlich kann, lässt er offen. Zu viele äußere Einflüsse wie Verletzungen würden hier eine Rolle spielen, sagte er. Frodeno geht jedes neue Jahr als Olympisches Jahr an. Er bereitet sich auf die Höhepunkte vor und will nicht zu weit in die Zukunft planen.

Er selbst sagt, Profisportler zu sein sei ein Privileg. Es sei „sehr, sehr schwierig, trotz aller Schinderei nochmal so einen tollen Job im Leben zu finden“. Mittlerweile geht Frodeno seine Wettkämpfe nicht mehr ganz so verbissen an, er muss es sich nicht mehr selbst beweisen. Doch selbst bei einem weiteren Sieg ist Frodeno noch nicht soweit, den Sport an den Nagel zu hängen: „Ich will noch nicht Co-Kommentator sein und am Streckenrand stehen, das ist nicht mein Ding. Ich will dabei sein und ordentlich austeilen, wenn es an die letzten Kilometer geht“.

Frodeno lächelt zwar, seiner Entschlossenheit in den Worten tut dies keinen Abbruch. Man kann spüren, was es bedeutet, wenn dieser Mann sagt, er habe „richtig Bock“ auf Kona. Wir von Mercedes-Benz haben ebenfalls richtig Bock darauf, der Konzern steht hinter Dir! Jan, mach’s nochmal wie 2015 und 2016!


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Manuel Müller ist im Team Sports & Branded Entertainment Communications bei COM/MBC unter anderem für die presseseitige Aktivierung der Sponsoring Maßnahmen von Mercedes-Benz in diversen Sportarten wie Golf, Tennis, Reiten, eSports etc. verantwortlich. Für Mercedes-Benz durfte er das Training von Jan Frodeno begleiten und war von dessen Disziplin und Trainingsintensität beeindruckt.