„Hallo Umwelt“ – Plastik-freie Daimler Gastronomie in drei Schritten

Als Nordseemädchen hatte ich schon immer einen emotionalen Bezug zum Meer. Gerne erinnere ich mich an Momente aus meiner Kindheit und Jugend zurück: an Sonntagsspaziergänge am Strand, an kalte Brisen und gierige Möwen.

Und genau deshalb bin ich jedes Mal empört, wenn ich von mexikogroßen Müllfeldern im Ozean höre oder über verschmutzte Strände laufen muss. Rund 8 Millionen Tonnen Plastik landen jährlich im Meer – 8 Millionen Tonnen zu viel.

Nachhaltigkeit – vom Alltag zu Hause bis hin ins Büro

Ich selbst habe irgendwann angefangen, mich im Studium zu engagieren und meinen täglichen Konsum zu hinterfragen. Aber am Ende möchte ich solche Fragen auch in mein Berufsleben „mitnehmen.“ Bei Daimler stoßen wir auf das Thema Nachhaltigkeit am offensichtlichsten mit unseren wichtigsten Produkten: den Fahrzeugen. Aber natürlich gibt es noch viel mehr Bereiche, in denen wir uns bei Daimler auf Nachhaltigkeit fokussieren – zum Beispiel in der Gastronomie.

Wenn auch die Gastro das Ruder in die Hand nimmt

Als Deutschlands größter Eigenbetrieb der Gemeinschaftsverpflegung versorgt die Daimler Gastronomie an 11 Standorten, in 29 Kundenrestaurants und in 74 firmeneigenen „Shops“ unsere Kolleginnen und Kollegen mit Speisen und Getränken. 40.000 Mitarbeiter bedient die Gastronomie täglich mit Essen. Im Jahr macht das rund 9.600.000 Speisen – vom warmen Mittagessen über den Kaffee bis hin zum Schokoriegel am Nachmittag.

Dabei engagiert sich die Gastronomie bereits auf unterschiedlichen Wegen in puncto Nachhaltigkeit – zum Beispiel, indem sie auf regionale und saisonale Produkte setzt.

Jetzt soll es in die nächste Runde gehen: In drei Schritten will die Daimler Gastronomie deutschlandweit ihre Betriebe von Einweg-Plastik befreien. Das Ziel: den Müll – insbesondere den Plastikmüll – auf dem Gelände reduzieren und ein Bewusstsein für unseren täglichen Konsum schaffen.

Das Plastik im Alltag weglassen: Kleine Helfer machen es den Kollegen leichter.

Schritt 1: Schöne Jutebeutel statt langweiliger Plastiktüten

Der Startschuss fiel letztes Jahr mit einem Kreativwettbewerb. Kern der Aktion: Wer entwickelt das einfallsreichste Motiv für einen Daimler-Stoffbeutel? Die Gewinnermotive wurden gedruckt und waren schnell ausverkauft.12.500 Stück sind insgesamt über die Theke gegangen. Gleichzeitig verschwanden alle Plastiktüten aus den Shops. Seitdem findet man hier nur noch Papiertragetaschen.

Schritt 2: Nachhaltige Kleinteile und Brotboxen

Vor gut zwei Wochen ging es weiter mit den „kleineren Übeltätern“ im Sortiment: Rührstäbchen, Trinkhalme und Snacktüten aus Plastik sind seit Neuestem aus den Kantinen und Shops auf dem Werksgelände verschwunden. Stattdessen gibt es jetzt Optionen aus nachhaltigeren Rohstoffen, wie etwa aus Papier oder Holz.

Zeit, dass ich mich im Shop umschaue! Alles scheint seinen gewohnten Gang zu gehen. Genauso viele Kollegen wie sonst auch sind hier, um in ihrer Pause ein Stück Obst, eine Brezel oder ein Getränk zu kaufen. Sieht ganz danach aus, als seien alle zufrieden! Einzig die Plakate und Flyer fallen ins Auge: Irgendetwas muss doch anders sein.

Plastiktüten Ade: In Zukunft kommen die Backwaren hier nur noch in die nachhaltige Papiertüte.

Ich wage also einen Versuch als nachhaltige Shop-Kundin. Neben einer Portion Obst nehme ich mir noch eine Brezel aus dem Backwaren-Regal. Hier liegen jetzt Papiertüten für die Kunden aus. Was mich aber besonders freut: Man darf auch seine eigene Brotbox mitbringen. Das probiere ich gleich aus.

Ein kleines Zwischenfazit: Das ist weder unhygienischer noch umständlicher – gar kein Problem also.

Brezel aus der Brotbox? Schmeckt genauso gut und erzeugt keinen Gramm Abfall!

An der Kasse hier im Shop sehe ich außerdem, dass einige der Aktions-Stoffbeutel vom Vorjahr noch im Sortiment sind. Soweit ich weiß, wird es jedoch schon bald eine neue Auflage geben. Ich bin gespannt auf die Motive und freue mich sehr darüber, denn ich kann die Beutel nicht nur wiederverwenden, sondern setze gleichzeitig auch ein Statement zum Thema Nachhaltigkeit. Kleine Veränderungen tun somit nicht weh und können sogar richtig Spaß machen.

Schritt 3: Transportboxen für Speisen und Mehrwegbecher

Aber das soll es noch nicht gewesen sein. Über das ganze Jahr hinweg wird die Daimler Gastronomie weitere Alternativen zu Plastikverpackungen einführen: Für warme Mahlzeiten wird es zum Beispiel nachhaltige Boxen geben.

Jede Stunde werden in Deutschland rund 320.000 Einwegbecher weggeworfen.

Und schließlich soll irgendwann auch dem Einwegkaffeebecher-Müll der Kampf angesagt werden. Zwar kann der Daimler Coffee-to-go Mehrwegbecher bereits seit letztem Jahr in allen Shops und Cafés gekauft werden, aber konsequenterweise soll im nächsten Schritt auch die Wegwerf-Variante verschwinden.

Die Coffee to Go- Becher von Daimler bieten hier eine gute Alternative.

Kleinteile aus Plastik: Die Summe macht‘s

Es ist also noch viel zu tun. Doch mir persönlich macht das eine Menge Mut. Schließlich zeigt die Initiative unseres Gastrobetriebs: Wenn wir Herausforderungen gemeinsam angehen, ist viel möglich.

Denn wer jetzt denkt, das alles sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein, dem sei gesagt: Allein in Untertürkheim kaufen rund 4.800 Kolleginnen und Kollegen täglich ein. Davon kommen bereits um die 2.800 Kollegen morgens und holen sich ihr Frühstück in den Shops – samt Snacktüten.

Und auch wenn es stimmt, dass ein einzelner Jutebeutel den Klimawandel wohl nicht stoppen kann, sind diese kleinen Schritte notwendig. Denn am Ende des Tages ist es die Summe der einzelnen – wenn auch nur kleinen – Handlungen, die tatsächlich etwas bewirken kann.

Der erste Beweis dafür, dass wir gemeinsam etwas verändern können: Allein in zwei Wochen konnten wir deutschlandweit bereits 400.000 Snacktüten aus Plastik einsparen. Hochgerechnet auf ein Jahr wären das deutschlandweit rund 10 Mio. Stück in Summe. Eine ganze Menge Plastikmüll, den wir so einsparen können.

Meine Lektion aus der Aktion

Ich habe definitiv etwas dazugelernt – nämlich, was es bedeutet, als Mitarbeiterin von Daimler nachhaltiges Handeln auch in den Beruf zu integrieren.

Die wichtigsten drei möchte ich gerne teilen:

  • Sei achtsam: Nachhaltigkeit startet schon vor dem Griff zum Produkt! Oft stecken wir so sehr in unseren Routinen, dass wir ganz automatisch zu der bequemsten Lösung greifen. Dabei lohnt es sich eigentlich immer, einen genaueren Blick auf alle Angebote und Möglichkeiten zu werfen. Was kaufe ich eigentlich ein? Wie ist es eingepackt? Und wie transportiere ich es am besten? Gegebenenfalls lohnt es sich auch nachzufragen!
  • Werde aktiv: Wer wirklich etwas verändern möchte, muss auch selbst aktiv werden. Das bedeutet: Wir sollten versuchen, so wenig Müll wie möglich zu produzieren, Plastikverpackungen meiden und stattdessen die Alternativen nutzen! Das Verhalten jedes Einzelnen ergibt die Summe der Masse.
  • Sei ein Vorbild: Wenn wir selbst in unserem Berufsalltag auf unseren Konsum achten, regen wir gleichzeitig unsere Kollegen zum Umdenken an. Im besten Fall stoßen wir sogar ein spannendes Gespräch über Nachhaltigkeit und Umwelt an. Genau so tragen wir diese wichtigen Themen an unsere Mitmenschen weiter.

Ich hoffe sehr, dass nicht nur die Nordsee, sondern auch alle großen Weltmeere in Zukunft sauberer werden. Am Ende macht jeder Einzelne von uns einen Unterschied.


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Darina Eberhardt ist eine Mitarbeiterin der Daimler AG und engagiert sich für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz und hat die Kommunikationsabteilung von Daimler unterstützt.