#thisisdaimler: Tel Aviv

Mein Name ist Adi Ofek. Ich bin CEO unseres Mercedes-Benz Techcenters in Tel Aviv. Ich kam schon vor fast 19 Jahren zu Daimler – als erste Mitarbeiterin, als wir mit Daimler Financial Services in Israel starteten.

Meine erste Position bei Daimler war die Leitung von Credit & Risk Management für Daimler Financial Services Israel. Ende 2007 zog ich mit meiner Familie nach Singapur, wo ich in unserer regionalen Zentrale den Bereich Credit Operations für die Region Afrika und Asien-Pazifik verantwortete. Meine nächste Position nach 6 Jahren in Singapur trat ich Anfang 2014 in Korea als CEO von Mercedes-Benz Financial Services Korea an. Ende 2016 ging es mit meinen beiden Kindern – Roy und Maya – wieder nach Hause, um unser Techcenter in Tel Aviv aufzubauen (ich war begeistert!).

Meine „israelischen“ Kinder hatten zuvor noch nie eine Schule in Israel besucht. Für mich war es eine Rückkehr nach Hause, für sie war es eine weitere neue und unbekannte Station in ihrem Leben. Nach Hause zu kommen war für uns alle auf vielerlei Art ein entscheidender Moment. Meine Kinder mussten lernen, wie es ist ein Israeli in einem israelischen Bildungssystem zu sein. Ich durfte zum ersten Mal in meinem Leben im R&D-Bereich (Research and Development) arbeiten.

Hier im Mercedes-Benz Techcenter in Tel Aviv konzentrieren wir uns auf digital vernetzte Fahrzeug– und Mobilitätsdienstleistungen. An unserem Standort haben wir Software- und Elektronikexperten, aber auch Analysten und Big-Data-Experten, die alle zusammen neue digitale Möglichkeiten für Autos und andere Bereiche entwickeln.

Die Schöpfung von grundlegend Neuem ist das, was hier zählt. Im Mittelpunkt unserer Kultur stehen die Herausforderung und die Suche nach Lösungen. Wir schauen alles aus einem anderen Blickwinkel an, wir stellen gerne Fragen und tun was nötig ist, um unsere Ziele zu erreichen. Bei uns dreht sich alles um Kreation, Innovation und Leidenschaft für das, was wir tun.

Was mich wirklich überrascht hat war, wie schnell Israelis dein Herz erobern können. Ich träumte von Anfang an davon ein starkes Team aufzubauen, die ihre Zeit gerne miteinander verbringen – ein Hochleistungsteam. Ein Team mit nur einem Fokus – durch überragende Arbeit einen großen Beitrag zu unserer CASE-Performance zu leisten. Einen solchen Traum zu verwirklichen braucht Zeit … wenn ich aber heute in unser Büro komme, fühle ich mich zuhause. Mein Team ist für mich wie eine Familie und ich glaube, dass sie sich untereinander genauso fühlen. Das ist etwas ganz Besonderes.

Israel ist ein Land in dem man viele Menschen finden kann, die nach der nächsten großen Idee suchen. Hier gibt es eine einzigartige Kombination aus führenden Universitäten, Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und einer Fülle an Neugierigen, die durch Brainstorming und Netzwerken nach Lösungen für große Probleme suchen. Für mich ist es definitiv einer der spannendsten Orte an denen man arbeiten kann.

In Israel gibt es  über 500 Start-ups im Bereich der intelligenten Mobilität, die alle Bereiche unserer CASE-Strategie abdecken. Wir verfügen über einen Talentpool mit Spezialisten aus vielen Technologiebereichen, die auf dem globalen Talentpool-Markt agieren.

Die Einrichtung des Standorts in Israel war eine einzigartige und herausfordernde Erfahrung. Es fühlte sich an wie das Gründen eines Start-ups. Ich war nach vielen Jahren in Asien nach Israel zurückgekehrt und musste schnellstmöglich ein lokales Team von Talenten zusammenstellen. Zu den vielfältigen Herausforderungen gehörten die Konzeption und der Bau einer lokalen Zentrale, das tiefe Eintauchen in die Welt der Automobiltechnik und der Aufbau eines Beziehungsnetzwerks.

Das erforderte viel Kreativität und harte Arbeit, aber es war den Aufwand absolut wert. Die feierliche Einweihung unseres Standorts fand im November 2017 in Anwesenheit von unserem ehemaligen CEO Dieter Zetsche und seinem Nachfolger Ola Källenius statt. Wir fühlten uns so geehrt, sie bei diesem ganz besonderen Anlass bei uns begrüßen zu dürfen.

Im vergangenen Jahr kamen uns viele Delegationen aus Deutschland hier in Tel Aviv besuchen. Es fasziniert mich, wie viele Möglichkeiten eine Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Kulturen bietet. Jede Kultur bringt ihre eigenen Blickwinkel und Stärken ein. Durch diese Diversität können wir stärkere und bessere Teams aufbauen.

Ich bin ungefähr alle 2 Wochen in Deutschland. Meiner Ansicht nach ist eine gute Kombination aus Fernarbeit und der Arbeit vor Ort mit den Ingenieuren in Deutschland wichtig für unseren Erfolg. Wenn ich in Israel bin, will ich so viel Zeit wie möglich mit dem Team verbringen. Um sicherzustellen, dass bei uns die richtigen Themen im Fokus stehen, treffe ich mich mit Vertretern von Start-ups und wichtigen Akteuren unseres Ökosystems, damit wir das, was draußen geschieht, immer gut im Blick haben.

Das Team des Mercedes-Benz Techcenters in Tel Aviv

Eine meiner schönsten Erfahrungen hier in Israel war, als ich mein Team zum Grillen zu mir nach Hause einlud. Wir hatten eine tolle Zeit miteinander. Dann sagte mein Sohn zu mir: „Mama… ich glaube, dass die Leute aus deinem Team wirklich gerne zusammen sind. Wie, wenn jeder seine eigene Farbe hätte, aber zusammen seht ihr wie ein wunderschöner farbiger Regenbogen aus.“

Am Geburtstag unseres CFO hatte meine Tochter selbst die Idee, ein Geburtstagsvideo für sie zu machen. Die Fotos, die sie dafür wählte, zeigten so viele lächelnde Gesichter. Letztlich ist es das, was wirklich zählt.

Ich bin stolz darauf, welchen Beitrag unser Team bereits jetzt für unser Unternehmen leistet – aber es gibt noch so viel mehr, das wir zusammen erreichen können.

Adi Ofek ist CEO des Mercedes-Benz Techcenters in Tel Aviv. Sie kam vor fast 19 Jahren zu Daimler und war damals Mitarbeiterin Nr. 1 von Daimler Financial Services in Israel. Sie war zuvor 6 Jahre in Singapur für den Bereich Credit Operations für die Region Afrika und Asien-Pazifik verantwortlich und danach 3 Jahre als CEO von Mercedes-Benz Financial Services in Korea tätig. Die Befähigung multinationaler Teams zu Spitzenleistung ist ihre Leidenschaft. Adi hat zwei Kinder – Roy, 17 Jahre, und Maya, 12 Jahre.