Formel 1 Großbritannien 2019: Nach der Hitze der Schlacht

Der Große Preis von Österreich war ein heißes Rennen: Bei hohen Temperaturen wurde den Formel 1-Fans viel Action auf der Strecke geboten. Für unser Team war es jedoch das schwächste Ergebnis der bisherigen Saison. Das war vor allem den äußeren Bedingungen geschuldet, die unsere Autos vor große Probleme gestellt haben. Beim bevorstehenden Rennen in Silverstone soll es aber zum Glück etwas kühler werden.

Heiter bis wolkig, ab und an vielleicht auch mal ein Tropfen Regen und das bei Temperaturen knapp über 20 Grad – für das kommende Wochenende ist typisch englisches Sommerwetter angesagt. Das kommt unserem Auto gelegen. Denn das Rennwochenende in Österreich hat die größte Schwäche unseres Autos aufgezeigt: die Kühlung unserer Systeme.

Überhitzungsprobleme bei der Formel 1 in Spielberg

Wir arbeiten bereits seit einer Weile an dem Problem, aber die Kombination aus den hohen Temperaturen und der Höhenlage in Spielberg führte dazu, dass die Fahrer früh den Fuß vom Gas nehmen und wir auch die Motoren herunterregeln mussten.

In unserem Videoblog #PurePitWall erklärt unser Trackside Engineering Director Andrew Shovlin die wichtigsten Themen nach dem Großen Preis von Österreich nochmal genauer – unter anderem, warum wir Lewis im Rennen einen neuen Frontflügel verpassen mussten und warum das Team mit Überhitzungsproblemen zu kämpfen hatte. Schaut mal rein!

Heimrennen für die Silberpfeile: Formel 1 in Großbritannien

Für uns steht dieses Wochenende das erste unserer beiden Heimrennen an. Die Rennstrecke von Silverstone ist nur wenige Minuten von unseren Formel 1-Standorten in Brackley und Brixworth entfernt. Das „Home of British Motor Racing“, wo vor 69 Jahren das erste Rennen in der Formel-1 Weltmeisterschaft stattgefunden hat, ist eine ganz besondere Strecke: Teams und Fahrer lieben die flüssigen Kurvenkombinationen der Strecke, zudem zieht das Rennen jedes Jahr riesige Zuschauermassen an.

Die vor kurzem verkündete Vertragsverlängerung mit Silverstone wurde daher auch entsprechend positiv aufgenommen; bis 2024 wird die Formel 1 nun hier an den Start gehen. Uns kommt die Streckencharakteristik durchaus entgegen: Einige unserer besten Saisonleistungen in diesem Jahr haben wir auf Strecken erzielt, die eine breite Palette an Kurvengeschwindigkeiten boten.

Somit sieht es auf dem Papier relativ gut für uns aus. Wir hatten zuletzt aber auch eine Reihe an Schwierigkeiten mit der Zuverlässigkeit, die uns leicht eine erhebliche Anzahl an Punkten hätten rauben können. Wir werden also weiterhin wachsam bleiben.

Auch für Lewis ist der Große Preis von Großbritannien ein besonderes Rennen. Als Lokalmatador erwarten ihn hier üblicherweise begeisterte Zuschauer. Für den Support bedankt er sich nicht nur bei den Autogrammstunden und bei Treffen mit den Fans, sondern auch mit der Leistung auf der Strecke: In den vergangenen fünf Jahren hat er viermal in Silverstone gewonnen.

Das gesamte Team freut sich auf die kommenden beiden Heimrennen und auf viele bekannte Gesichter unter den Zuschauern. Nach Silverstone geht es schließlich zu einem zweiten ganz besonderen Rennen: Der Mercedes-Benz Großer Preis von Deutschland ist schließlich nur gut 90 Minuten von Stuttgart entfernt. Als diesjähriger Titelsponsor des „HockenHeim-Rennens“ werden wir uns um eine ganz besonders gute Show bemühen und wollen den Mercedes-Stern hell erstrahlen lassen.


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Bradley Lord ist Mercedes-Benz Motorsport Communications Director. Er war mit vier Jahren zum ersten Mal bei einem Formel 1-Rennen und ist seitdem leidenschaftlicher Fan des Motorsports in all seinen Facetten.