Neu im Podcast: what3words kartiert die Welt mit clare.jones.superstar

Eilige Hilfe in Katastrophengebieten, Pizzalieferung, Navigation im Auto – was haben all diese Szenarien gemeinsam? Wir brauchen Adressen dazu. what3words hat ein neues globales Adressierungssystem geschaffen, das es ermöglicht, jeden Ort auf dem Planeten mit nur drei Worten zu beschreiben.

Ich bin Chief Commercial Officer (CCO) von what3words. Hier und im Daimler-Podcast HeadLights auf Spotify, Apple Podcasts/iTunes und Google Podcasts erkläre ich, welche Rolle das Multimediasystem MBUX dabei spielt und welche drei Worte zu einem meiner Lieblingsorte auf der Welt führen.

what3words wurde 2013 in London gegründet und führte ein revolutionäres System zur Lösung eines Problems ein, das eine weltweite Herausforderung darstellt – schlechte Adressierung. Wir haben den gesamten Globus in ein Raster von 57 Billionen Feldern mit einer Größe von jeweils 3 x 3 Metern unterteilt. Jedes dieser Felder hat einen eindeutigen Namen, der aus drei Wörtern aus dem Wörterbuch besteht.

So finden Sie beispielsweise die Haustür unseres Büros unter ///filled.count.soap. Heute ist what3words in 36 Sprachen verfügbar und wird von Einzelpersonen, Unternehmen, NGOs und Regierungen in über 170 Ländern verwendet. Mercedes-Benz war der erste Fahrzeughersteller, der what3words in seine Navigationssysteme integriert hat. Fahrer können einfach eine 3-Wort-Adresse aussprechen oder eingeben und das Auto navigiert genau zum betreffenden 3-Meter-Quadrat.

Jeder Tag ist ein Abenteuer

Bei meiner Arbeit als CCO geht es hauptsächlich darum, ein Ökosystem von Partnern zu schaffen bei denen Adressierungsprobleme Auswirkungen auf ihr Geschäft haben. Meistens beeinträchtigen diese Auswirkungen das Kundenerlebnis oder das effiziente Fahren.

Ich habe definitiv keinen Joballtag – außer vielleicht, dass meistens ein Flug auf der Tagesordnung steht. Unsere Partner sind ein breites Spektrum von Unternehmen – Automobilität, Reisen, Logistik und humanitäre Arbeit – sodass kein Meeting wie das andere ist.

Zuvor war ich in der Welt des Impact-Investments tätig und habe dort mit Sozialunternehmen zusammengearbeitet. Meine Erfahrungen in diesem Bereich haben mir gezeigt, wie man gemeinsam Geschäfte tätigt und dabei Gutes tut. Die Arbeit für ein zweckorientiertes Unternehmen ist mir schon immer wichtig gewesen.

Frauen in der Technik

Wir sehen weiterhin eine steigende Anzahl von Frauen, die im technischen Bereich tätig sind, was sehr erfreulich ist. Vor kurzem habe ich zusammen mit Britta Seeger, die im Vorstand der Daimler AG für den Mercedes-Benz Cars Vertrieb zuständig ist, und einer Reihe anderer Frauen an einer Diskussion über Mobilität bei She’s Mercedes teilgenommen. Das war eine wirklich interessante Erfahrung für mich – obwohl die Tech-Szene in Bezug auf Diversität einen langen Weg zurückgelegt hat, ist es noch immer ein eher seltenes Vergnügen mit mehreren Frauen in der Automobiltechnik zusammenzuarbeiten.

Aufbau eines Teams

Besonders toll finde ich, dass sich unsere neu eingestellten Kollegen so schnell entwickeln wenn sie zu uns kommen – so viele von ihnen bringen eine unglaubliche Leidenschaft mit und sie sind brillant in ihrem Aufgabenbereich. Ich lerne zum Beispiel viel aus der Arbeit mit unseren Produkt- und Marketingteams. Die Menschen, die dort arbeiten haben so viele Fähigkeiten, die sie bei unserer große Mission hier bei what3words anwenden können.

Menschen, die sich uns anschließen, bringen immer das gewisse Etwas mit – den Wunsch, große Dinge zu erreichen und globale Veränderungen zu bewirken. Wir stellen Menschen ein, die sich eine Welt vorstellen können in der 3-Wort-Adressen zum Alltag gehören und die diese Welt mit uns aufbauen wollen. Das Team hat auch noch etwas anderes gemeinsam: Energie. Manchmal braucht man viel Kraft, um neue Ideen in Bewegung zu setzen. Wir lieben unsere Arbeit, aber wir verbringen auch gerne Zeit miteinander – nach einem langen Arbeitstag geht das Team oft etwas trinken oder macht gemeinsam Sport.

Der Wunsch etwas gemeinsam aufbauen zu wollen und das Beisammensein mit den Kollegen wirklich zu genießen, ist sehr wichtig, damit wir alle am gleichen Strang ziehen. Das gilt auch für die Zusammenarbeit mit unseren Partnern, die diese innovative, agile Denkweise brauchen – sei es nun Daimler, eine Notfallorganisation oder Lonely Planet.

Hey Mercedes!

Unsere Zusammenarbeit mit Daimler entwickelte sich unglaublich schnell. In weniger als sechs Monaten haben sie what3words in ein Serienproduktionssystem integriert – und auf der IAA 2017 konnten erstmals 3-Wort-Adressen in einem Auto eingegeben werden. Die Integration unserer Technologie in Mercedes-Benz Fahrzeuge zeigt wie eine Partnerschaft zwischen einem großen Konzern und einem Start-up reibungslos funktionieren kann. Die Innovationsteams und die Kollegen aus Forschung und Entwicklung haben sich wirklich dafür eingesetzt, die Funktionalität im Auto zu implementieren. Und ihre Zielstrebigkeit hat sich ausgezahlt!

Die Sprachsteuerung des Multimediasystems Mercedes-Benz User Experience (MBUX) kann 3-Wort-Adressen problemlos verarbeiten – viel schneller als eine mühsam zu diktierende Straßenadresse. Als ich neulich in einem EQC in Stockholm saß, genügte es zu sagen: „Hey Mercedes, take me to what3words ///elephant.cloud.powder“ – und das GPS-System zeigte uns die Route zu einem Parkplatz von dem aus ich einen schönen Blick auf das Wasser hatte.

Unterwegs mit what3words

Natürlich wünscht man sich manchmal ein paar zusätzliche Tage in der Woche, weil es immer so viel zu tun gibt – so viele Projekte und Möglichkeiten für unsere Technologie etwas zu bewirken.

Für mich ist die Work-Life-Balance eine Frage dessen, was für den Einzelnen funktioniert. Ich liebe das, was ich tue, und ich liebe es zu reisen. Natürlich reise ich manchmal auch zum Spaß, aber selbst dann sorgt what3words dafür, dass ich mich nicht verirre.

Während eines Urlaubs in Portugal hatte mir der Besitzer des Baumhauses zu dem ich unterwegs war, eine Beschreibung der Route gegeben, die ich nehmen sollte: „Folgen Sie der Straße 20 Kilometer bis Sie ein kleines Holzschild sehen“ – wir haben es geschafft dieses Schild viermal hintereinander zu übersehen (es war winzig!). Jetzt verwendet die Website auf der man diese Baumhäuser buchen kann what3words – hätte ich im Auto per Sprachsteuerung eine 3-Wort-Adresse eingeben können, wäre die Anfahrt bedeutend einfacher gewesen.

In Mexiko, das ich liebend gerne besuche, kenne ich die 3-Wort-Adresse eines meiner Lieblingsplätze auswendig: : ///pictured.pheasants.handball (Deutsche w3w-Adresse: ///dezember.klassenzimmer.vermischte). Dieser Ort befindet sich in einem Gebiet ohne eindeutige Orientierungspunkte. Es ist genau der Punkt von dem aus man unter einem Wasserfall ins Wasser springen kann. Es ist einer der schönsten Orte an denen ich je war.

Ein Adressensystem für jedermann

Das System kann auch für andere Zwecke als die Suche nach schönen Urlaubsorten eingesetzt werden. In Mexiko zum Beispiel sahen wir einen ganz anderen Anwendungsfall für unsere Technologie. Nach den Erdbeben 2017 half das what3words-System dabei die Soforthilfe am Katastrophenort zu koordinieren.

Unsere Technologie ermöglicht es NGOs auch Adressen mit Menschen zu teilen, die bisher keine Adresse hatten, so dass sie zum ersten Mal in ihrem Leben eine Wohnadresse angeben können. Das ist sehr wichtig, denn Menschen, die keine Adresse nennen können, sind für die Regierung oder lokale Behörden oft unsichtbar – und erhalten deswegen häufig keine grundlegenden Sozialleistungen und Bürgerdienste. Es bewegt mich immer sehr, wenn ich sehe, wie what3words – durch unsere kostenlose App – verwendet wird, um NGOs zu helfen, Menschen in Not zu erreichen oder Gemeinschaften beim Zugang zu lebenswichtigen Diensten zu unterstützen.


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Clare Jones ist CCO des Daimler-Ventures What3Words, einem Navigationsprogramm, das die Welt in einem Raster von 3x3 Metern anzeigt. Jedes dieser Quadrate ist durch eine Kombination von drei Wörtern gekennzeichnet. So können auch Orte gefunden werden, die keiner konkreten Straße zugeordnet werden. Darüber hinaus gehören auch das Reisen und die Wohltätigkeit zu den Leidenschaften der Power-Frau: Seit sieben Jahren ist Clare Jones ehrenamtlich bei der Nonprofit-Organisation SPIRES als Freiwillige in der Armutsbekämpfung tätig.