Mercedes-Benz Manhattan: Zu Gast bei Freunden

Der erste Ball kommt ohne Vorwarnung von der Seite und verfehlt uns nur knapp. Bevor wir wissen was gespielt wird, kommt auch schon der zweite angeflogen und trifft. Allerdings keinen von uns, sondern einen weiteren Fußgänger, der uns gerade entgegen kommt.

Der Mann scheint kurz zu überlegen, ob er eine, dieser in Amerika üblichen, Millionenklagen anstreben soll, geht dann aber kopfschüttelnd weiter. Meine Begleiter schauen mich fragend an. Tja, was soll ich ihnen jetzt sagen? Ich habe allen vor unserer Abreise hoch und heilig versichert, dass Manhattan „save“, also sicher ist. Und jetzt das.

Drei Männer stehen vor den Häuserschluchten Manhattans

Dabei sind wir vier Männer (ja, ganz allein und ohne weiblichen Schutz) doch nur einfache Touristen, die sich etwas in der Weltstadt New York City (NYC) umschauen wollen. Ja, und jetzt fliegen uns die weißen Bälle nur so um die Ohren. Wir sind zwar an der West-Side, aber doch nicht im Wilden Westen. Also: Was wird hier gespielt? Die Frage ist leicht zu beantworten: Es wird Baseball gespielt und was uns um die Ohren fliegt, sind natürlich Baseballs. Hört sich seltsam an, oder?

Stimmt aber, denn genau gegenüber der Niederlassung „Mercedes-Benz Manhattan“ liegt ein Baseballfeld und die Jungs schlagen gegen die armen Bälle was das Zeug hält. Ja, und wenn sie dann mal treffen, dann geht die Post, bzw. der Ball ab. Auch schon mal über den Zaun. Das nennt man dann wohl Home Run. Und wenn ein Zuschauer den Ball fängt, dann darf er ihn auch behalten. Richtig! Und somit sind wir vier deutsche Touristen jetzt stolze Besitzer eines amerikanischen Baseballs.

Ein weisser Chevrolet steht vor der Mercedes-Benz Niederlassung in Manhattan, New York

Why?

Aber warum sind wir eigentlich hier? Die Sache ist ganz einfach. Wenn ich in Amerika bin, gehe ich einfach mal gerne zu den Mercedes-Dealern und schaue mich ein wenig um. Es macht mir Spaß mit den amerikanischen Kollegen zu schnacken und viele staunen nicht schlecht, wenn ich mich als „German colleague“ zu erkennen gebe. Heute habe ich zwei Freunde und meinen Sohn dabei und eigentlich bin ich der NYC-Guide für unsere kleine Entdeckergruppe. Aber könnte ich mit guten Gewissen nach Hause fliegen, wenn ich meinen Jungs dieses Highlight vorenthalten hätte? Nein, sicher nicht. Denn was wäre New York City ohne einen Besuch bei Mercedes-Benz Manhattan? Na? Genau.

Mercedes-Benz Manhattan

Wir haben in den paar Tagen, die wir bereits hier sind, schon eine Menge von dieser tollen Stadt gesehen. Und wer mal hier war, der weiß, dass es hier viel zu sehen gibt. Sehr viel sogar. Aber als großer Mercedes-Fan musste ich einfach noch einmal an diesen magischen Ort an der 11th Avenue zurückkommen. Der letzte Besuch ist doch schon ein paar Jahre her . Die Sonne scheint und ich stehe vor der Tür zum großen Showroom. Worauf warte ich denn noch? Keine Ahnung! Also nichts wie rein.

Mercedes-Benz Manhatten von innen. Ein Mercedes ist an Seilen aufgehängt, ein anderer steht vor der Gläserfront

G500 (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,1-11,5 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 276-263 g/km)

Drinnen empfängt mich die wohlbekannte Atmosphäre und ich fühle mich so ein bisschen wie zuhause. Überall unsere coolen Autos mit dem Stern. Am Empfangstresen sitzen gleich zwei freundliche Damen und schauen mich erwartungsvoll an. Zugeben, wie der typische New Yorker Mercedeskunde sehe ich wohl eher nicht aus. Also stelle ich mich sicherheitshalber kurz vor: „Hi, i am Aitch Dee from Germany“. Was ungefähr so viel heißen soll wie: „Hallo ich bin Hans-Dieter (HD) aus Deutschland“. Meine Begleiter sagen erst einmal (noch) nichts, aber ich kann mir gut vorstellen, wie mein Sohn hinter mir die Augen verdreht.

Eine der Damen steht auf, kommt auf mich zu, gibt mir die Hand und sagt: „Hi, i am Tata from Manhattan“. Na siehste, läuft doch. Da hat sich mein Volkshochschulabendkurs schon bezahlt gemacht. Tata und ich verstehen uns vom ersten Augenblick an perfekt und ich merke auch gleich woran das liegt. Tata ist nämlich die Markenbotschafterin von Mercedes-Benz Manhattan. Wow! Ich bin echt beeindruckt. Das nenne ich mal richtiges Glück. Ich würde zwar nie so weit gehen und behaupten, dass ich der Mercedes-Benz Markenbotschafter von Bremen bin (auch wenn ich mich manchmal so fühle), aber irgendwie liegen wir total auf einer Wellenlänge. Klasse.

Während wir uns in aller Ruhe umsehen (Fotosafari eingeschlossen), will Tata mal schauen, ob nicht irgendwo in diesem amerikanischen Mercedes-Tempel noch ein paar herrenlose Nummernschildrahmen rumliegen. Tata ist unglaublich nett und noch erfolgreicher bei ihrer Suche. Freudestrahlend kommt sie mit zwei original Mercedes-Benz Manhattan Nummernschildrahmen zurück. Ich bin begeistert, vielen Dank!

Ein original Mercedes-Benz Manhattan Nummernschild

E300 (Kraftstoffverbrauch kombiniert 7.9 l/100km; CO₂-Emissionen kombiniert 181.0 g/km)

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich USA-Nummernschilder sammele und diese dann in die besagten Rahmen stecke? Auf jeden Fall hat Manhattan nun einen glücklichen Menschen mehr: Mich! Doch dann ziehen plötzlich dunkle Wolken vor die helle Sonne. Wir kommen hier so einfach reingeplatzt, trinken leckeren Kaffee, fühlen uns wie zuhause und haben gar nichts mitgebracht. Das geht doch nicht. Also vereinbare ich mich mit Tata, dass wir morgen noch mal kurz reinschauen und ich eine Kleinigkeit vorbeibringe.

The next day

Am nächsten Tag stehen wir wieder auf der Matte. Tata begrüßt uns wie alte Freunde und ehe wir uns versehen, bekommen wir eine exklusive Tour durch die Niederlassung Mercedes-Benz Manhattan. Da ungenutzter Raum in Manhattan sehr stark begrenzt ist (Manhattan ist eine Insel), kann es eigentlich nur noch nach oben oder unten gehen.

Auf dem Bild sieht man zwei Männer, die in der Werkstatt von Mercedes-Benz Manhattan stehen. Sie zeigen auf einen Pfeiler auf dem "Welcome to Mercedes-Benz Manhattan" steht.

In unserem Fall geht es in den Keller. Unter dem großen Showroom befindet sich das Herz dieses Unternehmens: Die Werkstatt und die Stellplätze für die Autos. Ich bin schwer begeistert. Hier unten befinden sich die Arbeitsplätze der Mechaniker samt Hebebühnen. Über jedem Platz hängt ein großes Schild mit dem Namen und seit wann er oder sie hier für Mercedes schraubt. Ja, auch sie, denn es ist auch eine Lady dabei. Jeder Mitarbeiter ist für seinen Arbeitsplatz verantwortlich.

Überall stehen unsere Autos und natürlich sind auch einige Besonderheiten dabei: Der Police-Smart des NYPD, also des New York Police Departments, ein Diplomaten Maybach, oder ein seltener SLR. Tata erzählt uns, dass die kleinen wendigen Smart bei den Polizisten sehr beliebt sind. Wie gesagt, Park-Platz ist sehr begrenzt in dieser Metropole. Gerne würde man auch auf die elektrische Variante umsteigen, aber hier ist das Thema „Aufladen der Batterie“ wohl noch nicht final geklärt.

Smart vom NYPD (New York Police Department) in der Werkstatt von Mercedes-Benz Manhattan

Das Wunder von Manhattan

Immer weiter dringen wir in dieses Heiligtum vor und dann passiert es. Wir kommen um eine Ecke und was sehe ich da? Ich glaub’ s ja nicht! Was für eine Überraschung. Da habe ich Tata eben noch ganz stolz erzählt, dass wir dieses Jahr unser großes 40 jähriges Werkjubiläum in Bremen gefeiert haben und dann das.

Ich habe sogar mein T-Shirt von der Jubifeier an und zeige ganz aufgeregt auf meinen Rücken: Vor 40 Jahren haben wir mit dem Kombi S123, in Bremen den Grundstein für unser PKW-Werk gelegt. Und jetzt steht hier einer vor mir. Ich drehe durch! Das kann doch fast nicht wahr sein. Irre. Vor ein paar Wochen bin ich noch auf einer ganz besonderen Veranstaltung mitgefahren und jetzt das hier.

Mercedes-Kombis sind in den USA im Allgemeinen schon ziemlich selten und dann noch einer der ersten aus dem Bremer Werk. Hier in Manhattan! Ich beruhige mich und so langsam bin ich wieder in der Lage einigermaßen unfallfrei zu sprechen. Und jetzt kommt das dickste Ding: Mein kleines Mitbringsel für Tata ist ein Schlüsselanhänger mit der Silhouette eines S123 Kombi aus Bremen. Hier schließt sich aber ein Kreis. Wo ist die versteckte Kamera? Manchmal sind es einfach die kleinen Dinge im Leben, die das Besondere ausmachen. Mich hat diese kleine Episode jedenfalls tierisch gefreut.

alter S 123 Kombi in der Werkstatt von Mercedes-Benz Manhattan

My home

Ein paar Hebebühnen weiter treffen wir John. Ich habe es so verstanden, dass John hier im Werkstattbereich der Boss ist. Und er ist verdammt stolz darauf! Klasse. Wir tauschen uns ein wenig aus, ich erzähle aus dem Werk im fernen Bremen und John von seinem Zuhause! Ja, er sagt, dass hier ist sein Zuhause. Er hat zwar noch ein zweites, nämlich dort wo seine Familie ist, aber das hier ist sein eigentliches Zuhause. Alle Achtung.

Dann holt John noch etwas hervor und gibt es an Tata weiter. Oh, Mann! Ich ahne da etwas. Gestern hatte ich noch einen schönen Manhattan-Schriftzug an einem der Fahrzeuge gesehen. Gleich neben dem Nummernschild. So einen hätte ich natürlich auch gerne. Wie cool der an meinem Mercedes aussehen würde! Tata kommt auf uns zu, grinst und dann sind mein Sohn und ich stolze Besitzer eines kleinen Schildes: Manhattan! Mehr geht jetzt nicht.

Hans-Dieter Wuttke und Tata umarmen sich vor einem Mercedes-Benz

Doch halt, einen habe ich doch noch. Als wir so am Fotografieren waren, hat mein Sohn ein Bild von Tata und mir gemacht. Tata hat das Bild auf ihrem Instagram Account gepostet und mein Sohn hat es gleich nach Hause zu meiner Frau geschickt. Die Antwort aus Deutschland kam prompt: „Umarmen war nicht nötig, danebenstehen hätte auch gereicht. Da ist wohl einer ziemlich leichtsinnig, nur weil er ein paar Tausend Kilometer von zu Hause weg ist“. Ach ja: Kurze Zeit später hat Tata ein Bild zusammen mit Lewis Hamilton gepostet. Der war nicht so leichtsinnig wie ich. Mercedes-Benz Manhattan!

See you

Hans-Dieter Wuttke (HDW)


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Sein Kürzel „HDW“ (für die Nicht-Nordlichter: Anspielung auf Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH= HDW). Er arbeitet im Werk Bremen und schreibt gern über seine Reisen, „sein“ Werk und kleine Alltagserlebnisse an der Waterkant.