Übers Fliegen und Führen: Ohne mein Team geht nichts

Bei 400 km/h bleibt keine Zeit, Entscheidungen zu hinterfragen. Als Pilot muss ich zu einhundert Prozent das umsetzen, was ich vorab als Teamchef gemeinsam mit meiner Crew erarbeitet habe. Dafür brauchen wir unsere absolute Konzentration, immer wieder neue Ideen und bedingungsloses Vertrauen.

Erfolg hat eine geringe Halbwertzeit. In den Momenten des Sieges, den Momenten des Jubels, liegt der Erfolg bereits in der Vergangenheit, und wir richten unsere Augen auf das nächste Ziel. Trotzdem sind Erfolge dazu da, um sie zu feiern. Mit dieser Einstellung betreibe ich meinen Sport als Air-Race-Pilot und motiviere mein Team und mich Tag für Tag aufs Neue.

Als Geschäftsführer, Teamchef und Pilot will ich immer gewinnen und meinem Führungsanspruch gerecht werden. Auf dem Weg dorthin leiten mich – ebenso wie die Mitarbeiter der Daimler AG – die Führungsprinzipien der Leadership-2020-Initiative, mit denen ich mich einhundertprozentig identifiziere. Darum bin ich stolz, Markenbotschafter der Daimler AG zu sein.

Geboren um zu fliegen

Es braucht nur einen Motor und eine Karosserie, um mich glücklich zu machen – ob in einem Auto, auf einem Boot oder eben in einem Flugzeug. Ich habe mein ganzes Leben in Hangars, auf Flugplätzen und in Cockpits verbracht. Fliegen war vom ersten Moment an meine Leidenschaft und Inspiration. Ich lebe, um zu fliegen und fliege, um zu leben.

Ein Mercedes-AMG GT 63 S 4MATIC+ faehrt ueber eine Landstrasse, ueber ihm fliegt ein Kleinflugzeug

Die Grenzen erweitern – in der Luft und am Boden ( Bild (c) Anja Behrens). Mercedes-AMG GT 63 S 4MATIC+; Kraftstoffverbrauch kombiniert: 11,3 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 257 g/km.

Die Liebe zum Wettkampf wurde mir in die Wiege gelegt. Irgendwann merkte ich, dass ich Erfolg damit haben kann, da ich immer der Jüngste und einer der Besten war. Also stand ich vor einer wichtigen Entscheidung: Den erlernten Beruf als Industriekaufmann aufgeben und eine Karriere als Profisportler anstreben?

Mir war früh klar, dass ich nur Erfolg haben kann, wenn ich meinen eigenen Weg gehe. Jeder hat eine Stärke und man muss seine Komfort-Zone verlassen, um seinen Traum zu leben. Also hörte ich auf meine innere Stimme und entschied mich für den Sport. Ich ordnete dem Erfolg alles unter und wurde so 2016 der erste deutsche Red-Bull-Air-Race-Weltmeister.

Red-Bull-Air-Race-Weltmeister 2016 Matthias Dolderer streckt einen Pokal in die Luft, Konfetti fliegt um ihn herum

Ziel erreicht, Traum verwirklicht: Red-Bull-Air-Race-Weltmeister 2016 (Bild (c): Predrag Vuckovic / Red Bull Content Pool).

Ein Air Race erfordert ein hohes Maß an Präzision, Konzentration sowie die Fähigkeit zur Visualisierung. Noch vor dem Start habe ich meine exakte Ideallinie für den anstehenden Flug im Kopf und gehe sie unzählige Male durch. Während des Runs bin ich gedanklich meiner tatsächlichen Position auf dem Kurs bereits um ein paar hundert Meter voraus und bin dennoch präsent im Hier und Jetzt.

Ich agiere und reagiere zugleich. Alle vorab getroffenen Entscheidungen bezüglich Ideallinie, Geschwindigkeit und Manövern muss ich während des Fluges konsequent umsetzen, ohne sie zu hinterfragen. Ich vergleiche es gern mit der Vorstellung, einen Pkw bei 400 km/h in einer Garage einzuparken.

Red-Bull-Air-Race-Weltmeister Matthias Dolderer steht an der Rennstrecke und schaut auf die Uhr

Voller Fokus auf das, was zählt (Bild (c): Predrag Vuckovic / Red Bull Content Pool).

Zusammen gewinnen, zusammen verlieren

Ich trage die Verantwortung für mein gesamtes Team und die Partner. Jeder Kurs ist anders und an jedem einzelnen Tag während der Rennwoche sind die äußeren Bedingungen verschieden. Wind, Temperatur und Dichtehöhe haben einen großen Einfluss auf das Flugverhalten. Gemeinsam mit meiner Crew muss ich mich blitzartig auf die Bedingungen einstellen und mich anpassen. Mit meiner Performance muss ich das umsetzen, wofür mein Team hart gearbeitet hat. Talent allein reicht nicht – absolute Hingabe, hartes Training und der tägliche Kampf gegen den inneren Schweinehund sind der einzige Weg, das große Ziel zu erreichen.

Auf dem Weg an die Spitze müssen wir lernfähig sein – und bleiben. Lernen schafft die Grundlage, sich neuen Gegebenheiten schnell anpassen zu können und auch unter Druck richtige Entscheidungen zu treffen. Jede Herausforderung ist für mich und mein Team eine Chance, uns weiter zu verbessern. Und wenn es mal nicht so läuft wie geplant, ist die interne Kommunikation das A und O. Menschliche Probleme haben verschiedene Ursachen, die sich nur in einem offenen und ehrlichen Miteinander finden und beheben lassen.

Red-Bull-Air-Race-Weltmeister Matthias Dolderer und sein Team

Als Team können wir alles erreichen (Bild (c): Predrag Vuckovic / Red Bull Content Pool).

Ich bin nicht nur als Pilot Teil meines Teams. Als Teamchef bin ich zugleich der Taktgeber und lebe meiner Crew die Werte vor, die es braucht, um gemeinsam das Maximum zu erreichen. Dazu zählen Pioniergeist, Siegeshunger, Neugier und der Wille, Bestehendes zu hinterfragen und Neues zu schaffen. Wir stehen als Team zusammen, wir gewinnen und verlieren gemeinsam. Nur wer sich auf dem Erreichten niemals ausruht, trotz des Erfolges weiter an sich arbeitet und auch aus Niederlagen seine Schlüsse zieht, kann eine Führungsrolle einnehmen.

Niemand kann alles, und jeder hat seine ganz eigenen Talente. In einem starken Team vereinen sich diese Talente. Jeder bringt sein Wissen und seine Erfahrungen ein, um das Team zu stärken: der Mechaniker, der Planer, der Kommunikator. Vertrauen ist dabei ein Schlüsselelement: Nur wer vertraut, schafft Freiräume für Kreativität und kitzelt aus seinem Team das Beste heraus. Das Streben nach einem gemeinsamen Ziel ist der kleinste gemeinsame Nenner, der ein Team zusammenschweißt.

Red-Bull-Air-Race-Weltmeister Matthias Dolderer und ein Mann prüfen ein Flugzeug

Nichts dem Zufall überlassen: Am Ende entscheiden die Details (Bild (c): Christof Kreutzer).

Der teaminterne Erfahrungsaustausch öffnet neue Horizonte. Ich brauche diesen Input, um mich und mein Team weiterzuentwickeln. Zudem spreche ich viel mit Kollegen sowie mit Konkurrenten und nutze die gewonnenen Erkenntnisse, um mein eigenes Tun und Handeln regelmäßig zu hinterfragen und weiter zu verbessern. Durch das globale Renngeschehen setze ich mich permanent mit mir fremden Kulturen auseinander und erhalte so eine andere Sicht auf die Dinge, die mir zuhause am Bodensee verwehrt geblieben wäre.

Red-Bull-Air-Race-Weltmeister Matthias Dolderer fliegt mit seinem Flugzeug über einem Canyon

Horizonte erweitern, neue Perspektiven erleben (Bild (c): Predrag Vuckovic / Red Bull Content Pool).

Stillstand ist Rückschritt

Die Partnerschaft mit der Daimler AG ist für mich eine großartige Chance, abseits meines Sports in den Dialog mit anderen Persönlichkeiten, wie Unternehmern, Künstlern und natürlich auch Sportlern zu treten und meinen Horizont zu erweitern.

Zugleich ermöglicht mir mein Job, unkonventionelle Wege zu gehen, Grenzen auszutesten und aus dem Cockpit eine andere Perspektive auf die Welt zu erhalten. Diese Erfahrungen möchte ich mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie PartnerInnen der Daimler AG teilen, und ich freue mich auf einen weiteren Dialog.

Red-Bull-Air-Race-Weltmeister Matthias Dolderer und Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann stehen vor einem GLC F-Cell

Den Horizont erweitern: Fecht-Duell mit Olympiasiegerin Britta Heidemann. Touché! (Bild (c): Isa Foltin / Getty Images; Fahrzeug: Mercedes-Benz GLC F-CELL; Wasserstoffverbrauch kombiniert: 0,34 kg/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 13,7 kWh/100 km)1

Ein besonderes Highlight war für mich der „Berliner Salon – Club der Jungen Wilden“ mit einzigartigen Persönlichkeiten wie der Olympiasiegerin im Fechten, Britta Heidemann. Es war ein freudiges Wiedersehen, denn wir sind bereits zusammen geflogen.

Gleichzeitig konnte ich den Mercedes-Benz GLC F-CELL (Wasserstoffverbrauch kombiniert: 0,34 kg/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 13,7 kWh/100 km)1 hautnah erleben – ein Elektrofahrzeug, das durch seine einzigartige Kombination mit einer Brennstoffzelle für das steht, was mich am Leben und vor allem an meinem Beruf begeistert: Bestehendes hinterfragen, Dinge ausprobieren und Neues entdecken. Stillstand ist Rückschritt. Das nächste Ziel ist immer das größte.


(c) Titelbild: Joerg Mitter / Red Bull Content Pool

1 Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.


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Matthias Dolderer ist Kunstflugpilot und erster deutscher Weltmeister in der schnellsten Motorsportserie der Welt. Er hat bereits mehr als 300 Tage im Cockpit verbracht und dabei über 100 verschiedene Flugzeugtypen gesteuert.