Von der Montage ans Steuer – Spritztour mit der G-Klasse

Normalerweise würde ich an einem Nachmittag wie heute an meiner Linie in der Fertigmontage in Bad Cannstatt stehen. Gerade aber sitze ich hinter dem Steuer der G-Klasse, genauer gesagt dem G500 (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,1-11,5 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 276-263 g/km).

Unter seiner Haube schlummert der M 176 – der Motor, an dem ich täglich arbeite. Gemeinsam mit meinem Kollegen Leonid erfahre ich heute, wie sich der G500 auf der Straße anfühlt, bei einer einstündigen Spritztour durchs Stuttgarter Umland.

Metallisch blau glitzert er in der Sonne. Das Reserverad, die aufgesetzten Blinker und die markanten Türgriffe – trotz neuem Look unverkennbar ein G. Vor Leonid und mir steht ein Stück Automobilgeschichte vom Feinsten, das wir im Rahmen der G-Klasse Roadshow für Mitarbeiter im wahrsten Sinne des Wortes „erfahren“ dürfen. Organisiert wird das Ganze von der Abteilung Face-to-Face Communications und dem Produktbereich G-Klasse.

G500: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,1-11,5 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 276-263 g/km

So blau wie der Himmel – der G500 wartet auf seinen Einsatz

Wie seine Vorgänger hat der G500 seine kastenartige Form behalten. „Der ist schon fast wie ein Panzer“, ergänzt Leonid. Aber ein ganz schön edler Panzer, denke ich. Im Innenraum wartet eine detailreiche und hochwertige Ausstattung auf uns. Besonders gefällt mir der AMG Style, der sich in den Sitzbezügen wiederspiegelt.

G500: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,1-11,5 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 276-263 g/km

Was macht einen G zu einem G? Natürlich sein Ersatzrad

Von 0 auf 100 in 5,9 Sekunden

Allein das Spiel mit dem Gaspedal verrät: Hier sitzt ordentlich Power unter der Haube. Da steigt Vorfreude auf. Mehr Drehmoment und Leistung bei weniger Hubraum sorgen für die 422 Pferdestärken, die wir heute ausführen dürfen. „Der erste Brummer ist schon Hammer!“ platzt es aus meinem Kollegen Leonid heraus. Er ist zuvor noch nie mit einer G-Klasse, geschweige denn mit dem Motor gefahren, an dem er täglich schraubt. Auch für mich ist dieses Erlebnis etwas ganz Besonderes.

G500: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,1-11,5 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 276-263 g/km

Ein Blick unter die Haube – der M 176

Noch nie zuvor bin ich mit dem Motor gefahren, den ich fertige. So habe ich zwar schon die eine oder andere Runde mit dem alten G meines Bruders gedreht, die neue, vierte Motorengeneration aber kenne ich nur aus der Montagehalle. Wenn ich uns beide so in diesem Fahrzeug sitzen sehe, muss ich an meinen kleinen Neffen denken. Er klatscht immer freudig in die Hände, wenn er den Motor des G500 aufheulen hört.

G500: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,1-11,5 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 276-263 g/km

Mein Kollege Leonid (links) und ich auf Probefahrt mit dem G

Mit dem Blickfänger durchs Stuttgarter Umland

Im Vergleich zu seinem Vorgänger ähnelt der neue G500 einem Ballsaal. Richtig geräumig und bequem. Leonid nimmt gleich das neue Widescreen-Display in Beschlag: „Mal schauen was der Benziner hier so schluckt“. Wenn ich an den Verbrauch des G meines Bruders denke, ist dieser hier um einiges sparsamer. Echt beeindruckend wie viel die Zylinderabschaltung im niedrigeren Drehzahlbereich des M 176 bewirkt. Ein Tool rechts neben dem Geschwindigkeitsmesser fasziniert mich ganz besonders: Die G-Force.

Das breite Display im Cockpit des G500 zeigt übersichtlich alles, was man braucht

Hier kann der Fahrer erkennen, welche Fliehkräfte auf die Insassen beim Beschleunigen und Bremsen des G500 wirken. Weil der Neue länger, breiter und leichter ist, lassen sich nun auch Kurven schwungvoller nehmen. Da macht das Cruisen gleich noch viel mehr Spaß. Ein positiver Nebeneffekt: Dank Sound und Look des G ziehen wir während der Fahrt die Blicke der Passanten auf uns. Fühlt sich ziemlich gut an, denn normalerweise bin ich derjenige der den vorbeijagenden G-Klassen immer neidisch hinterher schauen darf.

G-Force und Geschwindigkeitsmesser bevor es losgeht

Ein Blick auf das Herz der G-Klasse

Der V8-Biturbo zu Beginn seiner Reise

Seit Dezember 2016 wird der Motor M 176 des neuen G500 in Bad Cannstatt gefertigt. Mein Job in der Fertigmontage ist es, die Elektrokabel und den Turbolader zu verschrauben, damit am Schluss alles auf Knopfdruck funktioniert. Ursprünglich von AMG für Mercedes-Benz entwickelt, unterscheidet sich seine Montage von der klassischen Arbeit am Band. In Anlehnung an das AMG-Prinzip „One Man – One Engine“, bei dem ein Mitarbeiter einen Motor alleine aufbaut, fahren wir den M 176 per Handwagen von Station zu Station. Ich und meine Kollegen übernehmen dabei mehr Arbeitsschritte als bisher, denn eine Station entspricht sieben Stationen einer normalen Montagelinie.

Leonid schiebt das Herz der G-Klasse zur nächsten Station

Das heißt mehr Verantwortung, aber auch mehr Abwechslung beim Schrauben. So wird aus dem nackten silbernen Gehäuse Schritt für Schritt ein V8-Biturbo. Die Kraft des doppelten Vier-Zylinder-Motors spürt man auch beim Fahren. Beim Beschleunigen drückt es uns ganz schön in die Sitze. Kein Wunder, denn die Kombination aus Biturbo-Aufladung und Benzin-Direkteinspritzung macht mehr Leistung in kürzerer Zeit verfügbar.

Leonid schraubt am M 176

Der Übergang vom Vier- in den Acht-Zylinderbetrieb erfolgt dabei nahtlos. Wer so ein Auto fährt, kann nur Spaß haben. Wenn ich daran denke, dass ich diesen Motor mit meinem Team montiert habe, macht mich das ganz schön stolz.

Emotionsmotor durch und durch

Was wir von unserer Spritztour mitnehmen? Einen super Tag mit jeder Menge Spaß. Die Marketing-Kollegen würden jetzt sagen: der G500 ist eine Kombination aus Emotionsmotor und Automobil-Ikone. Ich sag es lieber so: Als Mitarbeiter die Möglichkeit zu bekommen mit dem Motor zu fahren, den man täglich fertigt, ist etwas was ganz Besonderes. Leonid und ich haben nun ein Gefühl dafür, wofür wir jeden Tag an unserer Linie stehen. Die Kleinserienmontage des M 176 ist dabei wichtig für die Zukunft unseres Standorts im Neckartal.

G500: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,1-11,5 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 276-263 g/km

Es ist immer wieder toll in einer G-Klasse zu sitzen

Als ältestes Produktionswerk ist es super, einen solchen Premiummotor zu produzieren. Gerade wenn man weiß, dass dieser später in einer S- oder G-Klasse schlummern wird. Auch wenn die Montage des M 176 am Anfang für mich ungewohnt war, hat sie mir die Möglichkeit gegeben, mich weiterzuentwickeln. Denn wir am Standort verändern uns ständig. Eine Chance mit der sich auch viele meiner Kolleginnen und Kollegen im Werk Untertürkheim konfrontiert sehen. Denn neben Verbrennungsmotoren werden hier bald auch Batterien für den elektrischen Antrieb gefertigt.

G500: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,1-11,5 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 276-263 g/km

Bitte lächeln – ein letztes Erinnerungsfoto


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Tolga Kartal arbeitet mit seinem Kollegen Leonid Selenski im Motorenwerk Bad Cannstatt in Stuttgart. An der Manufakturlinie fertigt er seit über einem Jahr den Motor des G500 – den M 176. Im Rahmen einer internen Roadshow für Mitarbeiter durfte er das Auto testen, für das er täglich das Herzstück montiert. Für den G-Klasse-Fan ein Highlight im Arbeitsalltag.

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