Driven by EQ: Was können unsere elektrifizierten Alternativen?

Bis 2022 soll das gesamte Mercedes-Portfolio elektrifiziert sein – vom smart bis zum SUV. Aber was bedeutet das? EQ Boost, EQ Power und EQ: die neue Produkt- und Technologiemarke für Elektromobilität bei Daimler bietet eine ganze Reihe an elektrifizierten Autos. Nur: was können die?

Genau das wollte ich selbst ausprobieren. Die Möglichkeit dazu habe ich bei der Pressefahrvorstellung „Driven by EQ“ bekommen. EQ steht bei Daimler übrigens für Electric Intelligence – klingt vielversprechend, aber ich möchte wissen was dahinter steckt.

Als erstes fällt mir auf, wie groß die Produktpalette der elektrifizierten Fahrzeuge jetzt schon ist. Klar, seit kurzem gibt es den neuen und vollelektrischen EQC (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, vorläufige Angaben)*, den kannte ich natürlich schon.

Aber auf der Fahrveranstaltung selbst wird mir erstmal die ganze Bandbreite klar. Mit den smart EQ-Modellen über Fahrzeuge mit 48-Volt-Bordnetz wie dem CLS, den neuesten Plug-in-Hybride der C-, E- und S-Klasse – die es jetzt auch als Dieselvariante gibt – bis hin zum GLC F-CELL (Wasserstoffverbrauch kombiniert: 0,34 kg/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km; Stromverbrauch kombiniert: 13,7 kWh/100 km)** mit Brennstoffzelle war dort schon einiges an unterschiedlichen Fahrzeugen und Antrieben geboten.

Auf der Veranstaltung erfahre ich, dass der Weg zur emissionsfreien Mobilität bei Daimler dreispurig verläuft. Dafür gibt es drei Technologien, die EQ Boost, EQ Power und EQ heißen. Den Kunden wird so ein individueller Einstieg in die Elektromobilität ermöglicht – ganz nach eigener Mobilitätsanforderung und persönlichem Fahrprofil. Mit EQ sind der EQC und die smart EQs gemeint, also die rein batterieelektrischen Fahrzeuge aus dem Hause Daimler. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter den Begriffen EQ Boost und EQ Power?

EQ Boost

Damit bezeichnet Mercedes-Benz die Elektrifizierung von Verbrennungsmotoren, die diese noch effizienter macht. Das funktioniert über ein 48-Volt-Bordnetz, das Verbraucher wie zum Beispiel Wasserpumpe und Klimakompressor, mit elektrischer Leistung versorgt. Früher kam diese Leistung direkt aus dem Verbrennungsmotor.

Da das 48-Volt-Bordnetz durch Rekuperation geladen werden kann, lassen sich so Kraftstoff und CO2-Emissionen einsparen. Für mehr Schub sorgt der integrierte Starter-Generator. Dieser ist unter anderem im neuen CLS 450 4MATIC verbaut (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,8 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 178 g/km)*** und kann dessen 367 PS-starken Reihensechszylinder kurzfristig mit zusätzlichen 22 PS unterstützen.

Dieser elektrische Boost überbrückt beim Beschleunigen das sogenannte Turboloch, also den kurzen Moment, in dem der Ladedruck des Turboladers aufgebaut wird. Das steigert neben der Effizienz auch noch die Fahrdynamik. Unterm Strich bietet der CLS damit die Fahrleistung eines Achtzylinders und das bei einem viel geringeren Verbrauch.

EQ Power

Unter diesem Namen firmieren die Mercedes-Benz Plug-in-Hybride. Hier werden Verbrennungsmotoren mit einer leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterie kombiniert. Die rein elektrische Reichweite der neuesten Plug-in-Hybrid-Generation beträgt rund 50 Kilometer nach NEFZ. Damit könnte ich auf jeden Fall meinen täglichen Weg zur Arbeit und wieder nach Hause zurücklegen – und das lokal vollkommen emissionsfrei.

Auf längeren Strecken kann man sich dann – wie gewohnt – auf die Reichweite des Verbrenners verlassen. Auch bei den Hybriden ist das Überbrücken des Turbolochs möglich. Um mir selbst ein Bild davon zu machen, teste ich das Ganze standesgemäß im S 560 e (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,6-2,5 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 59-57 g/km; Stromverbrauch kombiniert: 20,2-20,0 kWh/100km)****.

Natürlich nur zu Recherchezwecken trete ich also beherzt aufs Gaspedal, als die Ampel auf Grün springt und die Limousine beschleunigt tatsächlich ohne spürbare Verzögerung nach vorne. Mit einem glücklichen Grinsen im Gesicht beobachte ich im Rückspiegel die anderen Autos, die ich alle hinter mir gelassen habe.

Leider muss ich sofort an der nächsten Ampel wieder anhalten und entscheide deshalb in den elektrischer Fahrmodus zu wechseln. Beinahe geräuschlos gleite ich die Straße entlang, genieße das fließende Fahrgefühl und glaube erst jetzt wahren Fahrkomfort erlebt zu haben. Als ich nach Feierabend in meinem eigenen Auto sitze, habe ich kurzzeitig das Gefühl in einer Pferdekutsche über ein Kopfsteinpflaster zu fahren.

Aber noch ein anderes Fahrzeug gehört zur Hybrid-Familie: Der Mercedes-Benz GLC F-CELL (Wasserstoffverbrauch kombiniert: 0,34 kg/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km; Stromverbrauch kombiniert: 13,7 kWh/100 km)** mit Brennstoffzelle. Er kombiniert weltweit erstmalig Brennstoffzellen- und Batterietechnik zu einem Plug-in Hybrid und ist damit der erste lokal vollkommen klimaneutrale Hybrid überhaupt. Ich habe Fragen! Netterweise erklärt sich Ingenieur Stefan Mauler bereit, mir auf einer kleinen Spritztour mehr über das Fahrzeug zu erzählen.

Stefan Mauler erzählt mir mehr zum GLC F-CELL

Stefan Mauler erzählt mir mehr zum GLC F-CELL

Warum der Antrieb des Fahrzeugs als Hybrid konzipiert ist, erklärt er mir damit, dass die Kombination aus beiden Technologien viele Vorteile mit sich bringt. Bei der Brennstoffzelle ist es vor allem die kurze Betankungszeit (beim GLC F-CELL knapp drei Minuten). Die Brennstoffzelle erzeugt aus Wasserstoff und Sauerstoff wie ein kleines Kraftwerk Strom, der dann den Elektromotor antreibt.

Die Batterie unterstützt insbesondere bei schnellen Lastwechseln, weil sie viel dynamischer reagieren kann. Mit den Vorteilen aus beiden Technologien, der großen Reichweite und den 155 kW Leistung macht der GLC F-CELL so nicht nur neben Britta Seeger eine gute Figur.

Britta Seeger beim „Driven by EQ“

Britta Seeger beim „Driven by EQ“

Vor meinem Praktikum spielte sich die Elektromobilität für mich noch in ferner Zukunft ab. Viele Elektroautos fand ich optisch nicht ansprechend und glaubte nicht, dass sie genauso viel Spaß machen können wie Verbrenner. Trotzdem finde ich es natürlich wichtig, den Ausstoß klimaaktiver Substanzen zu reduzieren und bin froh, dass Daimler schon mit Hochdruck… äh unter Hochspannung daran arbeitet.

Da auch bei den elektrifizierten Fahrzeugen Unternehmenswerte wie Sicherheit, Komfort und Fahrspaß eine entscheidende Rolle spielen – davon konnte ich mich bei meinen Probefahrten selbst überzeugen – habe ich mich mittlerweile mit der Elektrifizierung angefreundet. Ich finde sogar, dass der Fahrspaß dadurch noch gesteigert wird und bin gespannt, wie sich das in Zukunft noch entwickelt.

Wenn ich mir heute ein Auto aussuchen könnte, würde ich mich für eins mit Plug-in-Hybrid entscheiden. Die Kombination aus gewohntem und elektrifiziertem Antrieb hat mir am besten gefallen. Mit drei verschiedenen EQ-Technologien sollte für jeden die passende Lösung gegeben und der Weg in ein elektrisches Zeitalter geebnet sein. Diese Produktvielfalt komplett im Blick zu haben ist gar nicht so einfach. Umso besser, dass es jetzt ein EQ-Familienfoto gibt.

EQ-Familienfoto

EQ-Familienfoto

* Angaben zum Stromverbrauch und den CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst ermittelt. Die Angaben zur Reichweite sind ebenfalls vorläufig. Eine EG-Typgenehmigung und Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

** Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

*** Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um „WLTP-CO2-Werte“ i.S.v. Art. 2 Nr. 3Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet.

**** Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die „NEFZ-CO2-Werte“ i.S.v. Art 2 Nr. 1Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet.


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Lisa Troidl studiert Medienwissenschaft an der Eberhard Karls Universität in Tübingen und macht gerade ein Praktikum bei Global Communications Mercedes-Benz Cars. In ihrer Freizeit liest sie gerne oder fährt Auto, am liebsten Mercedes

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