IAA 2018 – Meine Top 5 Highlights

Band 47 Sets VoMo M17 DNS. Klingt seltsam? Nicht für Daimler-Mitarbeiter, wie ich einer bin. In den allgemeinen Sprachgebrauch übersetzt heißen die Kürzel nichts weiter, als dass ich im Werk Bremen in der Produktion für die C-Klasse arbeite.

Um das beliebte Pkw-Modell unseres Konzerns geht es mir heute aber nicht. Sondern um seine tonnenschweren Geschwister Actros, Citaro, Sprinter und Co. Sie alle habe ich vor kurzem unmittelbar vor der offiziellen Eröffnung der 67. IAA Nutzfahrzeuge bei der Product Experience in Hannover erleben dürfen. Und zwar als einer von drei Gewinnern einer Mitarbeiteraktion.

Was die Product Experience ist? Genau genommen eine Presseveranstaltung. Sie wurde in diesem Jahr zum ersten Mal von den Kollegen der Nutzfahrzeugkommunikation organisiert und fand auf dem Rollfeld und im Hangar 1 des Hannoveraner Flughafens statt. 500 Journalisten aus der ganzen Welt hatten an diesem Tag die Möglichkeit, die aktuellen Fahrzeuge in der Praxis zu testen, mitzufahren und die Innovationen unseres Konzerns im Nutzfahrzeugbereich unter die Lupe nehmen.

500 Journalisten – und wir: Sarah Hoffmann, die bei den Vans in Stuttgart arbeitet, Joel Fink, dessen eigentlicher Arbeitsplatz bei den Special Trucks in Wörth ist, und ich. Die Voraussetzungen für diesen Tag hätten in der Tat nicht besser sein können. Die Sonne strahlte mit unseren neuen Fahrzeugen und uns um die Wette. Und ich kann Ihnen verraten: Ein Highlight jagte das nächste.

Meine ganz persönlichen Höhepunkte? Die möchte ich hier mit Ihnen teilen:

1. Die Präsentation des neuen Actros

Bis zu diesem Tag im September hätte ich nie gedacht, dass ich einmal Gänsehaut beim Anblick eines Lkw bekommen könnte. Man muss sich das einmal vorstellen: Man sitzt mit 500 Journalisten und mehr als 100 Mitarbeitern in einer Halle und blickt auf eine riesengroße Leinwand. Fünf Actros sind darauf zu sehen, auf den Sattelaufliegern prangt groß die Aufschrift „Everyone“, „talks“, „one“ „delivers“ – „Alle reden, einer macht“. Ein Helikopter filmt die Lkw während ihrer Fahrt.

 

Als der Konvoi auf das Flughafengelände einbiegt, wird auch dem letzten Zuschauer klar: Die Sattelzüge steuern geradewegs auf den Hangar zu. Unter epischer Musik öffnen sich nur Sekunden später die Tore und der neue Actros, der tonnenschwere Star des Tages, betritt die Bühne. Blitzlichtgewitter, Applaus. Und als wäre das nicht schon Spektakel genug, folgt ein weiterer Auftritt. Sprinter, eVito und Co. haben extra für diesen Tag eine Choreografie einstudiert und gleiten von einer Bühnenseite zur nächsten. Beeindruckende Tänzer!

2. Die Fahrt mit dem Safety Coach

Herzlich willkommen auf der Ausfahrt des Frauenkegelclubs „Die wilde 9“ – einmal anschnallen und los geht’s! Busfahrer Manfred drückt das Gaspedal des Safety Coach, einem echten Mercedes-Benz Tourismo, durch, Helene Fischer trällert im Hintergrund ihre größten Schlager. Naja, zumindest fast – Helene und der Kegelclub fehlen auf unserer Fahrt zwar, beide wären von unserem Reisebus aber mindestens genauso begeistert wie Busfahrer Manfred und ich.

Wussten Sie, dass in dem Reisebus zahlreiche elektronische Helfer integriert sind, die den Fahrer optimal unterstützen und Unfälle vermeiden sollen? Der aktive Notbremsassistent Active Brake Assist 4 etwa bremst automatisch auch für Fußgänger, der Sideguard Assist warnt beim Abbiegen nach rechts vor Fußgängern, Radfahrern und stationären Hindernissen. Überhaupt: Der Tourismo vereint alle derzeit lieferbaren Assistenzsysteme für Omnibusse, darunter auch den vorausschauenden Tempomat Predictive Powertrain Control (PPC) und den Fahrweisen-Assistent Eco Driver Feedback (EDF).

Manfred demonstriert uns, wie sich die Assistenzsysteme im wahren Wortsinn anfühlen: Mit 80 km/h fahren wir auf ein Hindernis zu – und kommen unmittelbar davor automatisch zum Stillstand!

3. Die Fahrt mit dem eSprinter

Es ist dieser besondere Moment, an dem man auf den Start-Stopp-Knopf drückt und man hört – nichts. Von welchem Fahrzeug ich spreche? Vom eSprinter, der ab 2019 erhältlich sein wird, und den ich live und in Farbe auf dem Rollfeld ausprobieren darf. Er ist übrigens das zweite Modell nach dem eVito, das bei den Vans mit einem Elektroantrieb ausgestattet ist. Ich erfahre: Mein eSprinter verfügt über eine 55kWh-Batterie.

Diese macht es möglich, dass der Transporter bis zu 150 Kilometer weit fahren kann – auch wenn es kalt und das Fahrzeug voll beladen ist. Maximal können rund 900 Kilogramm zugeladen werden. Die Zielgruppe: vor allem Kunden, die ihr Fahrzeug auch auf längeren Strecken im städtischen Raum bewegen, aber selten das Fahrzeug maximal beladen. Paradebeispiel dafür ist die sogenannte KEP-Branche. KEP steht für Kurier, Express und Paket.

Doch zurück zu meiner Probefahrt. Trotz seiner Größe und seines Eigengewichts ist der Sprinter flott unterwegs, die Beschleunigung beeindruckend. Beinahe noch mehr begeistert mich jedoch die Tatsache, dass ich mitten auf dem Rollfeld unterwegs bin. Artig fahre ich mit meinem Beifahrer einem Transporter der Flugsicherung hinterher – vorbei an größeren und kleineren Flugzeugen. Wie nah wir dabei einem Flugzeug gekommen sind? Sehen Sie selbst.

4. Das Foto mit dem Boss

Sein Terminkalender ist der wohl vollste von allen an diesem Tag. Erst die Proben am frühen Morgen, gefolgt von der Rede vor den Journalisten im Hangar, dann Interviews, TV-Statements und Pressegespräche – und zwischendurch ein Selfie mit uns! Können wir den großen Boss, also Martin Daum, der für Daimler Trucks & Buses verantwortlich ist, einfach so zwischen Tür und Angel ansprechen? Trauen wir uns?

Ja, das tun wir – und werden belohnt! Wir sind beeindruckt, wie gut gelaunt der Chef zwischen all den Terminen ist und dass er sich extra so ganz spontan für uns die Zeit nimmt. Ein Foto, das wir immer mit diesem tollen Tag in Verbindung bringen werden! Vielen Dank!

5. Der Besuch auf der Messe

Keine 12 Stunden später: Wir sind zu Gast auf der IAA Nutzfahrzeuge. Das Besondere: Es handelt sich um den Pressetag, das heißt, wir haben die Gelegenheit, den Pressekonferenzen zu lauschen. Außerdem sind weit weniger Besucher in den Hallen unterwegs, als an den darauffolgenden Publikumstagen. Ich stelle für mich fest: Es gibt keine Konkurrenz für Daimler, sondern nur Mitbewerber.

Nach einigen Tausend Schritten trennen sich die Wege von Sarah, Joel und mir und es geht zurück nach Hause. In meinem Fall stilecht in einem neuen S-Klasse Coupé, das mein Vorgesetzter für diesen Ausflug für mich angemietet hat. Fast so beeindruckend wie der neue Actros. Aber eben nur fast.


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Manuel Lippka ist seit sieben Jahren bei Daimler. Sein Arbeitsplatz: Die Montage des Fahrwerks in Bremen. Der dreifache Familienvater arbeitet immer dann, wenn andere schlafen und umgekehrt. Und wenn er einmal nicht am Band steht, fiebert er bei Bundesliga- und Championsleague-Spielen mit seinem Lieblingsfußballverein, dem FC Bayern München mit – entweder vor dem Fernseher oder im Stadion.

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