Blick hinter die Kulissen: Mein Shooting mit dem neuen GLE

Der neue GLE ist endlich offiziell vorgestellt! Ich konnte das Auto bereits vor einigen Wochen genauer unter die Lupe nehmen. Im Rahmen eines internen Gewinnspiels durfte ich beim offiziellen Presse-Video-Shooting live dabei sein. Hier kommt mein Erfahrungsbericht.

Und natürlich habe ich auch alle Daten und Fakten des neuen GLE, sowie die offiziellen Bilder und das Trailer-Video mitgebracht.

Heute auf dem Programm: Interieur-Aufnahmen

Schon beim ersten Rundgang durch die Räumlichkeiten wurde mir sofort klar, dass hier auf hochprofessionellem Niveau gearbeitet wird. Fast der ganze Vormittag wurde von einem achtköpfigen Video-Team dazu genutzt das Auto perfekt ins Licht zu rücken. Auf der heutigen Agenda standen Videoaufnahmen vom Innenraum.

Genauer gesagt: Es sollte ein kurzer Videoclip erstellt werden, in dem der sehr flexible Laderaum des neuen GLE inklusive der dritten Sitzreihe voll zur Geltung kommen sollte. Während das Auto im Studio platziert, Lampen und Diffusoren aufgebaut und die geplanten Ausnahmesituationen besprochen wurden hatte ich genügend Zeit, mir den neuen GLE von allen Seiten anzuschauen und auch mal darin Platz zu nehmen.

Bei diesen schönen Scheinwerfern wird´s einem warm ums Herz. Apropos: Man kann sich kaum vorstellen welche Temperaturen aufgrund der großen Lampen im Studio herrschen. Hätte ich doch auch nur eine kurze Hose angezogen …

Bei diesen schönen Scheinwerfern wird´s einem warm ums Herz. Apropos: Man kann sich kaum vorstellen welche Temperaturen aufgrund der großen Lampen im Studio herrschen. Hätte ich doch auch nur eine kurze Hose angezogen …

Mein erster Eindruck vom neuen GLE

Das neue Tagfahrlicht sieht absolut genial aus und gibt dem GLE in Verbindung mit dem großen Grill einen sehr markanten Touch. Aber auch von der Seite ist das Design mehr als gelungen. Es wirkte auf mich so harmonisch, dass ich erst bei genauem Hinschauen feststelle, dass 21-Zoll-Felgen montiert waren – und die nicht mal protzig rüber kamen. Auch das Heck hat mir auf Anhieb gefallen. Das neue Design der relativ schlanken Rückleuchten fügt sich perfekt in in das stämmige aber irgendwie gleichzeitig auch grazil wirkende Heck ein.

Festhalten und dann ab in`s Gelände. Aber mit Stil!

Festhalten und dann ab ins Gelände. Aber mit Stil!

Auch im Innenraum wurde ich nicht enttäuscht: Die Oberflächen der verbauten Materialien sind wie erwartet sehr hochwertig – da müssen sich die Mitbewerber warm anziehen. Was mich außerdem sehr positiv beeindruckt hat ist der Platz im Fond. Durch die großzügige Bein- und Kopffreiheit fühlt man sich keinesfalls eingeengt. Und dass im Fond noch eine dritte Sitzreihe verbaut ist, die zudem sehr variabel in Verbindung mit der umlegbaren Rücksitzbank genutzt werden kann, wird für viele ein weiterer Kaufgrund sein. Da beginnt man tatsächlich schnell zu träumen…

Aber jetzt mal genug geschwelgt. Wie steht es um die technischen Qualitäten des neuen GLE? Was kann er besser, was ist Neu? Für alle Fans von Daten und Fakten, habe ich mir von der Presse-Abteilung mal eine kurze Zusammenstellung der wichtigsten Neuheiten besorgt. In folgender Tabelle findet ihr die Top 10:

  • E-ACTIVE BODY CONTROL: Voll vernetztes hydropneumatisches, aktives Fahrwerk auf 48-Volt-Basis, erstmals in Kombination mit der ebenfalls neu entwickelten Luftfederung. Als einziges System auf dem Markt können die Feder- und Dämpferkräfte an jedem Rad individuell geregelt werden. Somit wirkt es nicht nur Wank-, sondern auch Nick- und Hubbewegungen entgegen. Darüber hinaus verfügt E-ACTIVE BODY CONTROL über die Kurvenneigefunktion CURVE: Der GLE neigt sich ähnlich einem Motorrad in die Kurve und ermöglicht so in drei Stufen ein nahezu querkraftfreies Kurvenfahren.
  • Aktiver Stau-Assistent: Als Teil der Fahrassistenzsysteme kann der GLE Staus frühzeitig erkennen und den Fahrer im Stop-und-Go-Verkehr bis ca. 60 km/h aktiv unterstützen. Bis zu einer Minute nach Stillstand kann das Wiederanfahren automatisch erfolgen. Neu beim Aktiven Lenk-Assistenten ist, dass dieser den Fahrer auf mehrspurigen Straßen sogar beim Bilden einer Rettungsgasse unterstützen kann. Das Fahrzeug orientiert sich bei Geschwindigkeiten unter 60 km/h gemäß der gesetzlichen Vorgaben in Abhängigkeit der Fahrspur am Fahrspurrand.

  • Ganz neu ist die Abbiegefunktion des Aktiven Brems-Assistenten: Besteht beim Abbiegen über die Fahrbahn entgegenkommender Fahrzeuge Kollisionsgefahr, so kann der GLE bei fürs Abbiegen typischen Geschwindigkeiten abgebremst werden. Ein Bremseingriff erfolgt, wenn der Fahrer einen Abbiegevorgang signalisiert (Blinker) und das Fahrzeug vor Überfahren der Spurmarkierung in den Stillstand gebremst werden kann. Die Erkennung entgegenkommender Fahrzeuge erfolgt durch den Fernbereichs-Radarsensor der Front und durch die Stereo-Multi-Purpose-Camera.

  • Mehr Platz: Der neue GLE besitzt deutlich mehr Radstand (plus 80 mm) und entsprechend großzügig ist das Platzangebot. Auf Wunsch und weltweite SUV-Neuheit ist eine sechsfach vollelektrisch verstellbare zweite Sitzreihe erhältlich. Dabei lassen sich der rechte und der linke Sitzplatz separat um bis zu 100 Millimeter in der Länge verstellen. Noch mehr Flexibilität ermöglicht die optionale umklappbare dritte Sitzreihe mit zwei weiteren Sitzplätzen. Das Gepäckraumvolumen beträgt bis zu 825 Liter hinter den Fondsitzen und bei umgeklappter zweiter Sitzreihe bis zu 2.055 Liter. Eine um 72 Millimeter vergrößerte Durchladebreite ermöglicht ein besseres Verstauen von sperrigem Gepäck.

  • Klassenbester Cw-Wert: Der neue GLE erreicht mit cw-Werten ab 0,29 den Bestwert in seinem Segment. Zugleich ist das eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger (cw 0,32). Das gute Strömungsverhalten trägt entscheidend zum niedrigen Kraftstoffverbrauch unter Alltagsbedingungen bei. Durch eine Vielzahl von Berechnungsschleifen und Messungen im Windkanal in Sindelfingen wurden zahlreiche Details optimiert. Zum Einsatz kommen verschiedene Spoiler, Heckleuchten mit speziellen Abrisskanten und großflächige Abdeckungen des Unterbodens, des Kardantunnels, sowie eine Aerodynamikverkleidung an der Hinterachse.
  • MBUX: Jetzt mit Interieur Assistent Im GLE kommt die neueste Generation des Multimediasystems MBUX zum Einsatz. Die zwei großen Bildschirme im Format 12,3 Zoll/31,2 cm in Widescreen-Optik werden serienmäßig verbaut. Der optionale MBUX Interieur Assistent erlaubt die intuitive Bedienung durch das Erkennen von Bewegungen. Dabei erfasst eine Kamera in der Dachbedieneinheit die Bewegungen der Hände und Arme von Fahrer und Beifahrer. Nähert sich eine Hand dem Touchscreen oder dem Touchpad auf der Mittelkonsole, ändert sich die Darstellung im Media-Display, einzelne Elemente werden beispielsweise hervorgehoben. Hinzu kommen Funktionen, die sich mit einfachen Handbewegungen steuern lassen: So lässt sich die Leseleuchte durch Annähern der Hand an den Innenspiegel ein- und ausschalten.

  • Reihensechszylinder im GLE 450 4Matic mit EQ Boost Als erster Benziner steht der mit 48 Volt-Technologie konsequent elektrifizierte Reihen-Sechszylinder als Mercedes-Benz GLE 450 4MATIC (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 9,6 – 8,3 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 220 – 190 g/km)1 bei der Markteinführung zur Verfügung. Seine Leistungsdaten: 270 kW (367 PS) und 500 Nm Drehmoment, kurzfristig sind weitere 250 Nm Drehmoment sowie 16 kW/22 PS Leistung über EQ Boost abrufbar. Der Integrierte Starter-Generator (ISG) übernimmt Hybridfunktionen wie EQ Boost oder Rekuperieren und ermöglicht Verbrauchseinsparungen, die bisher der Hochvolt-Hybridtechnologie vorbehalten waren. Der neue Mercedes-Benz GLE startet mit dem neuen Reihensechszylinder-Benziner, weitere Motoren, darunter Diesel und auch ein Plug-in-Hybrid, folgen.
  • Anhängerrangier-Assistent: Neu bei Mercedes-Benz und für den GLE in Europa verfügbar ist die Sonderausstattung Anhängerrangier-Assistent. Damit fällt insbesondere ungeübten Gespannfahrern das Rückwärtsmanövrieren leichter. Der Anhängerrangier-Assistent regelt den Lenkwinkel am Zugfahrzeug automatisiert bei einer limitierten Geschwindigkeit von bis zu 5 km/h. Ein so genannter Knickwinkelsensor im Kugelkopf der Anhängervorrichtung liefert die notwendigen Informationen. Über das Media-Display oder über das Touchpad in der Mittelkonsole braucht der Fahrer lediglich das gewünschte Manöver auszuwählen. Anschließend kann er den Rangiervorgang aus unterschiedlichen Kameraperspektiven verfolgen.

  • 4MATIC: Erstmals wird bei Fahrzeugen mit Sechs- und Achtzylinder¬motoren sowie beim Plug-in-Hybrid ein vollvariabler Allradantrieb (Torque on Demand, TonD) angeboten, der die Momentenverteilung zwischen der Vorder- und Hinterachse von 0-100 % entsprechend dem ausgewählten Fahrprogramm regelt. Mit dem optionalen Offroadpaket steht als Weltneuheit ein ebenfalls vollvariabler Allradantrieb (TonD) mit low- und highrange zur Verfügung. Damit ist der GLE so geländetauglich wie noch nie.
  • Eine völlig neue Offroad-Funktion ist der Freifahrmodus: Hat sich der GLE beispielsweise in einer Düne im Sand festgefahren, kann dieser in vielen Situationen helfen, das Fahrzeug leichter wieder frei zu fahren. Dabei wird, wenn möglich, das Niveau mehrfach automatisch angehoben und wieder abgesenkt– der GLE schaukelt sich frei. Eine weitere neue Funktion für den Offroad-Einsatz ist die Einzelradansteuerung. Hierbei kann das Niveau an jedem Rad über den Touchscreen des Media-Displays einzeln verstellt und somit die Ausrichtung des Fahrzeugs im Gelände verbessert werden, etwa wenn ein Rad in einem Graben steckt oder ein Rad voll eingefedert ist.

Die offiziellen Pressebilder

Das Setting steht: Kamera ab!

Für die geplanten Innenaufnahmen wurde ein spezieller Schlitten mit Saugnäpfen am Schiebedach befestigt. Das Kamera-Team scheute beim Aufbau keine Mühen und musste gleichzeitig sehr vorsichtig sein. In der frühen Phase eines Studio-Shootings sind nur wenige Foto-Fahrzeuge verfügbar, Beschädigungen jedweder Art kämen jetzt einer mittleren Katastrophe gleich.

Aber ich kann es nur wiederholen: Hier waren absolute Profis am Werk, die extrem routiniert jeden Winkel des Autos perfekt in Szene setzten. Dazu gehörte auch immer ein wenig Putzarbeit: Erst wurde alles akkurat ausgerichtet, das Leder von Fusseln befreit, die Stoffoberflächen der Sitzrückseiten nochmals glattgebürstet und dann hieß es endlich: Kamera ab!

Mithilfe einer ausgeklügelten Installation fährt die Kamera elektrisch über ein Schienensystem und kann dabei die immer wieder gleiche Fahrt bis auf den Millimeter genau reproduzieren. Das ist extrem wichtig, wenn das Aufklappen der Sitze animiert werden soll und dafür mehrere Einstellungen übereinander gelegt werden müssen. Nur minimalste Abweichungen zwischen den einzelnen Kamerafahrten wären ansonsten sofort zu sehen und würden das Material unbrauchbar machen.

Mithilfe einer ausgeklügelten Installation fährt die Kamera elektrisch über ein Schienensystem und kann dabei die immer wieder gleiche Fahrt bis auf den Millimeter genau reproduzieren. Das ist extrem wichtig, wenn das Aufklappen der Sitze animiert werden soll und dafür mehrere Einstellungen übereinander gelegt werden müssen. Nur minimalste Abweichungen zwischen den einzelnen Kamerafahrten wären ansonsten sofort zu sehen und würden das Material unbrauchbar machen.

Noch einmal bitte …

Hinter einem schwarzen Vorhang, der als Blendschutz gegen die großen Lampen diente, wurde ein großer Kontrollmonitor aufgebaut. Dort beurteilte gleich ein ganzes Team, ob das Kamerabild genau den Anforderungen an das finale Video entspricht. Hier achtete man auf jedes Detail. Beispielsweise wurde mit speziellen Folien vor den Scheinwerfer Ungleichmäßigkeiten im Farbverlauf – verursacht durch die getönten Scheiben des GLE – sofort ausgeglichen. Die nachträgliche Retusche am Computer wäre um ein Vielfaches aufwändiger.

Selbstverständlich gab sich keiner mit der ersten Aufnahme zufrieden und es gab sehr viele Wiederholungen. Noch während des Shootings begann man am Schnittcomputer mit der Sichtung des Materials, kategorisierte und sortierte. Bei mehreren hundert Gigabyte Video-Daten pro Tag ist eine effiziente Verwaltung wohl unerlässlich.

Der Video-Trailer vom neuen GLE

Wenn Wünsche wahr werden

Als Foto- und Filmbegeisterter war es schon immer ein großer Wunsch von mir, einmal bei offiziellen Produktaufnahmen dabei zu sein. Und was soll ich nun sagen, außer: WOW! Einfach beeindruckend mit welcher Hingabe gearbeitet wird und wieviel Zeit man sich nimmt, um unsere tollen Autos perfekt abzulichten. Viel zu früh kam der Abend und ich verabschiede mich – erschöpft aber glücklich. Danke an das gesamte Team für euren super Einsatz und diesen tollen Tag, den ich so schnell nicht vergessen werde!

Oh, oh, ich schwelge schon wieder. Na gut, dann zum Schluss noch einmal eine Portion Fakten: Der neue Mercedes-Benz GLE zeigt sich auf der Mondial de l’Automobile in Paris (4. bis 14. Oktober 2018) erstmals der Öffentlichkeit. Zu den Händlern kommt er Anfang 2019 (USA und Europa beziehungsweise im Frühjahr 2019 (China). Produziert wird der GLE in Tuscaloosa (Alabama/USA).


1 Angaben zum Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Eine EG-Typgenehmigung und Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.


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Daniel Schowalter begeistert sich für Foto&Film und hat bei einem internen Gewinnspiel die Teilnahme am offiziellen Studio-Video-Shooting des neuen GLE gewonnen. Er arbeitet in Sindelfingen und beschäftigt sich dort mit der Diagnose von Telematiksystemen.

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