Vision URBANETIC: Faszinierendes Versprechen für die Mobilität der Zukunft

Diese Weltpremiere zählt zu den absoluten Höhepunkten meiner bisherigen Laufbahn. Vor wenigen Minuten haben wir hier in Kopenhagen den Vision URBANETIC der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Team von Mercedes-Benz Vans hat eine außergewöhnliche Idee entwickelt. Ein Mobilitätskonzept für die Zukunft, das imstande ist, unsere Vorstellungen von Mobilität und die Lebensqualität in Städten weltweit grundlegend zu verändern.

Das Chassis (rechts) und die möglichen Modulvarianten

2050: 10 Milliarden Menschen, verdreifachter Frachtverkehr

In etwa 30 Jahren werden Schätzungen zufolge rund 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben, im gleichen Zeitraum wird sich der weltweite Frachtverkehr verdreifachen. In etwas mehr als zehn Jahren werden rund um den Globus etwa 5,2 Milliarden Menschen in Städten wohnen. Und schon jetzt sind die Verkehrswege in vielen Metropolen schlicht überlastet.

Die Erkenntnis, dass wir eine effizientere, flexiblere und nachhaltigere Mobilität brauchen, klingt vor diesem Hintergrund schon beinahe banal. Keinesfalls banal ist es allerdings, Lösungen für diese Herausforderung zu finden. Ich bin stolz, dass uns das mit dem Vision URBANETIC gelungen ist.

Autonom, intelligent, flexibel

Herzstück des Vision URBANETIC ist ein autonom fahrendes, elektrisch betriebenes Chassis (wir nennen es liebevoll auch „Skateboard“), das je nach Einsatz unterschiedlich ausgerüstet werden kann. In Kopenhagen haben wir ein Modul für die Personenbeförderung und eins für den Warentransport präsentiert.

Das autonom fahrende, elektrisch betriebene Chassis, auch liebevoll „Skateboard“ genannt

Der Vision URBANETIC ist darüber hinaus in eine intelligente, selbstlernende IT-Infrastruktur integriert. Sie analysiert in Echtzeit, welche Art von Transportsystem gerade benötigt wird. Entscheidend ist dabei der Sharing-Gedanke: Morgens und abends im Berufsverkehr wird der Vision URBANETIC eher dafür sorgen müssen, dass die Menschen zur Arbeit kommen, also für den Personenverkehr wichtig sein – dafür haben wir das People-Mover-Modul.

Die Zeiten dazwischen und nachts können optimal für den Warentransport genutzt werden – dann kommt das Cargo-Modul zum Einsatz. Die beiden Module lassen sich unaufwändig und automatisch austauschen. So ist die Fahrzeugflotte exakt auf die aktuellen Bedürfnisse zugeschnitten, nahezu immer 100-prozentig ausgelastet und kann blitzschnell auf Veränderungen in der Nachfrage reagieren.

Mit Teamwork ein außergewöhnliches Konzept realisiert

Ein Konzept wie dieses lässt sich nur mit einem außergewöhnlichen Team realisieren. Und genau das haben wir bei Mercedes-Benz Vans aufgestellt. Ingenieure, IT-Spezialisten, Fahrzeugentwickler, User-Interface- und User-Experience-Experten, Designer und viele Fachleute mehr haben den Vision URBANETIC entwickelt und gebaut. Und ich bin sehr glücklich, Teil dieses Teams sein zu dürfen.

Das People-Mover-Modul

Teamwork im besten Sinne war dementsprechend auch die Weltpremiere. Dafür haben wir einen modernen Ansatz gewählt. Nach der spektakulären Fahrzeug-Enthüllung haben wir unseren Gästen die entscheidenden Elemente unseres Konzepts in Workshops verdeutlicht, vom Autonomen Fahren über die People-Mover- und Cargo-Module sowie das ganzheitliche Ökosystem bis hin zum Design.

Die Funktions- und Wirkungsweise des Vision URBANETIC ist wie die dahinterliegende Herausforderung ausgesprochen komplex und lässt sich nicht in wenigen Sätzen umfassend erklären. Denn der Vision URBANETIC steht für eine neue Perspektive auf Mobilität.

Das Cargo-Modul

Was der Vision URBANETIC verspricht

In der Zukunft wird es nicht mehr um die Frage gehen, wie ich mit einem bestimmten Verkehrsmittel von A nach B komme. Entscheidend wird sein, dass ich schnell, effizient, sicher und nachhaltig ans Ziel komme. Und dabei wollen wir je nach aktueller Mobilitätslage den passenden Verkehrsmix.

An manchen Tagen sind dann vielleicht der Vision URBANETIC und ein Leihfahrrad die richtige Kombination, an anderen beispielsweise ein Mix aus Öffentlichem Nahverkehr und Vision URBANETIC. Dank seiner Intelligenz, der autonomen Fahrfunktionen und des E-Antriebs haben wir weniger Schadstoff- und Lärmemissionen und unsere Verkehrswege und Fahrzeuge sind optimal ausgelastet – flexible Mobilität auf höchstem Niveau.

So könnte die Mobilität der Zukunft aussehen

Gleichzeitig können wir den wachsenden Mobilitätsbedarf mit einer geringen Anzahl an Fahrzeugen bewältigen. Nicht mehr benötigte Straßen und Parkflächen können rückgebaut werden und schaffen Freiraum für städtebauliche Gestaltung.

In seiner Gesamtwirkung ist der Vision URBANETIC also imstande, eine neue Lebensqualität in Städte rund um den Globus zu bringen. Ein faszinierendes Versprechen für die Mobilität der Zukunft.


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Gerd Reichenbach leitet die Abteilung Strategie, Produktplanung & Portfoliomanagement bei Mercedes Benz Vans. In letzter Zeit beschäftigte er sich stark mit der Ausgestaltung von Autonomous@VANs und der Zukunftsstudie VisionURBANETIC. Am besten gefällt ihm an seinem Job gemeinsam mit seinem Team und Kollegen globale und nachhaltige Strategien zu erarbeiten, um die erfolgreiche Zukunft von MB Vans zu gestalten.

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