Daimler Pride Tour 2018. Jeder anders. Alle gleich.

Seit vier Jahren beteiligt sich Daimler mit Diversity-Trucks an den Christopher Street Day (CSD) Paraden. Der Truck-Bereich vermittelt dazu traditionell die Zugmaschinen.

Dieses Jahr sind es zwei Actros 1851 LS für die CSD-Paraden in München, Berlin, Hamburg, Bremen und Stuttgart. Ein Actros mit Diversity-Auflieger wird auf der IAA in Hannover vom 19. bis 27. September stehen.

Diversity bei Daimler

Der Auftritt unter dem Motto „We live diversity“ – „Wir leben Vielfalt“ findet im Rahmen der weltweiten Daimler Pride Tour statt. Daimler Pride ist ein Bekenntnis zu einer Kultur der Wertschätzung und des Respekts, unabhängig von Alter, einer Behinderung Herkunft, Religion, oder eben auch sexueller Orientierungen, alles zusammen kurz Diversity genannt. Die Pride Tour war zum Beispiel schon in Österreich, Mexiko, den USA oder Thailand.

Ich hatte mich entschlossen auf der CSD-Parade in München mitzufahren, weil ich Daimlers Position, weltweit für Toleranz, Wertschätzung, Offenheit und Vielfalt in allen Dimensionen einzustehen, voll und ganz unterstütze. Ich selbst habe im Rahmen des Generationenmanagement gepaart mit gesundheitlichen Problemen erfahren, wie verantwortungsvoll Daimler mit Kollegen umgeht, wofür ich Daimler als Arbeitgeber sehr dankbar bin.

Der CSD in München: Zehntausende feiern Vielfalt und Toleranz

Paraden wie der Christopher Street Day regen auch Diskussionen an und tragen damit zur Aufklärung bei. Das ist richtig und wichtig. Doch bei aller Ernsthaftigkeit und gesellschaftlicher Motivation und Relevanz, kommt der Spaß dabei auch nicht zu kurz.

Ab 12 Uhr ging es vier Stunden lang um den Stadtkern von München. Der Auflieger bot Platz für rund 80 Mitarbeiter, die alle einheitlich mit einem Daimler-Diversity-Shirt und einer coolen Diversity-Sonnenbrille ausgestattet waren. DJ Marc Pfisterer heizte den Münchnern und uns gewaltig ein.

134 Formationen mit 16.000 Teilnehmern meldeten sich an und zogen durch die Münchner Innenstadt. Die Polizei hatte über 160.000 Zuschauer gezählt. Denn längst ist der CSD – der in München zum 37. Mal gefeiert wurde – kein Event für die LGBTI-Szene, sondern eine Veranstaltung für alle, die für Gleichstellung eintreten wollen. Hinter uns fuhr die IG Metall, die bayerische Polizei, Elterngruppen.

Es war eine klasse Aussicht vom Wagen zu den zehntausenden feiernden Zuschauern. Besonders eindrucksvoll war es, wenn alle gleichzeitig hochsprangen. Die Musik war eine rasante Mischung von Rock, Pop, Techno mit viel wummernden Bässen – und ich bin ja tolerant – natürlich Schlagermusik. Eben für alle etwas, soll jeder anders sein, solange wir gleich sind.

Wir sind Vielfalt

Jetzt bin ich schon über ein Drittel Jahrhundert beim Daimler, habe immer beim Erfinder des Automobils arbeiten wollen, sinniere ich. Währenddessen stehe ich in der Sommersonne auf dem Paradewagen und winke den Zuschauern zu. Mit den vielen Diskussionen mit Mitarbeitern im Kopf, die sich in jungen Jahren mit ihren Eltern arrangieren mussten, überkam mich auf einmal ein großer Stolz auf unsere Firma.

Wir sind Vielfalt egal ob schwul, lesbisch, transgender, hetero, älter, grünäugig, dick- oder dünnbäuchig, egal ob Fußballspieler, Veganer oder noch ganz anders. Tobias, ein Daimler-Kollege, schnappt sich dann irgendwann die LGBTI-Regenbogenflagge und springt vom Wagen. Der Stolz auf unsere Firma packt mich so, dass ich die Daimler-Flagge schnappe, ebenfalls vom Truck springe, und mit dem Kollegen gemeinsam den Daimler-Pride Truck anführe.

Ein toller und emotionaler Moment für mich! Life is good. Inzwischen waren die Daimler-Pride Trucks auch in Stuttgart, Berlin und Hamburg. Nächster Stopp: Bremen am 25. August. Hier ist 2017 mein Kollege Frank Weber mitgefahren, auch er hat über seine Erlebnisse hier auf dem Daimler Blog berichtet. Vielleicht haben unsere Geschichten Euch ja Lust gemacht, mit Kollegen/innen, Freunden/innen, Eltern, Kindern den Truck in Bremen selber anzugucken. Ihr werdet schlauer heimkommen.


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Claws E. Tohsche ist gelernter Diplomingenieur und Journalist. Bei Daimler arbeitet er im Bereich Product Communications Trucks & Buses Europe und ist dort als Pressesprecher für Lkw und Sonderfahrzeuge zuständig. Er wohnt im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald und engagiert sich privat beim Technisches Hilfswerk Stuttgart, mit dem THW hat er schon Hilfskonvois nach Afghanistan und Syrien gefahren.

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