Was macht ein gutes Team zum besten Team?

Um die Mobilität der Zukunft erfolgreich zu gestalten, brauchen wir nicht nur die besten Mitarbeiter, sondern auch das beziehungsweise die besten Team(s).

Ich habe im Verlauf meiner Karriere in und mit verschiedensten Teams bei Daimler und Adidas gearbeitet und mir immer wieder die Frage gestellt: Wodurch zeichnen sich die besten Teams aus? Was sind die Must-haves?

Erst vor kurzem haben wir uns in Amsterdam zu unserem jährlichen IT Senior Management Meeting getroffen. Eine gute Möglichkeit für uns alle, uns zu informieren, auszutauschen, unsere Strategie zu besprechen und festzulegen, wie wir die Dinge, die vor uns liegen, angehen wollen. Gleichzeitig auch eine gute Gelegenheit für mich, etwas intensiver über folgende Frage nachzudenken: Was ist für uns als Team unverzichtbar? Heute möchte ich Ihnen einen Einblick geben, welche Aspekte ich besonders wichtig finde:

1. Flexibel sein

Um die besten Produkte zu entwickeln und sich schnell auf neue Herausforderungen einzustellen, bin ich fest überzeugt davon, dass wir auf agile Methoden setzen müssen, wo immer es sinnvoll ist. Wir stellen sogar fest, dass sich ein agiler Ansatz nicht nur bei unseren kleinen, sondern auch bei unseren großen Projekten auszahlt.

Durch die kontinuierliche Ansprache unserer Kunden und die regelmäßige Einführung von Produkten können wir schneller auf neue Anforderungen eingehen. Gleichzeitig erfordern agile Projekte aber auch viel Disziplin und Transparenz: Das ist nicht nur beim Festlegen der Rollen und Meetings wichtig, sondern auch wenn es darum geht, Probleme direkt zu adressieren.

2. Auf ehrgeizige Ziele hinarbeiten

Aber lassen Sie uns einen Blick auf das „Big Picture“ werfen. Erfolgreich agil zu arbeiten, setzt auch voraus, das gemeinsame Ziel zu kennen. Das bringt mich auf einen zweiten Punkt: Ein festes Ziel zu haben, ist aus meiner Sicht generell eine der Grundvoraussetzungen, um die richtigen Wege, Technologien und Methoden festzulegen.

Es ist einfacher, die richtige Entscheidung zu treffen, wenn klar ist, was wir erreichen wollen. Genau zu wissen, warum wir etwas tun, wie wir es tun, weckt Leidenschaft und motiviert.

Für uns ist CASE das “Warum” für alles, was wir tun. CASE steht für Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung (Shared & Services) und elektrische Antriebe (Electric) und verändert die Mobilität, wie wir sie kennen, grundlegend.

Wir als IT sind ein wichtiger Teil dieser Zukunftsthemen. Unsere IT-Strategie definiert hier das “Was” wir tun. In Bezug auf das „Wie“, wir etwas tun, haben wir fünf gemeinsame IT-Prioritäten festgelegt: “Free and Open Source Software”, “Cloud & DevOps”, “API Architecture”, “People in IT”, und “Identity and Access Management”. Wir sind überzeugt davon, dass wenn wir unsere gemeinsamen Prioritäten umsetzen, wir #TwiceAsFast (also doppelt so schnell) werden können.

Sie werden mir zustimmen, dass das ehrgeizige Ziele sind. Und die Projektleiter und Führungskräfte, machen einen hervorragenden Job, die Ziele und den Mindset weiterzutragen. Denn die Umsetzung dieses technologischen und kulturellen Wandels ist eine Aufgabe, bei der wir jeden einzelnen unseres Teams brauchen.

3. Aus Fehlern lernen

Während wir an unseren Zielen arbeiten, werden wir mit großer Wahrscheinlichkeit auch Herausforderungen begegnen und Fehler machen.

Es gibt viele Beispiele für erfolgreiche Ideen, die zunächst einen holprigen Start hatten, ehe sie zum Durchbruch kamen. Fehler zu machen, ist keineswegs schlecht, denn es ermöglicht uns, zu lernen und uns zu verbessern. Es kommt darauf an, Fehler als Teil des Lernprozesses und als Wachstumschance zu sehen. Kontinuierliches Lernen aus Fehlern, Niederlagen und Misserfolgen ist ein Garant für unsere individuelle und gemeinsame Weiterentwicklung.

4. Impulse setzen und Erfolge feiern

Mindestens genauso wichtig wie Fehler als Teil des Lernens und damit als Chance zu sehen, ist Erfolge zu feiern. Das vergessen wir allerdings im Alltag manchmal zu leicht. Daher mag ich feste Termine, um zusammenzukommen und sich die Zeit zu nehmen, Danke zu sagen.

Unser jährliches IT Senior Management Meeting ist einer dieser Termine, um auf das zurückzuschauen, was wir erreicht haben und gemeinsam nach vorne zu blicken. Und ich muss zugeben, dass ich viele gute Gründe habe, auf dieses Team stolz zu sein und dieses Team zu feiern. #TwiceAsFast


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Jan Brecht ist für die IT bei Daimler im Bereich der Marken Mercedes-Benz, smart, Freightliner, etc. verantwortlich. Mit der IT-Strategie „Data is the new Oil“ gestaltet sein Team die digitale Zukunft von Daimler und Mercedes-Benz.

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