Die Zukunft des Parkens: Meine Top 5 der Parkinnovationen

Parken – nicht unbedingt unser Lieblingsthema. Es geht eng zu in den Großstädten und mit der Parkplatzsuche verbringen wir gefühlt Ewigkeiten. Trotzdem, oder genau deshalb hat Daimler zum „TecDay Parken“ eingeladen. Spoiler: Es kommen bessere Zeiten!

Daimler hat es sich zur Aufgabe gemacht, Sicherheit, Komfort und Effizienz des Parkens zu verbessern. Dazu beitragen sollen vor allem Sensoren, Ultraschall und Kameras, die teilweise schon jetzt in den Fahrzeugen verbaut sind. Auch eine wichtige Rolle spielt unser Alltagsbegleiter Smartphone.

Das lästige Rangieren des immer viel zu großen Autos in die viel zu kleine Parklücke, Ärger mit Parkplatzremplern und das Kramen nach Kleingeld am Ticket-Automaten können so bald der Vergangenheit angehören. Aber der Reihe nach:

Innovation auf Knopfdruck

Im Mai hat unser Parkassistent seinen zehnten Geburtstag gefeiert. Inzwischen wird er in über 90% aller Fahrzeuge verbaut. Doch das ist noch lange nicht alles, was unsere Autos heute und in Zukunft können werden, um das Parken zu erleichtern.

Nummer 1: Die Parkplatzsuche

Im Durchschnitt verbringen wir in europäischen und nordamerikanischen Städten jedes Jahr 55 Stunden mit der Parkplatzsuche. Wow, mehr als eine Arbeitswoche… Jeder kennt das: Erster Gang – langsam rollen lassen. Ist hier frei? Nein, ein Smart… Und da drüben, steigt der nicht in sein Auto? Nein, er steigt aus.

Per App kann man sich bequem navigieren lassen

Dieses Szenario könnte bald der Vergangenheit angehören – mit Mercedes me connect. Der Dienst bietet die Parkplatzsuche in Echtzeit via Smartphone! Wie das funktioniert? Über sogenannte Echtzeitsensorik und festgelegte Algorithmen. So können wir berechnen, wann ein Parkplatz frei und mein Auto wird bequem dorthin navigiert.

Übrigens: Das ganze gibt es sowohl für das Parkhaus, als auch für Parkplätze an der Straße. Schon jetzt ist das System in der neuen A-Klasse und per App verfügbar. Weniger Stress – mehr Zeit – kann das noch getoppt werden?

Nummer 2: Nach Kleingeld kramen im Parkhaus war gestern

Parken ist nicht überall kostenlos und so finde ich mich mit meinem Auto vor der geschlossenen Parkplatzschranke. Also Scheibe runterlassen – Arm ordentlich strecken und aufs Knöpfchen drücken. Jetzt nur das Parkticket nicht verlieren und beim Einkaufen daran denken, genug Kleingeld für den Ticketautomaten zu behalten.

Schon ab Juli kann dieses Szenario der Vergangenheit angehören. Dann startet die sogenannte „Mercedes-Benz Parkkarte“ in ausgewählten Parkhäusern. Parkscheinlösen und Manövrieren am Bedienknopf werden dann überflüssig. Möglich wird das durch die Parkkarte, die von der Antenne der Schrankanlage, auch auf Distanz, gelesen werden kann. Für die Technikversierten unter uns:

An der Schranke wir die Mercedes-Benz Parkkarte vorgehalten

Das Ganze funktioniert mittels RFID-Chip (radio-frequency identification). Die Schranke öffnet selbstständig sowohl beim Ein- als auch beim Ausfahren aus dem Parkhaus. Über die Tarife werde ich per Push-Mitteilung auf dem Handy informiert und im Mercedes me Portal kann ich die Rechnung abrufen. Abgebucht wird per Kreditkarte über den Service Provider „Mercedes Pay“. Welche Parkhäuser den Service anbieten, kann man in der Übersichtskarte der Mercedes me App abfragen.

Nummer 3: In den Kofferraum liefern lassen mit CHARK.me

So, Feierabend. Auto starten und ab nach Hause. Halt Stopp, noch kurz ein kleiner Schlenker um den Blazer aus der Reinigung zu holen, schnell noch das Abendessen einkaufen und dann fix nach Hause, bevor es dem Eis zu warm wird. Genau hier setzt die App „CHARK.ME“ an. Der Anspruch lautet: „Change the way your park“!.

Das Auto reinigen lassen, während der Arbeit

Ziel des Services ist es, Zeit zu schenken. Mein Auto hat leider nicht den Luxus einer Garage und steht somit die meiste Zeit des Tages ungenutzt herum. Warum nicht diese Zeit nutzen, um das Auto waschen zu lassen, mir meine Einkäufe liefern zu lassen und Pakete abzugeben? Das merke ich mir auf jeden Fall für die nächste Rückkehr aus dem Urlaub an einem Sonntag mit leerem Kühlschrank!

A-Klasse (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,6–5,2 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 128–120 g/km.)*

Aber jemand anderem Zugriff auf mein Auto geben? Fühlt sich komisch an… Damit befassen sich auch die Entwickler von CHARK.me. Sie haben mehrere Sicherheitshürden eingebaut, damit niemand einfach so Zutritt zum Auto bekommt. Wie das Ganze funktioniert hat Ralf Wegener auf dem Blog beschrieben. Zurzeit befindet sich die Innovation in der Testphase: 500 Mitarbeiter aus dem Konzern testen das System. Und die ersten Partner sind auch schon wortwörtlich mit an Bord.

Nummer 4: Parken lassen!

Mein persönliches Highlight des Tages treffe ich im Parkhaus des Mercedes-Benz-Museums. Dort kommt mir eine türkis blinkende E-Klasse entgegen. Schon das erregt meine Aufmerksamkeit, aber es kommt noch krasser: Hinter dem Lenkrad sitzt niemand. Wie von Geisterhand gesteuert, fährt das Auto seine Strecke. Kurz nachgefragt: Der Service nennt sich „Automatic Valet Parking“ (kurz AVP) und wird zurzeit von Daimler und Bosch im Museumsparkhaus mit zwei Fahrzeugen erprobt.

Aber wie funktioniert das eigentlich? Für das Auto werden quasi virtuelle Schienen verlegt, auf denen das Auto entlang geführt wird. Und auch, wenn hier eigentlich das selbstfahrende Auto getestet wird, darf ich doch auf dem Rücksitz Platz nehmen und das Ganze mal live miterleben. Alles top gesichert, neben dem Auto läuft – und das ist in der Pilotphase eine Sicherheitsvorgabe – eine Bedienperson mit, die das Fahrzeug mittels Steuergerät notfalls stoppen kann. Alle angeschnallt? Los geht’s!

Langsam fährt das Auto von der sog. Drop off-Zone, wo das Auto zum AVP abgegeben wird, los. Unser Ziel ist ein Parkplatz eine Ebene höher. Doch was passiert eigentlich, wenn ein Hindernis auftritt? Unsere Entwickler gehen aufs Ganze. Von der Seite springt ein Mitarbeiter für uns, völlig unvorbereitet, vors Auto. Kein Problem fürs Auto: Es steht sofort! Was für eine Aktion. Was mich noch interessiert: Ab welcher Höhe erkennt das Auto ein Hindernis als solches? 10 Zentimeter erklären die Entwickler. Also die Höhe eines kleines Glases schon…

Zukünftig soll es möglich sein, das Auto in den sogenannten Übergabezonen abzustellen und es dann selbstständig parken zu lassen. Das wäre natürlich eine enorme Zeit- und Stressersparnis!

Die Entwickler erklären uns noch einen weiteren positiven Effekt: Da Ein- und Aussteigen der Passagiere und Be- und Entladen des Autos wegfällt, finden bis zu 20% mehr Fahrzeuge auf derselben Parkfläche Platz. Übrigens: Im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums ist jeder herzlich eingeladen, das Automated Valet Parking selbst zu erleben.

Nummer 5: Don’t mess with my Mercedes!

Viele mussten die Erfahrung schon machen: Da stelle ich mein Auto arglos irgendwo ab, komme zurück und zack – hat mir jemand die Seite verschrammt oder das Auto aufgebrochen. Seit Anfang des Jahres bestellbar: Die Lösung der kleinen, oder auch größeren Alltagsaufreger.

Das optional zubuchbare Diebstahlschutzpaket für die E-Klasse: Kollisionserkennung (also die Parkplatzrempler), Diebstahlwarnung und Abschleppschutz! Auch dieses Feature will ich natürlich live sehen. Und die Situation wird sehr realitätsgetreu gezeigt:

Neben mir ein Mitarbeiter am Smartphone, der in diesem Fall den Besitzer der geparkten E-Klasse simuliert. Vor mir eine Fahrerin im smart, die zielsicher auf das Heck der E-Klasse zuhält. Sie wird doch nicht? RUMS! Keine 5 Sekunden später meldet die mercedes.me-App auf das Handy des Besitzers: leichte Kollision hinten links. Wow, da fällt mir kurz gar nichts ein, das ist gelebte Innovation.

Die Vorführung geht noch weiter: Durch das geöffnete Fenster der E-Klasse wird versucht, einen deponierten Geldbeutel aus dem Auto zu entwenden. Auch hier meldet das Fahrzeug direkt auf das Handy des Besitzers. Möglich wird diese Technik durch Sensoren, die überall am und im Auto verbaut sind. Die spannende Frage, die ich mir stelle: Macht das Auto auch Fotos, die als Beweismittel genutzt werden können? Die Experten müssen das leider verneinen, aus auch aus Datenschutzgründen ist das  – zumindest zurzeit – nicht möglich.

Bis hier und noch weiter

Daimler befindet sich im Umbruch. Das liegt in der Luft und ist für mich, die hier erst seit ein paar Monaten arbeitet, spürbar. Zum einen Kernkompetenzen beibehalten – zum anderen erweitern durch Innovationen auf dem Weg zum Mobilitätsdienstleister. Heute konnte ich selbst erleben, wie sich dieser Wandel anfühlt und was schon alles möglich ist. Ganz getreu dem Claim:

First move the world


* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch“ neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.


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