Leading by example – Einführung vollelektrischer Freightliner eCascadia und eM2

Im Rahmen des heutigen Capital Market & Technology Day in Portland, Oregon, USA, hat Daimler Trucks zwei neue, vollelektrische Lkw seiner US-Tochter Freightliner vorgestellt. Der größte Nutzfahrzeughersteller der Welt präsentierte mit dem Freightliner eCascadia einen schweren Elektro-Lkw für den Fernverkehr (>15 t zGG) und eine vollelektrische Variante des Freightliner eM2 106, der das mittelschwere Segment (9 bis 12 t zGG) abdeckt.

Das, liebe Freunde, zeigt mir, wie ernst wir es mit der Transformation unserer Branche meinen, denn ich bin fest davon überzeugt, dass Nutzfahrzeuge bei diesem Prozess den Ton angeben werden. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Lkw- und Logistikbranche das Rückgrat unserer Gesellschaften sind. Daher ist es meiner bescheidenen Meinung nach so wichtig, hier mit gutem Beispiel voranzugehen. Um zu zeigen, was möglich ist und um einen Ausblick in die Zukunft von Nutzfahrzeugen zu bieten. Aber täuschen Sie sich nicht: hier geht es nicht darum, mit einer Reihe von Computer-Animationen oder ein oder zwei Prototypen zu protzen. Es geht darum, gemeinsam mit unseren Kunden einen klaren Fahrplan aufzustellen. Wandel kann nicht von einem OEM alleine umgesetzt werden.Es kommt darauf an, Teil eines Teams zu sein, bei dem alle Mitglieder sich zusammentun, um ihre spezifischen Bedürfnisse und Erfahrungen auszutauschen.

Wie es bereits bei dem neuen FUSO eCanter und dem Mercedes-Benz eActros, verfolgen wir das Ziel, Erfahrungen im Bereich Elektro-Lkw durch die Zusammenarbeit mit Kunden zu sammeln um zu ermitteln, wie sie im tagtäglichen Güterverkehr effizient eingesetzt werden können.

Mit den beiden Elektro-Lkw von Freightliner, dem Mercedes-Benz eActros, dem FUSO eCanter sowie dem vollelektrischen Stadtbus Mercedes-Benz Citaro und dem Thomas Built Saf-T Liner C2 Jouley school bus , verfügt Daimler Trucks & Buses schon heute über das breiteste Portfolio vollelektrischer Nutzfahrzeuge weltweit. Und ich muss wirklich sagen, dass ich außerordentlich stolz auf diese Entwicklung bin. Es geht hier nicht darum, mit Errungenschaften zu prahlen, sondern darum, einen klaren Fahrplan für die Zukunft vorzulegen. Und ich glaube, es ist genau das, was Martin Daum, Mitglied des Vorstandes der Daimler AG, verantwortlich für Daimler Trucks & Buses, erklärt hat:

„Wir sind weltweit unangefochten führend im Nutzfahrzeuggeschäft, und wollen diese Position auch bei elektrischen Lkw und Bussen einnehmen. Wir haben schon früh begonnen, daran zu arbeiten und es ist unser Anspruch, hier in jedem relevanten Segment den Maßstab zu setzen.Mit der Gründung unserer neuen globalen E-Mobility Group maximieren wir die Wirksamkeit unserer Investitionen in diese strategische Schlüsseltechnologie. Damit können wir die besten Lösungen verfolgen, egal ob bei Batterien, Ladesystemen oder beim Energie-Management.”

Neue globale E-Mobility Group gegründet

Ja, E-Mobilität muss kostengünstig sein. Für den Kunden ebenso wie für den Hersteller. Elektromobilität muss einer der fundamentalen Innovationstreiber in der Nutzfahrzeugbranche sein, um die Transportbranche in eine emissionsfreie Zukunft zu führen.

Für die Festlegung der Strategie zu Elektro-Komponenten und kompletten E-Fahrzeugen und den Aufbau einer weltweit einheitlichen Architektur ähnlich der globalen Plattformstrategie für konventionelle Motoren und Antriebskomponenten von Daimler Trucks haben wir die neue E-Mobility Group (EMG) ins Leben gerufen und Gesa Reimelt als neue Leiterin dieser bereichsübergreifenden Funktion ernannt. Sie berichtet in dieser Funktion an Dr. Frank Reintjes, Leiter Global Powertrain & Manufacturing Engineering bei Daimler Truck.

„Wir rechnen mit einer steigenden Nachfrage nach Elektro-Lkw und Bussen. Dies bestätigen auch unsere Kunden. Nur Hersteller, die sowohl bei konventionellen Antrieben als auch bei elektrischen Antrieben führend sind, können wirtschaftlich und technologisch überzeugende Lösungen bieten. Bei konventionellen Antrieben profitieren wir seit jeher von unserer weltweiten Plattformstrategie. Diesen Ansatz übernehmen wir zukünftig nun auch für den Bereich der e-Mobilität. Hierzu bauen wir die E-Mobility Group auf, in der unsere Experten aus allen Funktionen weltweit gemeinsam an den besten e-Antrieben arbeiten,“ so Dr. Frank Reintjes, Mitglied des Bereichsvorstands von Daimler Trucks & Buses verantwortlich für Global Powertrain und Manufacturing Engineering.

Freightliner eCascadia und eM2 für die NAFTA-Region

Aber kehren wir noch einmal zurück zu diesen zwei vollelektrischen Lkw, die wir gerade angekündigt haben. Ich nehme an, dass Sie gespannt sind Näheres über die technischen Angaben zu erfahren.

Der Freightliner eCascadia basiert auf dem Cascadia, dem erfolgreichsten Lkw für schwere Langstrecken-Transporte (Class 8) auf dem nordamerikanischen Markt. 730 PS surren nahezu geräuschlos unter der für US-Trucks charakteristischen langen Haube. Die Batterien liefern mit 550 kWh genug Energie für eine Reichweite bis zu 400 km (250 Meilen) und lassen sich innerhalb von 90 Minuten auf rund 80 Prozent aufladen – um weitere 320 km (200 Meilen) zurückzulegen.

Der Freightliner eM2 106 kommt im lokalen Verteilerverkehr sowie im Zustellverkehr auf der letzten Meile zum Einsatz. Die Batterien der neuen e-Version stellen 325 KWh für bis zu 480 PS bereit. Die Reichweite des eM2 beträgt rund 370 km (230 Meilen). Die Batterien des Fahrzeugs lassen sich innerhalb von 60 Minuten auf rund 80 Prozent aufladen, ausreichend für eine Reichweite von rund 300 km (184 Meilen).

Und wie ich bereits erwähnt habe, geht es hier darum, mit unseren Kunden zu kooperieren und noch bessere Plattformen und Produkte zu entwickeln. Daher gehen noch in diesem Jahr insgesamt rund 30 Fahrzeuge dieser zwei Modelle an erste Kunden in den USA . Diese Innovationsflotte hilft Daimler Trucks North-America dabei, gemeinsam mit Spediteuren im täglichen Transportgeschäft weitere Einsatzmöglichkeiten für emissionsfreie Lkw zu erkunden.

First move the world

Zum Abschluss dieser hochinteressanten CMD-Veranstaltung in Portland möchte ich gern unseren Vorstandsvorsitzenden, Dr. Dieter Zetsche, zitieren:

First Move the World bedeutet, dass wir Fortschritte anstreben – wir wollen mutige Schritte ergreifen und positive Veränderungen bewirken. Darum sind wir so begeistert von den Möglichkeiten, die Konnektivität eröffnet. Darum wollen wir die Vorreiter im Bereich des autonomen Fahrens sein. Darum unterstützen wir mit Leidenschaft neue Mobilitätsdienstleistungen. Und darum treiben wir Elektromobilität voran.

Ich glaube, unsere Lkw-Sparte hat deutlich gemacht, dass sie grundsätzlich das lebt, wofür wir stehen.

„The times they are changing” ist nicht nur einer meiner Lieblingssongs von Bob Dylan, es ist der Soundtrack für die Zukunft von Mobilität, Transport und Logistik.


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