Gemeinsam wird man digital: Zusammenarbeit im Digital House

Ich glaube jeder, der bei Daimler arbeitet, ist mittlerweile mit dem Thema Digitalisierung in Berührung gekommen und kennt die neuen Rahmenbedingungen: Wir haben neue Wettbewerber und unsere Kunden erwarten mittlerweile in vielen Lebenslagen einen gewissen Grad an Digitalisierung.

Dazu benötigen wir neue Prozesse, neues Know-How und eine neue Denkweise, um mit den Geschwindigkeiten der digitalen Branche mithalten zu können. Durch das Vorbild digitaler Firmen, wie zum Beispiel Spotify, haben wir gelernt, dass wir produktverantwortliche Teams brauchen, die von Anfang bis Ende (oder wenn man es branchengerecht formulieren will: End2End) Produkte konzipieren, entwickeln und optimieren.

Ein Weg, diese Ziele zu erreichen, ist die Zusammenarbeit im Digital House der Bereiche Marketing und IT der Daimler AG sowie dem seit Juli 2017 konzerneigenen Digital-Partner Mercedes-Benz.io. Mit den Kollegen dort arbeiten wir in agilen und flexiblen Strukturen, um digitale Produkte zu entwickeln.

Gemeinschaftsbetrieb: #bettertogether

„Gemeinschaftsbetrieb“, das klingt ja erstmal gar nicht so fancy und digital. Auch in einem Eckpunktepapier, das zu der Vereinbarung des Gemeinschaftsbetriebs unterschrieben wurde, bekommt das Ganze nicht unbedingt mehr Sexyness. Die juristischen Klauseln bilden aber die rechtliche Grundlage dafür, dass wir über zwei Gesellschaften hinweg in gemischten Teams und in agilen und flexiblen Strukturen zusammenarbeiten dürfen.

Nehmen wir diese Attribute mal genauer unter die Lupe. Was genau macht den Zusammenschluss zweier Firmen „flexibel“ und „agil“?

#agil #flexibel #doneisbetterthanperfect

Agil verbinden viele erstmal mit neuen Ansätzen in der Software-Entwicklung, die zu mehr Transparenz und Flexibilität führen sollen. Für uns bedeutet es aber auch eine neue Herangehensweise an unsere täglichen Aufgaben: Wir arbeiten in selbstorganisierten Teams. Das heißt, dass wir die Aufgabe vorgegeben bekommen, wie wir diese genau umsetzen, entscheiden wir eigenständig im Team.

Dadurch können wir schneller auf neue Kundenanforderungen reagieren und am Kunden ausgerichtete Produkte zubauen. Und last but not least beinhaltet es das Credo: Einfach mal machen!

Und was machen wir einfach mal?

Ok, zugegeben! So einfach ist das Machen auch nicht immer und wenn ich genau erklären würde, was wir machen, dann würde das alleine wahrscheinlich drei bis vier Blogartikel benötigen. Aber hier mal eine kurze Zusammenfassung, womit wir uns beschäftigen:

Zum einen sind wir im Digital House für die Länderwebseiten von Mercedes-Benz Passenger Cars verantwortlich, die neu aufgesetzt wurde. Also von der Konzeption, Usertesting, Umsetzung bis hin zu Contentpflege und Marktbetreuung. 2017 sind wir damit in 22 Märkten live gegangen. Der Rollout von bis zu 30 Märkten ist für dieses Jahr geplant.

Außerdem arbeiten wir an einer Digital Commerce Plattform mit: einer Daimler-übergreifenden eCommerce Lösung für den Online Verkauf von Produkten und Services. Und wir entwickeln neue digitale Services, beispielsweise im Bereich Tanken oder Freizeitgestaltung, um Daimler als vernetzten Mobilitätsanbieter weiter zu stärken. Dabei beschäftigen wir uns nicht nur mit der Entwicklung von neuen Ideen, sondern sind von Anfang bis Ende (oder auch End2End) im Prozess dabei.

Das Bosch-Areal – die Wohngemeinschaft

Aber mal weg von den reinen inhaltlichen Themen, denn wir haben nicht nur neue Kollegen bekommen, sondern auch neue Büros, inklusive eines gemeinsamen Cafés. Im geschichtsträchtigen Bosch-Areal am Berliner Platz in der Stuttgarter Innenstadt haben wir im November 2017 unsere neuen Arbeitsplätze bezogen. Auch wenn der Name erstmal irritiert (wieso eigentlich Bosch?), ist es für uns das neue Zuhause geworden.

Wir arbeiten hier in sogenannten HomeZones, in denen wir nach Produkten und Aufgaben sortiert zusammensitzen. Innerhalb dieser HomeZones haben wir keine fest zugeordneten Arbeitsplätze und können uns den Platz nach dem Shared Desk Prinzip frei aussuchen. Neben der netten Abwechslung durch täglich neue Sitznachbarn haben wir auch einen wesentlich schnelleren Informationsaustausch. Neben dem Bosch-Areal in Stuttgart, gibt es noch weitere Standorte der Mercedes-Benz.io in Berlin und Lissabon. So kommen wir in dem Zusammenarbeitsmodell auf mittlerweile circa 250 Mitarbeiter.

Ein Kaffee am Morgen…

Also zusammengefasst: wir arbeiten zusammen und wir sitzen zusammen. Natürlich gibt es noch einiges zu tun und viel zu lernen um die Digitalisierung und die Zusammenarbeit voranzutreiben.

Zum Beispiel gibt es einmal wöchentlich ein gemeinsames Frühstück, bei dem wechselnd Kollegen den Kaffee zubereiten. Es gibt gemeinsame Seminare zu dem Thema „Achtsamkeit“ um dieses Prinzip als gemeinsame Arbeitskultur zu etablieren. Und man trifft sich nach der Arbeit zum gemeinsamen Pizzaessen.

Wir haben schon viel zusammen erreicht, trotzdem liegt noch einige Arbeit vor uns… Aber hey, wir sind ja agil und flexibel und das wollen wir so.


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Katharina Glaß arbeitet im Marketing von Mercedes-Benz Cars und dort im Digital House am Thema Customer Insights.

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