Duales Studium bei der Mercedes-Benz Bank – Ein Erstversuch

„Mama, ich werde nach Stuttgart ziehen und studieren!“ Was dieser Satz bedeuten würde, davon hatte ich an diesem Abend im Auto auf dem Heimweg nach Potsdam keine Ahnung. Ich hatte nach einem ganztägigen Assessement Center in Stuttgart gerade meine Zusage für einen Studienplatz bekommen. Und war begeistert und gespannt gleichermaßen!

Vom Gymnasium in Potsdam sollte es jetzt also für mich zur Mercedes-Benz Bank und an die duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) nach Stuttgart gehen. Und das auch noch als „Versuchskaninchen“ – als erste duale Studentin für BWL-Versicherung bei der Mercedes-Benz Bank.

Warum ich mich ausgerechnet für diesen Studiengang entschieden habe? Weil ich mich für den Bereich interessierte. Die Kombination aus Versicherung und Automobil hält für die Zukunft viele spannende Fragestellungen bereit. Bei deren Lösungen möchte ich mitwirken.

Das Vorpraktikum beginnt

Große Pläne also. An meinem ersten Arbeitstag im September hatte ich trotzdem ordentlich Nervenflattern, dutzende Gedanken schossen mir durch den Kopf: Wie werden die anderen Studenten sein? Sind die Kollegen nett? Was trägt man in einer Bank? Und wie schaffe ich es, dass mir niemand meine Aufregung anmerkt?

Nach dem ersten Kennenlernen der anderen Studenten und meiner zwei Betreuer begann ich aber schon, mich wohlzufühlen und fühlte mich bereit, in mein einmonatiges Vorpraktikum zu starten. Die Zeit soll uns eine Hilfe für die erste Praxisphase sein, indem wir uns mit Themen und Kollegen vertraut machen können.

In kleinen Hospitationen hatte ich die Möglichkeit, jedes Team im Versichersicherungsbereich kennenzulernen. Schon dadurch konnte ich erste Zusammenhänge in dieser Abteilung verstehen, die quasi wie ein eigenes kleines Unternehmen aufgebaut ist. Gleichzeitig durfte ich auch Vertriebsluft schnuppern und für vier Tage mit Versicherungsexperten und Bankberatern in die Niederlassungen fahren, um mit den Verkaufsleitern und Verkäufern über die Versicherungsprodukten zu sprechen.

Die ganze Abteilung war super aufgeschlossen und herzlich, sodass ich mich sofort willkommen gefühlt habe. Bereits da habe ich mich auf meine erste richtige Praxisphase gefreut, für die ich Produktmanagement Versicherung auswählte.

Los geht’s mit der Theorie

Vor dem ersten Tag an der Hochschule war ich dann wieder sehr aufgeregt. Als einzige Studentin aus dem Unternehmen habe ich mich in meinem Kurs ein bisschen wie eine Einzelkämpferin gefühlt. Die meisten meiner Studienkollegen sind ganz klassisch bei der Allianz oder der Sparkassen-Versicherung. Mein Studiengangleiter war dafür ganz begeistert zu hören, dass die Mercedes-Benz Bank zum ersten Mal auch in dieser Studienrichtung vertreten ist.

Generell erinnern mich die Rahmenbedingungen der dualen Hochschule sehr an meine Schulzeit. Die Kursgröße, der gesetzte Vorlesungsplan und die Räumlichkeiten sind ähnlich, wie ich es aus dem Gymnasium gewohnt war. Wir bekommen ein umfangreiches Basiswissen der Betriebswirtschaftslehre vermittelt, das jeder individuell auf sein Unternehmen übertragen soll.

Begleitend dazu lernen wir spezielle Versicherungsthematiken wie die Kalkulation von Schadenwahrscheinlichkeiten und Risiken sowie der Zusammensetzung von Prämien.

Verantwortung von Anfang an

Was ich an meinem dualen Studium bei der Mercedes-Benz Bank wirklich super finde: Auch wir jungen Kollegen bekommen schon die Chance, etwas in diesem großen Unternehmen zu bewegen und zu formen.

Einmal im Jahr organisiert die JAV (Jugend- und Auszubildendenvertretung) ein Zusammentreffen aller Auszubildenden und Studenten der drei Bank-Standorte. Am Ende der „Exchange Days“ werden Führungskräfte und Vorstandsmitglieder eingeladen, denen wir unsere erarbeiteten Ergebnisse präsentieren.

So geht es zum Beispiel darum, wie man die Ausbildung und das duale Studium bei der Mercedes-Benz Bank attraktiver bewerben könnte. Es wurde nach authentischen und kreativen Ideen gesucht, die jede Gruppe vor dem Vorstand pitchen durfte.

Die Idee unserer Gruppe einen Imagefilm zu drehen, wurde aufgegriffen und umgesetzt. Der fertige Imagefilm ist im vergangenen Jahr bereits auf den Social-Media-Kanälen veröffentlicht worden.

Individuell zugeschnitten

Am Ende jedes Praxiseinsatzes plane ich gemeinsam mit dem Personalbereich und meinen Ansprechpartnern aus dem Versicherungsbereich meine nächste Station. Wir überlegen, welche Abteilung Schnittstellen schafft und für mich fachlich am sinnvollsten wäre. Wir Studenten der Bank dürfen allgemein unsere Bereiche je nach unseren Stärken und Interessen wählen. Diesen Gestaltungsspielraum empfinde ich als eine große Chance.

Die Praxiseinsätze finden immer im 3 monatigen Wechsel zur Hochschule statt. Aktuell befinde ich mich in meiner letzten von insgesamt sechs Praxisphasen und schreibe bereits meine Bachelorarbeit. Ich habe Einblicke in den nationalen und internationalen Markt der Mercedes-Benz Welt aus Versicherungs- und Bankenperspektive erhalten.

Auch international konnte ich Erfahrungen sammeln

Diese Kombination finde ich besonders spannend. Ich lerne nämlich nicht nur spezifisches Versicherungswissen, sondern bekomme ein Gesamtverständnis für die Zusammenhänge innerhalb der Mercedes-Benz Bank.

Auslandsaufenthalt

Apropos international: Eines meiner absoluten Highlights während meines Studiums war bisher natürlich mein Auslandseinsatz in Kanada bei Mercedes-Benz Financial Services. Nie zuvor habe ich einen anderen Kontinent als Europa gesehen, und noch nie zuvor war ich für so eine lange Zeit außerhalb Deutschlands. Die Vorfreude war also besonders groß.

MBFS Kanada

Es ist so interessant, in demselben Unternehmen, aber in einem anderen Land zu arbeiten. Angefangen von den Rahmenbedingungen und der Arbeitsweise im Office bis hin zu den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kunden und angebotenen Versicherungsprodukten.

Im Büro in Kanada sind deutlich weniger Mitarbeiter als in Stuttgart, daher kennt jeder jeden und es ist noch familiärer. Außerdem ist der Markt für die ‚klassische‘ Autoversicherung durch länderspezifische Richtlinien deutlich komplizierter. Das Geld wird in Kanada hauptsächlich durch Nebendienstleistungen verdient. Es ist unfassbar spannend, diese Unterschiede wahrzunehmen.

Glücklicherweise hatte ich dort auch die Möglichkeit, die andere Kultur kennenzulernen. Neben tollen Städten wie Toronto, Montreal und New York City habe ich verschiedene kanadische Nationalparks in den Anfängen des bekannten „Indian Summer“ erkunden können.

Mein Fazit

Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich kaum glauben kann, was alles seit dem Abend passiert ist, an dem ich die Zusage für meinen Studienplatz bekommen habe. Nicht nur der Auslandsaufenthalt in Kanada, sondern das gesamte duale Studium bei der Mercedes-Benz Bank haben mir extrem geholfen, mich weiterzuentwickeln.

Schon jetzt kann ich rückblickend sagen, dass ich froh bin, mich für das Studium „BWL-Versicherung“ entschieden zu haben. Ich hatte die Chance etwas mitzuentwickeln und vor allem mich selbst weiterzuentwickeln. Ich konnte nicht nur mein fachliches Wissen erweitern, sondern ebenfalls mein Selbstbewusstsein stärken. Schon jetzt fühle ich mich für künftige Aufgaben bei der Mercedes-Benz Bank gewappnet.


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Lisa-Marie Schleussner ist duale Studentin bei der Mercedes-Benz Bank. Sie absolviert im 3. Studienjahr den Studiengang BWL-Versicherung. Zur Zeit schreibt sie an ihrer Bachelor-Arbeit.

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