Elektromobilität: Wir geben „Strom“

Wie geht es bei Mercedes-Benz und smart mit der Elektro-Offensive voran? Wie lautet die Strategie dahinter? Und wie sieht das aktuelle und künftige Portfolio unserer Produkt- und Technologiemarke EQ aus? Auf dem Genfer Auto Salon haben wir Journalisten Einblicke in unseren „Elektrofahrplan“ gegeben.

Die nächsten Schritte: Die batterieelektrischen Modelle von smart sind die ersten Serienfahrzeuge der Mercedes-Benz Cars EQ Familie. Außerdem werden wir künftig neue EQ Power Plug-in-Hybridantriebe im Programm haben.

Wir bei Daimler sind überzeugt: Elektrifizierten Antrieben gehört die Zukunft! Nicht nur, weil sie dazu beitragen, lokal die Stickoxid-, Kohlendioxid- und Geräuschemissionen zu senken – sie machen auch einen Riesenspaß.

Drei Säulen für die Elektromobilität

Wenn Sie schon einmal die Gelegenheit hatten, eines unserer Elektro-, Hybrid- oder Brennstoffzellen-Autos zu fahren, werden Sie mir sicherlich zustimmen. Volles Drehmoment vom Start weg, entspanntes Cruisen und kraftvolles Boosten – das möchte man eigentlich schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen.

Als Erfinder des Automobils haben wir den Anspruch, im Rahmen unserer CASE-Strategie Elektromobilität in all seinen Facetten maßgeblich zu gestalten und voranzutreiben.

So haben wir das Tempo bei der Entwicklung von alternativen Antrieben noch einmal deutlich erhöht und wollen bis 2022 über 50 elektrifizierte Fahrzeugvarianten im Programm haben.

Hinzukommen mehr als zehn reine Elektro-Modelle – vom Stadtauto bis zum großen SUV. Das alles verknüpft mit einem Ökosystem von Services und Technologien, dank derer es künftig ganz einfach sein wird, mit einem elektrifizierten Fahrzeug unterwegs zu sein.

Dabei möchten wir jedem Kunden genau das Angebot bieten, das zu ihm passt. Wir gehen dazu dreigleisig vor:

EQ BOOST

Die erste Säule unserer Antriebsstrategie nennen wir EQ BOOST. Dahinter verbergen sich effiziente High-Tech-Verbrennungsmotoren, die wir durch Startergenerator und 48-Volt-Bordnetz noch verbrauchsärmer machen.

Dabei erzielen wir Einsparungen, die bislang der Hochvolt-Hybridtechnologien vorbehalten war. Mittelfristig werden wir in jeder Baureihe von Mercedes-Benz Pkw mindestens eine EQ BOOST-Variante anbieten.

48-Volt-Batterie – Elektrifizierend und effizienzsteigernd

Plug-in-Hybridantrieb

Die zweite Säule umfasst unsere Fahrzeuge mit Plug-in-Hybridantrieb – für uns die Schlüsseltechnologie auf dem Weg zum emissionsfreien Fahren. Schon heute haben wir acht Fahrzeugmodelle mit dieser Antriebsform auf der Straße. Und es werden noch mehr:

Später im Jahr kommen unsere ersten Diesel-Plug-in-Hybride für die C- und E-Klasse auf den Markt, die in Genf als Vorserienmodelle stehen. Dieser Antrieb basiert auf unserem Vierzylinder-Diesel der jüngsten Generation, dessen hohe Effizienz von unabhängigen Testern und Autojournalisten mehrfach bestätigt wurde.

Mercedes-Benz Vorserienmodell

 

Mercedes-Benz Vorserienmodell

Darüber hinaus zeigen wir in der Schweiz unseren S 560 e, der mit unserer neuen Plug-In-Hybrid Generation und weiterentwickelter Betriebsstrategie bis zu 50 Kilometer rein elektrisch fahren kann.

S 560 e (Kraftstoffverbrauch kombiniert 2,1 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert 49 g/km*)

Unsere Plug-in-Hybride bezeichnen wir übrigens mit den Begriffen EQ POWER beziehungsweise EQ POWER+. EQ Power+ steht dabei für unsere Performance Hybridtechnologie, die speziell in Mercedes-AMG-Fahrzeugen, wie beispielsweise dem Mercedes-AMG Project ONE sowie in unseren Formel 1-Boliden zum Einsatz kommt.

Auch die Brennstoffzelle ist und bleibt ein wesentlicher Bestandteil unserer Elektrooffensive. Unser Vorserienfahrzeug GLC F-CELL ist das weltweit erste Elektrofahrzeug, das Brennstoffzellen- und aufladbaren Plug-in-Batterieantrieb kombiniert.

Mercedes-Benz Vorserienmodell GLC F-CELL

Es bietet sehr hohe Reichweiten bei extrem kurzen Betankungszeiten und soll noch in diesem Jahr an erste Kunden in Deutschland ausgeliefert werden.

EQ

Die dritte Säule sind unsere rein batterieelektrisch angetriebenen Autos, die wir unter EQ anbieten. Dazu zählen beispielsweise unsere Elektro-Fahrzeuge smart EQ fortwo und forfour sowie der EQC, den wir noch dieses Jahr vorstellen werden.

smart EQ fortwo edition nightsky Stromverbrauch kombiniert: 13,0 – 12,9 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0g/km

Einen ersten Eindruck vom ersten Mercedes-Benz EQ gibt dieses Video, das während der Winterfahrerprobung in Schweden entstanden ist:

Ein Baukasten – unzählige Varianten

Basis der künftigen großen Elektrofahrzeuge unter dem Dach von EQ ist unsere neue modellübergreifend modulare Antriebsarchitektur. Sie ist in jeder Hinsicht skalierbar – zum Beispiel in puncto Radstand, Spurweite und Batterien.

Unser Systembaukasten für unsere EQ BOOST und EQ POWER-Fahrzeuge beinhaltet neben modernen Vier- und Sechszylinder-Diesel und -Benzinern, elektrische Module für unsere Plug-in-Hybride, ein spezielles Getriebe, Allradantriebskonzepte sowie Startergeneratoren und Komponenten für das 48-Volt-Bordnetz.

Großes Investment in die Mobilität der Zukunft

Dass wir es ernst meinen, sieht man an unseren Investitionen in die Elektrifizierung: Allein für den Ausbau unserer EQ-Modellpalette geben wir bis 2022 rund zehn Milliarden Euro aus.

Hinzukommen rund eine Milliarde Euro für die Erweiterung unseres globalen Batterie-Produktionsverbundes. Davon fließen allein 500 Millionen Euro in den Bau einer zweiten Fabrik für Batterien bei unsere Tochter Accumotive im sächsischen Kamenz.

Parallel dazu laufen hinter den Toren unserer Werke die Vorbereitungen für die Fertigung unserer künftigen EQ-Modelle. In sechs Produktionsstätten auf drei Kontinenten werden sie künftig vom Band laufen – und zwar auf einer Linie mit herkömmlichen Verbrenner-Fahrzeugen.

Wir schätzen, dass im Jahr 2025 bis zu einem Viertel aller Autos, die wir bei Mercedes-Benz Cars absetzen, Elektrofahrzeuge sein werden.

Elektromobilität allumfassend denken

Doch nur die passenden Fahrzeuge und Komponenten im Angebote zu haben, reicht natürlich nicht aus. Elektromobilität wird sich nur dann in großem Stil durchsetzen können, wenn Kunden ihr Auto überall schnell und bequem aufladen können.

Dazu sind vor allem zwei Dinge wichtig. Technologien und Services, die das Betreiben von elektrifizierten Fahrzeugen so einfach wie möglich machen. Und eine dicht geknüpfte Ladeinfrastruktur.

Daran arbeiten wir mit Hochdruck. So treiben wir beispielsweise in unserem Joint Venture IONITY den Ausbau eines leistungsstarken Schnellladenetzes in Europa voran: Bis 2020 sollen hier europaweit an wichtigen Verkehrsachsen bis zu 400 Ladestationen entstehen.

Zudem haben wir uns am US-amerikanischen Ladelösungsanbieter ChargePoint beteiligt, der in den Vereinigten Staaten mit mehr als 33.000 Ladespots ein führender Anbieter bei Ladelösungen ist.

EQ nimmt Fahrt auf

Sie sehen: Beim Thema Elektrifizierung stehen bei uns alle Ampeln auf „Grün“. Mit unseren EQ BOOST-, EQ POWER-, EQ POWER+- und EQ- Fahrzeugen bieten wir bereits heute vielfältige Möglichkeiten, nachhaltig, lokal emissionsfrei und mit viel Fahrspaß unterwegs zu sein.

Und es kommen weiter hinzu. Vielleicht denken auch Sie darüber nach, umzusteigen? Sie haben die Wahl!

Hier finden Sie weitere Informationen rund um die CASE-Aktivitäten von Daimler.


* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch“ neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.


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Wilko Stark ist Leiter Strategie Daimler und Mercedes-Benz Cars & CASE.

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