Femtastic Five: Frauenpower im Fünferpack

30 Studentinnen + ein Start-up + Daimler = Eine echte Erfolgsformel, wenn ihr mich fragt! Als eine der Ersten war ich bei der neuen Innovationswerkstatt des „Femtec Careerbuilding“-Programms dabei – und habe gemeinsam mit anderen tollen Tech-Frauen an neuen Ideen getüftelt. Ein großartiger Roadtrip.

„Femtastic Five“ – so haben wir unser Team genannt: Annette ist Fahrzeugtechnikstudentin aus Dresden, Nora angehende Mathematikerin aus Darmstadt, Naomi und Nicole studieren Informatik in München beziehungsweise Zürich, und ich bin Wirtschaftsingenieurin aus Karlsruhe. Fünf Studentinnen, fünf Städte, ein Projekt.

Wir alle sind Teilnehmerinnen der Karriereplattform Femtec – und Stipendiatinnen der dazugehörigen Innovationswerkstatt, die im September 2017 an den Start ging. Klingt kompliziert? Ist es gar nicht. Für uns fünf war es eine großartige Erfahrung. Aber der Reihe nach.

Frauen, Technik und Karrieren

Die Femtec GmbH gibt es seit 2001. Ihr Ziel: Frauen in Ingenieur- und Naturwissenschaften erfolgreich machen. Und natürlich: Nachwuchs generieren! Deshalb setzt Femtec schon früh an und lädt Studentinnen der neun führenden technischen Universitäten in Deutschland sowie der Technischen Hochschule Zürich jedes Jahr ein, sich für das Careerbuilding-Programm  zu bewerben. Ich selbst bin seit Anfang 2017 dabei.

Und was hat Daimler damit zu tun? Lest dazu am besten den Blog-Beitrag der Koordinatorin Inessa Agapova:  Sie schreibt über den Startschuss der Kooperation zwischen geballter Frauenpower und der Daimler AG. Im September fand der Kick-off der Innovationswerkstatt statt. Im Rahmen dieses Moduls bearbeiten 30 Studentinnen in Teams reale Fragestellung eines Femtec-Partnerunternehmens. So erhalten wir „Femteclerinnen“ einen Einblick in das Innovationmanagement und die Projektplanung des jeweiligen Unternehmens. Und die Persönlichkeiten, die ich auf Events und Veranstaltungen treffe, inspirieren mich jedes Mal aufs Neue!

So entstand auch die Zusammenarbeit zwischen meinem Team, vier kooperierenden Bereichen bei Daimler und dem Start-up NavVis. Die Gründer von NavVis haben ein mobiles 3D-Scan-Gerät entwickelt, mit dem sich ganze Gebäude in hochauflösenden Panoramen und 3D Punktewolken erfassen lassen. Anhand dieser Daten können sich Nutzer, ähnlich wie bei Google Street View, virtuell durch Hallen und Räume navigieren. Das Ganze ist quasi ein Navi für drinnen.

Unsere Aufgabe war es nun, eine innovative Anwendung von NavVis bei Daimler zu finden. Mit einem nachhaltigen Mehrwert für den Konzern. Super spannend war die Arbeit mit Daimler. Einfach beeindruckend, was für einen offenen Einblick wir in das Unternehmen erhalten haben. Die Mitarbeiter arbeiteten direkt und sehr unkompliziert mit uns zusammen – eine große Hilfe. Meine Begeisterung für die Automobilbranche wächst von Tag zu Tag. Ebenso meine Neugierde, wie die Mobilitätslösungen der Zukunft aussehen.

Design Thinking im Praxistest

Während des Kick-Offs in Berlin starteten wir hoch motiviert mit dem ersten Brainstorming. Gerade hatten wir das Konzept „Design Thinking“ kennengelernt, jetzt konnten wir es direkt anwenden. Dabei geht es um kreative Problemlösung im Team. Fleißig hielten wir Gedanken und Ideen fest – bis unser Plakat unter Unmengen bunter Post-its nicht mehr zu sehen war. An dieser Stelle erkannten wir die Herausforderung: Wie identifizieren wir unter all den Ideen nun die innovativste, erfolgreichste, nachhaltigste?

Auf dem Programm standen zum Glück noch einige gemeinsame Tage mit Unternehmensexkursionen, nach Zürich und Stuttgart Wir nutzten die langen Busfahrten für intensive Diskussionen – und einigten uns auf drei favorisierte Ideen.

  • Erstens: Kommunikation über Virtual Reality.
  • Zweitens: Informationsaufbereitung in Form eines Dashboards.
  • Und drittens: eine Vision im Bereich des Talentmarketings.

Mit diesen Ansätzen im Gepäck verabschiedeten wir uns, jede fuhr zurück in ihre Universitätsstadt.

Von nun an kamen zu Klausuren, Projekten und Bachelorarbeiten immer wieder Daimler Innovationssessions: Jeden Montagabend hatten Naomi, Nora, Anette, Nicole und ich ein „Skype Date“. Dabei wurde weiterdiskutiert, abgestimmt und Arbeitspakete verteilt.

Jeder übernahm einen Teil der anstehenden Aufgaben: Interviews führen, Gesprächsleitfäden konzipieren oder Onepager verfassen. Als die Zwischenpräsentation bei Daimler immer näher rückte, merkten wir alle: Arbeiten über Skype ist eben doch „was Anderes“, als sich persönlich gegenüberzusitzen. Was wir brauchten, war ein kompletter Tag gemeinsamer Zeit, um das Präsentationskonzept zusammenzustellen.

Skype ist nicht genug

Unter dem Motto „Skype ist nicht genug“ verabredeten wir uns an einem Sonntag in Stuttgart – mehr oder weniger die Mitte zwischen unseren Wohnorten. Da allerdings keine von uns Zugang zu den Stuttgarter Unigebäuden hatte und es in Strömen regnete, war Flexibilität gefragt. Unser Arbeitsort: der Starbucks mitten in der Innenstadt.

Hier verbrachten wir den Tag – von morgens bis abends. Zwischen Kaffees und kurzen Kreativitätspausen bereiteten wir uns auf den Tag der Zwischenpräsentation vor. Ziel war es, unsere Idee kurz, knackig und präzise zu pitchen. Im anschließenden zehnminütigen Feedback sollten kritische Meilensteine und nächste Schritte geklärt werden. 

Am Tag vor der Präsentation gingen wir mit Inessa und Oli, unseren Daimler Koordinatoren, nochmal alles durch. Am nächsten Morgen erhielten wir in einer Generalprobe den letzten Feinschliff durch den Design Thinking-Coach Frank.

Vollgas bis zum Schluss

Endlich war es so weit: Wir präsentierten eine erste Vision unserer Idee. Im Fokus standen das Talentmarketing – und ein neues, innovatives Tool für daimler.com. Durchweg positives Feedback der Zuschauer! Genau diesen Weg würden wir bis zur Abschlusspräsentation im Februar weitergehen. Stolz und zufrieden verfolgten wir die Pitches der anderen fünf Teams.

Die Ideen, die im Rahmen der Innovationswerkstatt bei Daimler entstanden sind, begeistern mich unglaublich. Obwohl wir alle – 30 Frauen – an genau dem gleichen Ausgangspunkt starteten, kristallisierten sich sechs komplett unterschiedliche, jede für sich geniale Ideen und Lösungskonzepte heraus. Daran werden wir mit Hochdruck weiterarbeiten. Dr. Gerd Schlaich, Centerleiter der Fabrikplanung, brachte es bei seiner abschließenden Motivationsrede auf den Punkt: „Gebt Vollgas!“ Und das tun wir – auch über die Innovationswerkstatt hinaus.

Und wie unsere Abschluss-Präsentation lief, lest ihr demnächst auch hier auf dem Daimler Blog!


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Leonie Beck studiert Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie. Derzeit schreibt sie ihre Bachelorarbeit am Institut für Fahrzeugsystemtechnik. Seit Anfang 2017 ist sie Teil des Femtec Careerbuilding Programmes und aktuelle Teilnehmerin der Innovationswerkstatt bei Daimler. Besonders Events und das Netzwerk der Femtec inspirieren und begeistern sie.

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