mobiCOIN: Für’s umweltschonende Fahren doppelt belohnt werden

Als ich im Intranet den Aufruf nach Testfahrern für das mobiCOIN-Projekt gesehen habe, war für mich gleich klar: Da will ich mitmachen! Das Prinzip ist einfach: Über einen Zeitraum von drei Monaten so umweltfreundlich wie möglich mit meinem Mercedes GLC fahren. Sollte machbar sein. Die Testphase startet Mitte/Ende Februar, ich darf die App schon ein paar Tage vorher testen.

Dabei werden die Daten aus meinem Fahrzeug erfasst, in sogenannte mobiCOINs, die Kryptowährung von DAIMLER, umgerechnet und in einer App gespeichert. Als Testfahrerin kann ich tolle Preise gewinnen. Ob ich die COINs später weitergeben kann, ist jedoch nicht bekannt. Umso gespannter bin ich auf die Umsetzung des Konzepts und auf den dahinter stehenden Wert.

Also, je umweltfreundlicher ich fahre, desto mehr mobiCOINs kann ich sammeln – logisch.

So sieht die App aus

Für mich kommt diese Testphase wie gerufen. Ich komme aus dem Schwarzwald, bin sportlich und naturverbunden. In meiner Heimat geht beides: Sportliches Fahren durch wunderschöne Landschaften – was ich zugegebenermaßen auch immer wieder gerne mache. Aber natürlich habe ich auch ein grünes Gewissen. Wie sieht unsere Welt in 20 Jahren aus, wenn wir weiter auf bedingungsloses Wirtschaftswachstum setzen, ohne Rücksicht auf die Natur und ihre Ressourcen?

Dass ich jetzt so einfach die Möglichkeit habe, meinen eigenen Beitrag für mehr Umweltschutz zu leisten, etwas lernen kann und dabei im besten Fall auch noch etwas verdiene –großartig! Außerdem weiß ich selbst, wie wichtig es bei einem neuen Projekt ist, das Feedback von Nutzern miteinfließen zu lassen. Ich arbeite an der Digitalisierung von Richtlinien im Bereich Finanzen und Controlling. Glaubt mir, dafür Testuser zu finden, kann auch manchmal ganz schön mühsam sein… Ich greife den Kollegen also gerne unter die Arme.

App installieren

Nachdem ich mich also über den Intranet-Link angemeldet habe, bekomme ich ein paar Tage später eine Mail mit einem Registriercode, um mein Fahrzeug anzumelden. Dann noch die App installieren und los geht’s!

Ab jetzt sendet das Auto Daten an die App, ich kann alle Funktionen nutzen und: mich mit anderen Fahrern vergleichen! Die mobiCOIN-App bietet sogar echte Challenges! Ich kann sehen, wie meine ~500 Kollegen fahren, wer gut performt, also am Umweltschonendsten fährt, und wie viele mobiCOINs die anderen schon gesammelt haben. Jetzt will ich natürlich gewinnen, klar.

Vor allem, weil die Preise für das mobiCOIN-Projekt wirklich cool sind. Aktuell bieten sie den Gewinnern zum Beispiel VIP-Tickets für ein DTM-Rennen, Karten für das MercedesCup-Finale und – mein absolutes Highlight: Einen Besuch auf der Fashion Week in Berlin! Da will ich hin. Ab jetzt ist natürlich mein Sportsgeist geweckt.

Umweltschonend fahren – wie war das nochmal?

Wie schon erwähnt, ich fahre gerne schnell und habe bei meinem Auto auch nicht die niedrigste Motorisierung gewählt. Permanent umweltschonend bin ich das letzte Mal wahrscheinlich in der Fahrschule gefahren. Aber die wichtigsten Punkte hab ich natürlich im Kopf und die sind zum Glück auch in der App angegeben: Ausrollen lassen, gleichmäßig fahren, wenig bremsen. Also auf zur ersten Testfahrt!

Dafür wähle ich meine Haus- und Hof-Strecke zur Arbeit. Rund 14 km, vor allem Autobahn und Bundesstraße, das dürfte nicht allzu schwer sein. Als ich das letzte Mal die Strecke gefahren bin, habe ich mickrige 1,4 „Bonus-Kilometer“ heraus gefahren. Das geht ja wohl besser.

Kaum bin ich vom Parkplatz gefahren, geht es auf die erste Ampel zu. Ich sehe natürlich, dass sie rot ist und lasse schon 100 Meter vorher mein Auto ausrollen. Natürlich checke ich schon auf den ersten Metern, wie sich die Farbgebung bei meinem ECO-Display ändert und siehe da: Wenn ich ausrollen lasse, leuchtet der entsprechende Bereich grün auf.

In meiner App tut sich während meiner ersten mobiCOIN-Fahrt übrigens gar nichts. Meine Beifahrerin beobachtet die App auf meinem Handy mit Adleraugen, aber wie umweltfreundlich man gefahren ist, erfährt man wohl erst nach Ende der Fahrt. Auch hierbei haben sich die Entwickler natürlich was gedacht – Finger weg vom Handy im Straßenverkehr!

Danach geht es weiter auf die Bundesstraße. Ich merke, wie die App sofort mein Fahrverhalten positiv beeinflusst. Vor mir fährt ein LKW. Und anstatt dicht aufzufahren und hektisch nach der nächsten Überhol-Möglichkeit zu suchen, rolle ich einfach gemütlich hinterher. Um meine Umwelt-Werte noch weiter zu verbessern schalte ich den Motor außerdem auf ECO – zum ersten Mal, zugegebenermaßen.

Ich merke sofort, wie mein Auto schwächer zieht beim Gas geben, aber der Blick auf’s ECO-Display gibt mir wieder recht: Ich bin gerade mal einen Kilometer unterwegs und habe schon 1,7 Bonus-Kilometer eingefahren. Also mehr als am Morgen auf der ganzen Strecke. Wirklich cool, aber auch bedenklich wenn man sich überlegt, wie man sonst so auf der Straße unterwegs ist.

Auf der Autobahn lasse ich’s dann auch ganz gemütlich angehen. Rechte Spur, entspannte Musik und einfach mitschwimmen. Klar, jetzt habe ich auch Zeit. Wenn ich allerdings ehrlich bin, könnte ich auch morgens auf dem Weg zur Arbeit langsamer und damit umweltfreundlicher fahren. Bei dem dichten Verkehr morgens vermute ich, dass meine Ankunftszeit die gleiche wäre.

Meine Testfahrt ist fast vorbei, ich fahre gemächlich in Richtung Autobahn-Ausfahrt. Meinem Hintermann geht das zu langsam, er beschleunigt nochmal und zieht kurz vor Ende des Verzögerungsstreifens vor mir rein. Ich kann ihn verstehen – normalerweise hätte ich’s genauso gemacht. Bisher. Jetzt will ich erstmal drei Monate artig fahren, um jede Menge mobiCOINs zu sammeln. Allerdings erhoffe ich mir für mich selbst auch eine Art Umerziehungs-Effekt, um auch in Zukunft umweltschonender zu fahren.

Challenge accepted!

Mitte/Ende Februar beginnt voraussichtlich die Testfahr-Phase, neben mir durften aber noch ein paar andere Kandidaten vor dem offiziellen Start mit der App ein wenig herumspielen. Ich habe die Zeit natürlich genutzt, um meinen Fahrstil noch weiter zu verbessern und siehe da – die ersten Tage war ich sogar auf Platz eins der Overall-Challenge! Dazu musste ich aber RICHTIG ökologisch fahren. Dabei habe ich auch festgestellt: Wenn ich diesen Fahrstil behalte, beginnt die ECO-Anzeige grün zu leuchten. Das Leuchten kannte ich zuvor nicht, umso mehr bin ich davon fasziniert.

 

Jetzt freue ich mich erstmal darauf, gegen die anderen Test-User anzutreten. Schließlich lautet mein Ziel weiter: Nächste Ausfahrt Fashion Week! Ob das klappt, darüber halte ich euch in den kommenden Wochen hier auf dem Laufenden.


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Dieser Text wurde von Nina Benz geschrieben. Sie arbeitet bei Daimler an der Digitalisierung von Richtlinien im Bereich Finanzen und Controlling. Privat hat sie sich dem Sport verschrieben und ist je nach Jahreszeit entweder auf dem Rad, zu Fuß, im Wasser oder mit den Ski auf der Piste unterwegs.

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