Zum Mitreden: Die Top-Begriffe der Jahrespressekonferenz

EBIT, CASE, Q&A, hä? Die Jahrespressekonferenz gehört zu den wichtigsten Events bei Daimler, aber bei all den Abkürzungen und Zahlen dröhnt uns ganz schön der Kopf. Geht’s euch auch so? Dann wollen wir, die Daimler-Praktis Nazli und Lukas, Licht ins Dunkel bringen und ein paar Einblicke in die Begriffe und den Ablauf geben.

Die JPK ist für die Daimler AG ein Mittel zur Öffentlichkeitsarbeit. Es geht um die Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres (übrigens unser bisher erfolgreichstes!) und um einen Ausblick auf das kommende Jahr. Kurz gesagt: Alles dreht sich um ZDF – nein, das steht nicht für das Zweite Deutsche Fernsehen, sondern vielmehr für Zahlen, Daten und Fakten.

Die Gastgeber der Daimler-Jahrespressekonferenz: Bodo Uebber (CFO), Dieter Zetsche (CEO), und Martin Daum (Trucks)

Dafür haben Dieter Zetsche (CEO), Bodo Uebber (CFO) und Martin Daum (Trucks) in die Carl-Benz-Arena in Stuttgart eingeladen, um die aktuellen Geschäftszahlen zu präsentieren. Ihnen gegenüber: Rund 120 Journalisten, die unsere Chefs beim anschließenden Q&A auch mit kritischen Fragen löcherten – darauf wurden sie von unserer Kommunikations-Abteilung wie vor jedem großen Event vorbereitet. Aber wozu überhaupt eine Jahrespressekonferenz? Heute findet man doch alles im Internet?

Nein, die Journalisten wollen die neuesten Informationen nicht aus dem Internet erfahren, sondern selbst veröffentlichen – am Besten als erstes Medium. Aus diesem Grund ist die JPK entscheidend, hier bekommen die Journalisten wichtige Informationen zu EBIT, Absatz, Umsatz, Unternehmensstrategie und weiteren wichtigen Geschäftskennzahlen und können Fragen stellen. So viele Fachbegriffe sorgen bei uns für Kummer. Aaaaaber – selbst ist der Praktikant und das bedeutet: Recherche!

EBIT – die wichtigste Kennzahl des Unternehmens

EBIT steht für „Earnings Before Interests and Taxes“ – also für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Diese Kennzahl dient dazu, die Profitabilität eines Unternehmens zu messen und international zu vergleichen. Denn Unternehmen wie Ford oder Toyota gehen zwar einer ähnlichen Geschäftstätigkeit nach, sitzen aber in Ländern mit anderen Steuersätzen. Dank des EBIT lässt sich der Erfolg trotzdem vergleichen. Die Daimler AG hat heute Morgen ein neues Rekord-EBIT von 14,7 Milliarden Euro verkündet. Nur zur Verdeutlichung: Wir als Praktikanten müssten über 900.000 Jahre arbeiten, um ein solches Ergebnis zu erzielen!

So, und wie sieht es mit dem Absatz und Umsatz aus?

Absatz und Umsatz

Der Umsatz ist der Gesamtwert der verkauften Fahrzeuge und Dienstleistungen. Also das, was unser Absatz wert ist. Und die Zahlen sprechen für sich: Im Geschäftsjahr 2017 haben wir rund 3,3 Millionen Pkw und Nutzfahrzeuge weltweit verkauft. Damit behaupten wir nicht nur die Pole–Position unter den Premiumherstellern, wir bauen sie sogar aus. Bei einer Steigerung des Absatzes um 9 Prozent heißt das: Die Daimler AG hat mithilfe aller Mitarbeiter 279.979 Autos mehr im Vergleich zum Vorjahr verkauft – das entspricht mehr als der Einwohnerzahl Freiburgs.

Mehr Absatz bedeutet (fast immer) auch mehr Umsatz: Durch den steigenden Absatz konnten wir heute mit 164.330 Mio. Euro auch eine Umsatz-Steigerung um 7% präsentieren.

Spätestens hier stellt sich die Frage: Was ist unser Erfolgsrezept?

CORE – CASE – COMPANY – CULTURE

Seit Beginn unseres Praktikums hören wir diese Wörter und immer wurde uns erklärt, es sei DIE Unternehmensstrategie. Das Beste oder nichts also? So ziemlich. Auf jeden Fall schneller – flexibler – innovationsfreudiger. Ein kurzer Überblick:

CORE“ steht für unser Kerngeschäft, also für alle fünf Geschäftsfelder, in denen Daimler aktuell tätig ist: Autos, Trucks, Vans, Busse und Finanzdienstleistungen. Darin waren wir im vergangenen Geschäftsjahr 2017 so erfolgreich wie noch nie. Daimler hat heute Bestwerte bei Absatz, Umsatz und EBIT präsentiert – das ist der Verdienst aller rund 289.300 Mitarbeiter und die Grundlage für unsere vier Zukunftsfelder CASE.

CASE: Ein Blick auf das Bühnenbild genügt, um Lust aufs Fahren zu bekommen. Sinnbildlich dafür stehen dort die auf der NAIAS in Detroit neu präsentierte G-Klasse und der smart Vision EQ fortwo unseren Vorständen zur Seite. Das Auto der Zukunft soll vernetzt, autonom sowie emissionsfrei sein und die Möglichkeit für Shared Mobility bieten – einfach CASE! Aber was heißt das jetzt wieder?

  • Durch „C-onnected“ wird die Vernetzung zum Kunden per App, Website oder direkt im Auto hergestellt. Auf diese Weise erkennen Autos freie Parklücken und für uns bedeutet das: Nie wieder stundenlang in der Stuttgarter Innenstadt nach Parkmöglichkeiten suchen!
  • So ganz „A-utonomous“ können die Pkw zwar noch nicht fahren, aber die Technologie eröffnet uns für die Zukunft ganz neue Möglichkeiten: Mehr Zeit, die unsere Kunden auf der Straße sinnvoll nutzen können, mehr Sicherheit und Komfort sind nur einige Stichpunkte.
  • S-haring & Services“ unterstützt den Wunsch nach mehr Flexibilität. Wenn man sich als Praktikant kein Auto leisten kann oder lieber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, aber trotzdem ab und zu ein Fahrzeug braucht, ist das mit Carsharing, wie z. B. mit car2go möglich.

  • Die Zukunft ist „E-lectric“, also werden wir bei Daimler bis 2022 mehr als zehn batterie-elektrische Pkw auf den Markt bringen und die E- Mobilität fördern, damit wir unsere Fahrzeuge in Zukunft einfach an der Ladesäule laden können.

Mit Initiativen wie „Leadership 2020“ können wir auch beim dritten C, der „CULTURE“, einiges im Bereich der Unternehmenskultur aufweisen. Ihr fragt euch, was „Leadership 2020“ ist? Wir wollen eine neue Führungskultur – in einigen Bereich mehr, in anderen weniger. Dazu brauchen wir Veränderungen, die wir nur gemeinsam schaffen werden, um uns positiv von anderen Unternehmen abzuheben. Mit dem vierten „C“ schließt sich der Kreis: Es steht für die Unternehmensstruktur: „COMPANY“.

Unser Fazit

Uns Praktikanten wird die Jahrespressekonferenz auf jeden Fall in Erinnerung bleiben. Für uns war es super spannend, die „Promis“ bei Daimler live zu erleben und Teil dieses Events gewesen sein zu dürfen, auch wenn es die Beteiligten viel Zeit und Nerven gekostet hat. Eines steht allerdings fest: Monatelange Organisation hat sich bezahlt gemacht – bei einem Umsatz von 164,3 Mrd. Euro gleich doppelt.

Ach ja, falls Ihr keine Möglichkeit hattet, die Jahrespressekonferenz 2018 zu verfolgen, dann könnt Ihr Sie hier nochmal anschauen.


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Dieser Artikel wurde von Lukas Bubeck und Nazmiye Kazan geschrieben. Lukas ist Praktikant in der Finanz-und Strategiekommunikation und hat Kommunikationswissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg studiert. Nazmiye ist Praktikantin in der Unternehmenskommunikation und hat Medienbildung, Audiovisuelle Kultur und Kommunikation an der Universität Magdeburg studiert.

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