„JuniorCup“ Titelverteidigung – Ja, wir haben es geschafft!

Der Mercedes-Benz „JuniorCup“ ist auch für die Auszubildenden der Daimler AG ein fester Termin im Kalender. Denn zu Jahresbeginn trifft sich im Glaspalast Sindelfingen mit Teams wie dem VfB Stuttgart, FC Bayern München und Panathinaikos Athen nicht nur die Elite des internationalen Junioren-Fußballs. Gleichzeitig findet auch das Azubi-Turnier statt, bei dem Teams aus zehn Daimler-Werken gegeneinander antreten, um den begehrten Pokal zu ergattern.

Meine Vorfreude auf das Fußball-Turnier war wie im letzten Jahr riesig, denn der „JuniorCup“ ist ein echtes Highlight und der perfekte Start ins Jahr. In so einer Halle wie dem Sindelfinger Glaspalast vor mehreren Tausend Zuschauern mit solch einer Stimmung zu spielen, ist einzigartig.

Vor allem wenn das Finale von so einer Spannung geprägt ist und den perfekten Abschluss hat: Die Titelverteidigung und damit den zweiten Titel in meinem zweiten Jahr bei der Untertürkheimer Azubi-Mannschaft. Wir haben den Pokal!

Fußball ist schon immer ein wichtiger Part in meinem Leben. Schon klasse, dass ich durch meine Ausbildung zum Technischen Modelbauer im Werkteil Mettingen jetzt zum zweiten Mal die Chance hatte, Teil dieses Fußball-Spektakels zu sein.

Ich bin 21 Jahre alt, Torwart und spiele seit ich denken kann. Turniere über mehrere Tage kenne ich aus meinen Zeiten in der Rems-Murr-Auswahl und von Jugend-Turnieren, aber der Mercedes-Benz „JuniorCup“ ist etwas Besonderes. Und ganz klar: Das Ziel war auch dieses Mal, den Titel wieder nach Untertürkheim zu holen. Denn wenn ich auf dem Platz stehe, möchte ich auch gewinnen.

Auf den Teamgeist kommt es an

Schon vor dem Turnier hat sich gezeigt, dass das mit dieser Mannschaft auf jeden Fall möglich ist. Spielerisch und persönlich. Die Mannschaft das sind: Dimitrios Vidic, Adriano Cafaro, Atif Duman, Leon Dobler, Can Korkmaz, Tekin Sidal, Kwabena Frimpong, Samuel Zmuk, Resul Dagdeviren, Milot Tafaj, Emre Ordulu und die Betreuer Amel Mujic, Nuno Miranda Emre Ertekin.

Selfie-Time im Hotel: Das Untertürkheimer Team und unsere Betreuer

Wir waren ein Team, egal ob auf oder neben dem Platz. Dieser Teamgeist ist ein Hauptgrund, warum wir das Turnier gewonnen haben. Selbstverständlich ist der Zusammenhalt nicht, denn abgesehen vom „JuniorCup“ spielt kaum einer von uns in der gleichen Mannschaft.

Umso spannender zu sehen, wie aus einzelnen Fußballern eine Einheit wird. Sei es das Training auf dem Platz oder danach die Erholung in der Sauna, das Wichtige ist: Wir haben es zusammen gemacht. Beim Turnier haben uns andere Mannschaften gefragt, wie wir es geschafft haben, so zusammenzuwachsen.

Dazu gehören auch Dinge wie, dass wir vor jedem Spiel in einem Kreis zusammengekommen sind und uns eingeschworen haben oder dass wir unseren eigenen Torjubel hatten. Beinahe jede Entscheidung, ob spielerisch oder abseits des Platzes, wurde in der Mannschaft diskutiert und getroffen. Deshalb wollen wir uns als Team auch nochmal bei unseren Betreuern bedanken. Sie haben uns viel Vertrauen entgegengebracht und, ich denke, wir haben es auch ziemlich gut zurückgezahlt.

Seite an Seite: Taktikbesprechung auf dem Platz

9-Meter-Schießen um das Ticket fürs Finale

Für mich persönlich hätte es 2018 nicht besser laufen können. Ich durfte dieses tolle Team als Kapitän anführen und konnte meinen Mitspielern durch gute Leistung im Tor viel zurückgeben. Nach einem sehr guten Start mit 3 Siegen aus 3 Spielen waren wir schon nach dem ersten Tag für das Halbfinale qualifiziert. Das erste Spiel war zwar eher schwach, aber wir haben uns gesteigert und zwei 5:0-Siege eingefahren.

So sieht Jubel aus

Am zweiten Turniertag haben wir unser letztes Vorrundenspiel verloren. Aber das war ganz gut für die Mannschaft. Denn so wurden wir auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und haben gemerkt, dass es auch ganz anders laufen kann. Im Halbfinale mussten wir dann gegen unsere Kollegen aus Neu-Ulm spielen. Das war eine enge Kiste. 0:0 zum Abpfiff.

Beim 9-Meter-Schießen stand die Zeit still. Jedes Team hat drei Versuche. Neu-Ulm verschoss den zweiten. Auch unserer wurde mittig vom Torwart abgewehrt. Dann konnte ich den Ball halten und wir verwandelten unseren letzten: So hatten wir mit ein wenig Glück das Ticket fürs Endspiel in der Tasche! Aber: Ein Sieg für Neu-Ulm wäre auch nicht unverdient gewesen! Umso größer war unsere Freude darüber, dass wir im Finale standen.

Starke Nerven im Endspiel

Das Endspiel lief auf Sport1 und wurde somit in ganz Deutschland ausgestrahlt – eine tolle Sache. Unser Gegner: die Azubi-Mannschaft aus Wörth. Es ging auf den Platz. Alle waren heiß darauf und wollten unbedingt den Titel holen. Es lief zunächst richtig gut und wir führten mit 3:1. Doch die Wörther gaben nicht auf und kamen nochmal zurück.

Es war wieder klasse, dabei zu sein

Eine Minute vor Ende der Spielzeit stand es plötzlich 3:3. Für diese Nervenstärke großen Respekt! Wir hatten uns einfach zu früh gefreut und so mussten wir ins 9-Meter-Schießen, um den Titel zu gewinnen. Jetzt ging es um unsere Nervenstärke – insbesondere um meine.

Im Vorjahr konnte ich drei 9-Meter halten. Deshalb habe ich mich richtig darauf gefreut und bin mit einem guten Gefühl ins Tor gegangen. Zwei Tore habe ich kassiert, aber meine Mitspieler punkteten bei jedem Schuss. Den zweiten Ball der Wörther ließ ich nicht durch, unser Schuss dagegen landete im Tor.

Zum zweiten Mal in Folge Platz 1 beim Azubi-Turnier: Unsere Mannschaft aus dem Werk Untertürkheim – mit Thomas Hitzlsperger und Michael Bauer (Leiter Produktion Sindelfingen und Standortverantwortlicher)

Und so haben wir den Titel mit einem 5:6 nach Untertürkeim geholt. Ein perfekter Abschluss für uns alle! Entsprechend gut gelaunt ging es am Abend auf die Players-Night. Dort haben alle Azubi- und Profimannschaften zusammengegessen und gefeiert.

Ein ganz großes Dankeschön geht an alle, die das Turnier möglich machen. Es hat wieder alles gepasst: die Organisation, das Turnier, das Betreuerteam, das Hotel bis hin zur Players-Night. Es war spitze, dass ich dieses Jahr wieder dabei sein konnte, denn diese vier Tage sind einfach überragend und von den Erlebnissen kann man sein Leben lang erzählen.

Ich freue mich schon auf nächstes Jahr. Natürlich mit dem Ziel Titelverteidigung.


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Er ist Torwart der Untertürkheimer Azubi-Mannschaft und macht derzeit eine Ausbildung zum Technischen Modelbauer im Werkteil Mettingen.

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