Neue G-Klasse: Erster Blick ins Interieur

Mehr Platz, mehr Luxus, mehr Ausstattungsvarianten – und doch unverkennbar die G-Klasse. Vor ihrer Weltpremiere Anfang kommenden Jahres haben wir Journalisten und Bloggern den komplett überarbeiteten Innenraum gezeigt.

Wie entwickelt man das Interieur einer automobilen Ikone weiter? Eine Herausforderung, eine große Verantwortung und: ein Traumjob! Zentrale Frage dabei: Geht man mit einem revolutionär neuen Design an die Sache heran und riskiert damit, dass eingefleischte G-Klasse Fans auf die Barrikaden gehen? Oder gestaltet man eher behutsam um – mit kleinen, evolutionären Veränderungen?

Bei unseren internen Diskussionen wurde schnell klar: Wir müssen den Spagat schaffen. Der G soll im Innenraum aktuellste Technologien und mercedestypischen „modernen Luxus“ bieten – schließlich schätzt die überwiegende Zahl unserer Kunden ein hochwertiges, komfortables Interieur. Gleichzeitig muss der Fahrgastraum das Ikonenhafte des G widerspiegeln – seine einzigartige Geländegängigkeit und sein markantes Exterieurdesign.

Wir haben in vielen, intensiven Runden darüber diskutiert, welche Design-Elemente den Urvater unserer SUVs so unverwechselbar machen, was wir verändern können und was wir unbedingt beibehalten sollten.

In allen Dimensionen gewachsen

Da ist zunächst der Raumeindruck, den man in einem G hat: Unser Offroader bietet für den Einsatz im Gelände seit jeher eine tolle Übersicht und viel Kopffreiheit. Hier haben wir angesetzt und im Inneren nochmals mehr Platz geschaffen: Das Fahrzeug hat jetzt 38 Millimeter mehr Schulterbreite und im Fond ganze 15 Zentimeter mehr Beinfreiheit! Das sieht und fühlt man sofort. Spontane Reaktionen von Journalisten waren zum Beispiel: „Ein Ballsaal“ oder „Topsanierter Altbau mit hohen Decken“.

Die ikonischen Elemente

Dazu haben wir jene charakteristischen Ausstattungselemente übernommen, die schon immer im G zu finden waren: den Haltegriff an der Beifahrerseite, die geometrisch gestalteten Türgriffe, die drei charakteristischen Schalter für die Differentialsperren und natürlich die klaren, funktionalen Formen.

Zudem hatten wir die Idee, klassische Designelemente des Exterieurs in den Innenraum zu übertragen. Die Lautsprecher auf dem Armaturenbrett greifen zum Beispiel die rechteckige Form der Blinker auf den Kotflügeln auf. Und die seitlichen Lüftungsdüsen sind den runden Scheinwerfern der G-Klasse nachempfunden.

Auch die Instrumententafel haben wir wie bei den Vorgängermodellen G-typisch schmal gehalten. Das war gar nicht so einfach: Denn unter dem Armaturenbrett der G-Klasse müssen natürlich die gleichen technischen Komponenten untergebracht werden wie bei anderen aktuellen Mercedes-Modellen. Wir haben dazu lange an der Geometrie der verschiedenen Elemente gearbeitet und das „Package“ weiter optimiert.

Der Aufwand hat sich gelohnt, wie ich finde: Jetzt hat man wie bisher den Eindruck, sehr nah an der steilen Windschutzscheibe zu sitzen und kann gleichzeitig auf die neuesten Telematik-, Assistenz- und Komfortsysteme von Mercedes-Benz zugreifen. Zum Beispiel auf ein digitales Kombiinstrument und Zentraldisplay, das unter einem Deckglas zu einem Widescreen verschmelzen – bekannt aus der E- und S-Klasse.

Echte, natürliche Materialien

Besonders viel Wert haben wir auch auf die Auswahl und Qualität der Materialien gelegt. Der G ist in der Natur zuhause und zeigt das auch im Interieur. Leder ist durchgängig Serie, die Zierstäbe sind aus Aluminium und als Zierelemente bieten wir unter anderem sehr schöne offenporige Hölzer, Carbon oder gewebtes Metallmesh aus dünnen Edelstahlfäden an.

G = großer Wurf

Und dann kommt sie doch noch – unsere kleine „Design-Revolution“: Der G-Klasse-typische „Basketballkorb“ für Getränkeflaschen im Fußraum des Beifahrers gehört der Vergangenheit an. Ersetzt haben wir ihn durch zwei Cupholder in der Mittelkonsole.

Und auch über das restliche Stauraumkonzept haben wir uns viele Gedanken gemacht: Damit im Geländeeinsatz das Gepäck an seinem Platz bleibt, bietet der neue G zusätzliche Ablageflächen – zum Beispiel in den Türen; das Handschuhfach öffnet sich nach oben, damit nichts während der Fahrt herausfällt. Und die Rücksitze lassen sich zu 60, 40 oder 100 Prozent umklappen. So kann man vom Snowboard bis zum Weihnachtsbaum alles sicher transportieren.

Schöckl proved

Und vielleicht noch ein letztes Detail, das ich sehr mag und das die Offroad-DNA des G zeigt: Wie jeder Mercedes-AMG bekommt künftig auch die G-Klasse ihre eigene, individuell angefertigte Plakette. Was bei AMG das „One man one engine“ – Motoremblem ist, ist das „Schöckl proved“-Zeichen für den G am Fuß der B-Säule. Dieses zeigt, dass das Auto seine erste Fahrt auf unserem Hausberg „Schöckl“ in Graz absolviert hat – eine der härtesten Offroad-Strecken der Welt. Hier muss sich seit jeher der G beweisen.

Alles in allem haben wir also fast jedes Teil überarbeitet! Und doch sieht man auf den ersten Blick:

Der G bleibt der G – nur noch besser!


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Er ist Projektleiter beim Design Interieur.

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