Fitness mit Regenwürmern – 100 Auditoren helfen dem Naturschutzbund

„Hast du die Präsentation schon an die Chefin gesendet?“ oder „Ich brauche bitte die Nummer von der Verfahrensanweisung.“ Das sind Sätze, die ich häufiger von meinen Kollegen höre. Nicht dazu gehören eigentlich Sätze wie: „Ihh, ein Regenwurm“ oder „Moment mal, ich schärfe Ihnen schnell den Spaten.“

Wenn ich an normalen Tagen in mein Büro in Möhringen komme oder auf Dienstreise bin, dann ist meine Arbeit eher theoretischer Natur: als Auditorin bei Corporate Audit besuche ich andere Abteilungen, um Risiken, die aus den bestehenden Arbeitsabläufen entstehen, zu identifizieren. Aus diesen Risiken leiten wir – immer mit der Unterstützung durch den besuchten Bereich – Maßnahmen ab. Wenn diese Maßnahmen dann umgesetzt werden, bin ich schon unterwegs zum nächsten Thema.

Am 16. Oktober war allerdings alles anders, als es hieß: wir unterstützen den Naturschutzbund an unserem 1. Corporate Audit weiten Social Responsibility Day.

Social Responsibility Days werden immer mal wieder durch verschiedene Bereiche und Abteilungen bei Daimler veranstaltet, weil es eine schöne Möglichkeit ist den Teamgeist zu fördern. Dabei setzt man bewusst nicht auf die klassischen Spiele, sondern kommt raus aus dem Büroalltag und hat zusätzlich noch etwas für die Welt außerhalb der Werkstore getan. Ein klassisches Win-Win, sozusagen.

100 Daimler-Auditoren beim NABU

Für unseren eigenen Social Responsibility Day war schnell klar: wir wollen uns mit dem übergreifenden Thema Natur und Naturschutz auseinander setzen und das idealerweise auch noch in direkter Umgebung zu unserem Standort. Unser Bereich ist ein vergleichsweise kleiner in der Daimler AG. Trotzdem mussten wir erstmal einen Ort finden, an dem es genug für circa 100 Daimler-Auditoren zu tun gibt und jemand all diese Leute auch noch einweisen und anleiten kann.

Deshalb fiel unsere Entscheidung auf den NABU (Naturschutzbund) in Kirchheim (Teck). Zusätzlicher Pluspunkt: Wir konnten in der eigenen Region etwas bewegen, wovon wir im besten Fall auch später etwas haben. Unter anderem kann die Erlebniswiese, für die wir den Grundstein gelegt haben, kostenlos besucht werden und es gibt Workshops in der neu-gestrichenen Scheune.

Um 8 Uhr morgens erzählten uns die NABU-Mitarbeiter dann bei leuchtend blauem Himmel vor einer Scheune, was wir an diesem Herbsttag alles vorhaben: eine Schmetterlingswiese umgraben, einen Erlebnispfad anlegen, dem Lagerschuppen für die Kanus ein Tor bauen, eine Wiese aufbereiten, Bienenhotels bestücken, streichen und und und. Einiges zu tun, aber wir waren ja nicht umsonst mit knapp 100 Mann (und natürlich Frauen) angereist.

In vier Gruppen machten wir uns dann an die Arbeit. Hieß für mich und meine beiden Teamkolleginnen: Wurzelfolie aus dem Beet vor der Scheunentür entfernen. Klingt einfacher, als es war. Mit unserem ganzen Körpergewicht mussten wir uns an die Folie hängen, da einiges an Erde darauf lag und die Wurzeln darüber teilweise mit der Folie verwachsen waren.

Als typische Bürojobber spürten wir die körperliche Arbeit natürlich ziemlich schnell in den Knochen – normalerweise sitzen wir eben den ganzen Tag. Mindestens genauso herausfordernd für uns Stadtkinder, waren aber die vielen Regenwürmer, die wir entdeckten. Ein jeder einzelner wurde mit einem schrillen „Iiih!“ unsererseits persönlich begrüßt.

Schubkarre um Schubkarre

Pünktlich zum Mittag hatten wir die Folie komplett entfernt und konnten sehen, dass auch unsere Kollegen fleißig waren. Zur Halbzeit standen schon ein neues Tor und ein neuer Briefkasten, die Hälfte der Scheune war frisch gestrichen und die Bienenhotels teilweise schon einzugsbereit.

Nach einer grandiosen Steinofenpizza ging es nach der Mittagspause dann zur Erlebniswiese. Und während ich vormittags noch dachte, die Wurzelfolie wäre anstrengend gewesen, musste ich mich jetzt eines Besseren belehren lassen: Gemeinsam hoben wir Schubkarren um Schubkarren voller Erde aus, um die überdüngte oberste Schicht zu entfernen. Nur so, wurde uns erklärt, können die Blumen für die Schmetterlingswiese anwachsen. Echte Knochenarbeit!

Bringen immer mehr Material: Daniel Weißkopf und Marius Smit

Zum Glück schlossen sich nach und nach immer mehr Kollegen von den anderen Stationen an, um uns zu helfen. Und so hatten wir nach mehreren Stunden die komplette Erde ausgehoben, alle Bäume und Sträucher gepflanzt und die Erlebniswiese für die nächsten Arbeitsschritte vorbereitet. Ein paar Kollegen legten noch eine kleine Extra-Schicht ein, um die letzte Fuhre Grünschnitt und Sperrmüll zum Wertstoffhof zu fahren – natürlich stilecht im GLE Hybrid.

Mercedes-Benz GLE 500 e 4MATIC (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 3,3 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 78 g/km; Stromverbrauch im kombinierten Testzyklus: 16,7 kWh/100 km)*

Den Teamgeist stärken

Letztendlich haben wir alle Aufgaben, die uns am Morgen gestellt wurden GEMEINSAM GESCHAFFT. Und auch dafür ist der Social Responsibility Day bei Daimler da – um den Teamgeist untereinander zu stärken und sofort ein sichtbares Ergebnis der eigenen Arbeit geliefert zu bekommen. Das war für uns alle auch mit das Schönste an diesem Tag.

Alle sind geschafft, aber glücklich

Übrigens: Muskelkater hatte am nächsten Tag trotz der harten Arbeit angeblich keiner. Nur ein paar Kollegen sahen komischerweise immer noch so aus, als würden sie Schubkarren schieben…


* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch“ neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.


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Sie arbeitet seit 2011 bei Daimler und seit März bei Corporate Audit. Beim Social Responsibility Day hat sie einiges gelernt, zum Beispiel: nicht beide Teile eines Regenwurms überleben, wenn man ihn ausversehen mit der Schaufel durchtrennt.

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