E-Transporter für’s Gewerbe: Auf die Bedürfnisse kommt es an

Der Online-Handel boomt – gerade zur Weihnachtszeit. Einer aktuellen Umfrage von Adobe zufolge kaufen 51 Prozent der Deutschen in diesem Jahr sämtliche Weihnachtsgeschenke online.

Weltweit werden die Umsätze im E-Commerce laut Digital Market Outlook im Jahr 2017 bei rund 1,27 Billionen Euro liegen. Experten prognostizieren bis 2020 ein weiteres Wachstum von etwa 30 Prozent über alle Branchen hinweg.

Mit dem Boom wachsen auch die Herausforderungen für Händler und Logistiker. Es müssen nicht nur immer mehr Waren transportiert werden – sie müssen auch immer schneller geliefert werden. Um die Servicequalität noch weiter zu steigern, liefern viele Händler ihre Waren mittlerweile sogar noch am Tag der Bestellung.

Auch die Sortimente werden breiter, beispielsweise durch den wachsenden Online-Handel mit Lebensmitteln. Gleichzeitig steigt die Dringlichkeit, Innenstädte von Verkehr zu entlasten und Transporte umweltverträglicher zu gestalten. Insgesamt rücken also neue Anforderungen an einen Transporter über das reine Fahrzeug hinaus in den Mittelpunkt: Wie lassen sich Laderäume optimal ausnutzen? Wie kann die Be- und Entladung effizienter gestaltet werden? Wie sieht der optimale Arbeitsplatz für den Fahrer aus?

Ein Elektromotor allein reicht nicht

Das Beispiel Online-Handel zeigt meiner Meinung nach, wie komplex moderne Transportbedürfnisse geworden sind und wie individuell sie sich von Branche zu Branche unterscheiden. Einen Transporter mit Elektroantrieb auszustatten, reicht da längst nicht mehr aus. Ob im Paket-Expressdienst, im Baugewerbe oder im Einsatz als VIP-Shuttle am Flughafen: die Anforderungen an das Fahrzeug unterscheiden sich je nach Einsatzzweck erheblich. Entscheidend ist aus meiner Sicht, dass die Fahrzeuge optimal auf diese Anforderungen ausgelegt werden.

Benjamin Kaehler, Leiter eDrive@VANs

Im Zentrum all unserer Überlegungen bei Mercedes-Benz Vans und mir stehen daher die Kunden. Um entsprechende Lösungen anbieten zu können, dürfen wir uns nicht auf unserem Branchen-Knowhow ausruhen. Was wirklich hilft, ist mit dem Kunden zu reden, und noch wichtiger, ihm zuzuhören. Oder moderner ausgedrückt: Customer Co-Creation. Nur so können wir erfahren, was der Kunde braucht und möchte.

Wirtschaftlichkeit entscheidet

Ein zentrales Motiv für die gewerbliche Nutzung der Fahrzeuge ist und bleibt dabei die Wirtschaftlichkeit. Und über sie entscheiden nicht allein die Anschaffungs- und reinen Betriebskosten. Elementar bedeutend ist meiner Ansicht nach die reibungslose und optimale Einbindung der Fahrzeuge in die Betriebsabläufe und in die gesamte Prozesskette des jeweiligen Unternehmens.

Sprich: über das reine Fahrzeug hinaus ist ein maßgeschneidertes und ganzheitliches Ökosystem notwendig, um die komplexen Transportbedürfnisse unserer Kunden erfüllen zu können. Zu diesem Ökosystem gehört beispielsweise eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur, ein smartes Flottenmanagement (optimale Ladezyklen, kurze Standzeiten), eine perfekte Routenplanung, bei der auch Verkehr und Wetter mit einbezogen werden, und die vorausschauende Planung von Wartungsintervallen. All das entwickeln wir mit unseren Kunden für unsere Kunden.

Perfekt abgestimmt auf die letzte Meile

Wie nicht nur ich finde, bleiben die klassischen Tugenden eines Fahrzeugs innerhalb dieses Ökosystems trotzdem enorm wichtig – von der technischen Reife, über Sicherheit und Komfort bis hin zum Arbeitsplatz. Unseren neuen eVito, der ab sofort bestellbar ist, haben wir perfekt auf den Einsatz abgestimmt. Er erreicht eine rein elektrische Reichweite von rund 150 Kilometern. Selbst bei ungünstigen Rahmenbedingungen wie niedrigen Außentemperaturen und voller Beladung ist dies unproblematisch.

Damit bringt der Mid-Size Van meiner Meinung nach beste Voraussetzungen beispielsweise für den innerstädtischen Liefer-, Gewerbe- und Personenverkehr mit. Die Batterien sind platzsparend unter dem Ladeboden untergebracht. Der Laderaum wird nicht eingeschränkt, so ist mehr Platz für beispielsweise intelligente Regalsysteme. Die Nutzlast beträgt immer noch über eine Tonne.

Unsere intelligente Betriebsstrategie erlaubt eine optimale Ausnutzung der Batteriekapazität und bezieht auch Faktoren wie die Witterung mit ein. So lässt sich das Fahrzeug im Winter zum Beispiel über den Strom aus der Lade-Säule elektrisch vorwärmen. Damit steigt der Komfort und es sinkt der Verbrauch im Realbetrieb. Im Prinzip eine elektrische Standheizung.

Beim eDrive@VANs Workshop am 20. und 21. November in Berlin konnten sich Journalisten, Verbände und Vertreter aus Politik bereits vom neuen eVito überzeugen und diesen Probe fahren.

Strategische Partnerschaften mit gewerblichen Kunden

Schon in der Vergangenheit haben wir mit unserem ganzheitlichen Ansatz beste Erfahrungen gemacht und vor einigen Monaten haben zum Beispiel Mercedes-Benz Vans und Hermes eine strategische Partnerschaft unterzeichnet. Unser Ziel ist es, Technologien und Dienste für die Fahrzeugflotte des Handels- und Logistikdienstleisters zu entwickeln. Damit ist Hermes erster gewerblicher Kooperationspartner für den flächendeckenden Einsatz elektrischer Nutzfahrzeuge. Insgesamt 1500 Mercedes-Benz Transporter mit Elektroantrieb werden bundesweit im Einsatz sein.

Im Frühjahr 2018 startet dazu ein Pilotprojekt in Hamburg und Stuttgart. Bei dieser positiven Entwicklung profitieren wir auch von hohen Investitionen des Daimler-Konzerns in die Entwicklung von Elektro-PKW und der guten Zusammenarbeit mit den Kollegen – in den kommenden Jahren investiert Mercedes-Benz Vans zusätzlich 150 Millionen Euro in die Elektrifizierung seines gewerblichen Angebots.


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