Fahrparcours A-Rock: 60% Auffahrt, 70% Abfahrt und 100% Spaß

Wer sich hauptberuflich mit Abgasen beschäftigt, hat furchtbar viel mit Fahrzeugen zu tun – theoretisch. Bei der Abgaskoordination verantworten wir die Länder- und Emissionsvarianten unserer Flotte und sitzen damit eher weit entfernt, als mitten im Fahrzeug. Deshalb war für uns alle klar: Unser Teamevent braucht Fahrspaß am Steuer!

Der Fahrparcours in Rastatt am Kundencenter bietet die idealen Voraussetzungen. Wir konnten mit zittrigen Füßen und verschwitzten Händen erleben was unser kleinster in der SUV-Familie im Gelände so drauf hat. Der GLA mit Offroad-Paket.

Aber zunächst zum Start unseres Teamevents. Stationiert sind wir direkt in Sindelfingen. Um die knapp 100 km nach Rastatt in Angriff zu nehmen und unser Fahrevent auch auf unkonventionelle Fahrzeuge zu erweitern, haben wir uns Elektroautos – einen Volkswagen e-Up und einen BMW i3 – von der Fremdfahrzeugflotte geliehen. Ausgestattet mit SATTEN 150 km Reichweite also kein Problem, um die Langdistanz nach Rastatt durchzufahren. Denkste!

Die Realität sah so aus: Eco PLUS Modus inklusive Geschwindigkeitsbegrenzung auf 90km/h, sämtliche Komforteinrichtungen wie Klimaanlage aus (bei 25 Grad Außentemperatur), Kurven möglichst innen nehmen (um Strecke zu sparen), Windschatten wo’s geht (leider sind uns LKW mit 100km/h davon gerast) und sanftestes Anfahren nach jeder Ampel. In Rastatt angekommen, hatten wir einen Restkilometerstand von zwei!!! Kilometern. Check. Nach bedenkenloser Anfahrt nach Rastatt nun also zu unserem eigentlichen Event:

Offroadfeeling am Maximum

Die Faszination Mercedes Benz lässt sich natürlich am besten erleben, wenn man das Steuer selbst in die Hand nimmt.  Ein Fahrevent sollte es sein. Die Entscheidung für das Projekt „A-Rock“ war dabei eher ein Zufallsprodukt. A-Rock! Aber was ist das denn genau? 60-70-100. 60 Prozent Auffahrt, 70 Prozent Abfahrt und 100 Prozent Spaß.

In der Kolonne geht es über steinige Engpässe, durch Röhren, auf Steilwänden und abschließend in einen Twist. Offroadfeeling am Maximum! Und wer jetzt denkt: Ja mit einer G-Klasse kann man Spaß im Gelände haben… weit gefehlt!  Der GLA mit Offroad-Paket setzt hier Maßstäbe!

Nicht nur der Parcours bietet zahlreiche Herausforderungen, die einem das Auto und seine Assistenzsysteme näher bringen, auch die beruhigende und leise Stimme des Instruktors im Ohr, stachelt einen immer wieder dazu an, das Lenkrad noch ein paar Grad mehr einzuschlagen um die Geländetauglichkeit dieses kleinen Kraftpakets zu demonstrieren.

Aber welche Assistenzsysteme benötigt so ein Geländefahrzeug denn? Und woran unterscheidet es sich von einer Standardausstattung?

Drei Zentimeter

Drei Zentimeter mehr Bodenfreiheit im Vergleich zu seinem Namensgeber mit Serienausstattung reichen aus, um vom Asphalt auf Stock und Stein zu wechseln und das Outdoor-Safari-Gefühl abseits der Straße zu genießen. Der GLA bietet auf Knopfdruck ein Offroad-Fahrprogramm an, welches besonders auf losem Untergrund die Traktion optimiert.

Gibt es Bodenkontakt, dann wird Energie aufs Rad übertragen. Wenn nicht, dann nicht. Dabei wird im Offroad-Fahrprogramm die Fahrpedalkennlinie ebenso angepasst, wie die Getriebeschaltpunkte. Ist ein bisschen so, wie den Gartenschlauch aufdrehen und warten bis Wasser kommt. Man drückt auf das Gaspedal und im ersten Moment passiert erstmal gar nichts. Offroad Fans wissen: Eine flachere Fahrpedalkennlinie ermöglicht eine feinfühligere Dosierbarkeit.

Bei der Fahrt durch die Röhre neigt sich der GLA um bis zu 35 Grad (für besonders ambitionierte Tester). Abzulesen ist das auf der Winkelanzeige im Offroad Modus des Entertaining Systems. Das ist wie auf einem Segelschiff, wenn man eine scharfe Kurve nimmt. Gefühlt kippt das Auto jeden Moment. Die Fotos sehen zugegebener Maßen etwas harmlos aus, denn die Schwerkraft lässt sich dort leider schlecht abbilden.

A-Rock – Nervenkitzel garantiert

Der Namensgeber des Events, A-Rock, ist zeitgleich Highlight und vorletztes Hindernis des Parcours. Der A-Rock bietet steile 60 Prozent Anfahrt, die manuell im ersten Gang zu erklimmen sind und einem 70 Prozent Gefälle, das vom DSR abgefangen wird. Das Offroad Tool „DSR“ (Downhill Speed Regulation) unterstützt den Fahrer dabei, auch steile Bergabfahrten zu meistern (einstellbar von 2 bis 14 km/h) ohne dabei Gas- oder Bremspedal zu benutzen.

Am Berghang stehend, ohne die Straße vor Augen, hat das jeden im Team reichlich Überwindung gekostet. Man stellt vorab eine maximale Geschwindigkeit ein und überlässt dann das Auto sich selbst. Eigentlich funktioniert das Ding wie ein Tempomat, aber es dient eben nur dem Zweck der steilen Bergabfahrt.

Fazit des Tages: es benötigt nicht immer Geschwindigkeit um den gewissen Nervenkitzel anzulocken. Ich hatte das Gefühl, jeder im Team wurde durch die Geländetauglichkeit des GLA etwas vor den Kopf gestoßen. Das GLA-Event auf dem A-Rock ist daher unbedingt empfehlenswert. Fühlt es selbst!

Außerdem: Die A-Klasse kann eine ganze Menge, als Offroad Variante vor allem Spaß. DSR, Traktionsoptimierung und Getriebeschaltpunkte gibt es nicht nur in der Formel 1. Wir hatten einen gelungenen Teamausflug. Und all unserer Differenzen zum Trotz planen wir bereits den nächsten gemeinsamen Ausflug.


Wie bewerten Sie diesen Artikel?
4.7 / 5 (43 Bewertungen)
Bitte warten...

Tags: , ,

drucken

Wollen Sie wirklich das Internet ausdrucken?

Sparen Sie Papier und schonen Sie die Umwelt! Nutzen Sie die Funktionen zum Bookmarking oder zur E-Mail-Weiterleitung.

Ihre Daimler AG

Erst wenn Sie klicken, wird die Schaltfläche aktiv und stellt eine direkte Verbindung mit dem jeweiligen sozialen Netzwerk her. Hierdurch werden Daten an das jeweilige soziale Netzwerk übertragen. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzhinweise.

Dieser Artikel wurde von geschrieben. Er ist derzeit als Masterand bei der Abgaskoordination tätig. Auch Sami Dierolf (Abgaskoordination) sei hier zu erwähnen, dessen maßgebliche Mitarbeit Witz und Leben in den Text gehaucht hat.

Lernen Sie weitere Autoren kennen oder lesen hier mehr über das Blog.

Letzte Kommentare

  1. Ohne Reisekosten und Urlaubstag –Die erste virtuelle Daimler-Job-Messe

    Jochen Reinhardt: Glückwunsch Tina, Dir und dem ganzen Team. Super, was ihr in der kurzen Zeit...

  2. Daimler Türk-Treff feiert 25-jähriges!

    Gülgün Ersoy: Hallo Ismet Cetin, ich kann dein Kommentar 1:1 bestätigen, so wie du es hier...

  3. Benz & ballet – How arts and automotive themes go hand in hand

    Matthias Geiger: Awesome opportunity for the Alumnis! The festspielhaus in Baden-Baden is a...

  4. Auf ein Date mit dem Concept EQ

    Ying: Endlich hat das speed-dating ein Ende. Der EQ nimmt sich Zeit jemanden näher und länger an...

  5. Mehr als Yin und Yang: Hier zeigt Daimler seine neue China-Kunst

    Sascha Pallenberg: Da mache ich doch den Vorschlag: anschauen, sich Gedanken machen und dann...