Wo Jungen-Träume wahr werden: Die Feuerwehr-Roadshow 2017

Welcher kleine Junge wollte früher nicht Feuerwehrmann werden? Große, rote Feuerwehr-Autos, ein Held sein, eben alles was das Herz eines kleinen Jungen begehrt. Dass diese Dinge auch große Jungs noch in Begeisterung versetzen, zeigt die Mercedes-Benz Feuerwehr-Roadshow 2017, die am 6. und 7. Oktober Station im Mercedes-Benz Werk Wörth machte.

Die Roadshow fand in diesem Jahr schon in Augsburg und in Selm bei Dortmund statt, trotzdem kamen auch nach Wörth etliche Fachbesucher von Feuerwehren und dem Katastrophenschutz nach Wörth. Kein Wunder bei diesen Ausstellungsstücken: Die 21 komplett unterschiedliche Mercedes-Benz Feuerwehrfahrzeuge zeigten, wie vielfältig die Ausstattung und Technik in diesem Bereich mittlerweile ist. Ich war in Wörth dabei und nehme euch mit auf einen Rundgang:

Ein Feuerwerk in Rot: Die Highlights von der Wörther Roadshow

Gastgeber vor Ort ist der Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland mit seinen regionalen Vertriebspartnern. In Verbindung mit zahlreichen Geräte- und Aufbauherstellern gibt es hier maßgeschneiderte An- und Aufbaulösungen für fast jeden Einsatzbereich zu sehen. In spannenden Live-Vorführungen konnten die Besucher direkt erleben, wie die Technik im echten Einsatz funktioniert.

Fachvorträge und Gespräche mit den Feuerwehr-Experten von Mercedes-Benz und zahlreicher Aufbaupartner rundeten das abwechslungsreiche Programm ab. Wer wollte konnte auch eine Probefahrt mit einem Atego HLF 20 von Rosenbauer und einer Magirus-Drehleiter auf Atego-Basis machen – nur eines der Highlights für die Besucher.

Insgesamt wurden vier Wechselladerfahrzeuge mit Palfinger-Aufbau gezeigt, auf Basis des Arocs 2543 L 6×2/4 beziehungsweise auf einem Arocs 2551 6×2 mit Hydraulik-Auxilary-Drive (HAD). Gerade bei einem Feuerwehr-Logistikfahrzeug ist der Hydraulik-Auxilary-Drive zu empfehlen, weil damit die Anlieferung von Einsatzmaterial auch auf den letzten hundert Metern in schwierigem Gelände mit Allradantrieb möglich ist. Ein weiterer Palfinger-Abroller wird mit einem Econic-Fahrgestell kombiniert, der durch seine tiefliegende Kabine ideal für historische Stadtkerne ist.

Arocs-Wechsellader von der Feuerwehr Calw

Ein echter Hingucker war auch das optisch am größten wirkende Fahrzeug: ein Antos 3551 L 8×2 LnR mit drei hinteren Achsen, davon eine als lenkbare Nachlaufachse als Hilfsleistungs-Tanklöschfahrzeug. Eingesetzt wird das Universallöschfahrzeug (ULF) 3000/4000/750/180 bei der Werksfeuerwehr der Höchst-Tochter Infraserv im Industriepark in Frankfurt am Main-Höchst. Dieser Riese wurde auf Basis eines Mercedes-Benz Antos 3551 L (8×2) gefertigt, mit einem feuerwehrtechnischen Auf- und Ausbau durch die Rosenbauer International AG.

Da das Fahrzeug für den Erstangriff in einem der größten Industrieparks in Deutschland konzipiert wurde, muss es ein breites Spektrum abdecken und dabei mit einer maximal sechs Mann starken Besatzung vollständig zu bedienen sein. Als Feuerlöschkreiselpumpe steht hierfür eine Rosenbauer N100 zur Verfügung.

Antos 3551 L 8×2 LnR mit drei hinteren Achsen, davon eine als lenkbare Nachlaufache als Hilfsleistungs-Tanklöschfahrzeug

Ebenfalls zu sehen: Ein Unimog-4000-Fahrgestell, der die Blaulichtorganisationen, repräsentiert, und ein Zetros 2733 A 6×6 mit Palfinger-Kran PK 23002 der Feuerwehr Bocholt. Der Mercedes-Benz Zetros ist Bestandteil eines neu erstellten Logistikkonzeptes der Feuerwehr Bocholt. Er eignet sich vor allem für den Einsatz nach schweren Unwettern, Überschwemmungen und für technische Hilfeleistungen.

Der Atego ist das Basis- und Allroundfahrzeug von Mercedes-Benz für den Feuerwehreinsatz. Seine unterschiedlichen Ausführungen sind auf den ersten vier Bildern zu sehen:

Wie vielfältig die Feuerwehr-Branche mittlerweile ist, zeigten die unterschiedlichen Aussteller: Vorführfahrzeuge der Aufbauhersteller Rosenbauer, Schlingmann, Ziegler, Lentner und natürlich der Traditionshersteller Magirus-Feuerwehr waren in Wörth, genauso wie die Werksfeuerwehren aus den Daimler Werken Wörth, Germersheim Gaggenau und Kassel. Ganz große Kaliber kamen aus der Chemieindustrie von Höchst-InfraServ und vom Flughafen Rhein-Main in Frankfurt. Sowohl Berufs- als auch Freiwillige Feuerwehren stellten ihre Fahrzeuge aus Bad Homburg, Calw, Leinfelden-Echterdingen, Rechberghausen und Bocholt aus.

Fahrzeug des Flughafens Rhein-Main in Frankfurt

Zielgruppe der Roadshow sind Berufsfeuerwehrleute, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, Jugend­feuerwehren, Feuerwehrverbände, Verantwortliche von Kommunen, Landratsämtern und vom Katastrophenschutz in der Region. Viele Feuerwehrleute machten ihren Fachbesuch auf der Roadshow vor allem Samstags einfach zum Ziel für den Familienausflug – und sorgen so automatisch für den Feuerwehrnachwuchs.

Schwerpunkt Euro VI-Motoren im Einsatz

Mercedes-Benz legt im Rahmen solcher Veranstaltungen den Fokus auf die Euro VI Motoren im Feuerwehreinsatz. Gerade im Feuerwehrbetrieb spielen der hocheffiziente Mercedes-Benz-Vierzylinder-Motor OM 934 LA und der Sechs­zylinder Motor OM 936 LA in Euro VI Ausführung ihren technologischen Vorsprung aus: Feuerwehrfahrzeuge werden regelmäßig mit Volllast gefahren und erreichen so schnell die Betriebstemperatur.

Das Abbrennen des Partikel­filters kann so während der Bewegungsfahrt durchgeführt und auch gezielt gestartet werden. Da ein laufender Abbrennvorgang jederzeit abgebrochen werden kann, stehen Mercedes-Benz Feuerwehrfahrzeuge mit Euro VI Abgas­technologie permanent für eine Alarmfahrt zur Verfügung. Sie sind so gesteuert, dass ein Abbrennvorgang bei laufenden Nebenantrieben, zum Beispiel im Pumpenbetrieb, ausgeschlossen ist. Damit ist die Einsatzbereitschaft der Mercedes-Benz Feuerwehrfahrzeuge immer sichergestellt. Ein Workshop direkt vor Ort überzeugte dann auch die letzten skeptischen Feuerwehrleute von der Zuverlässigkeit der Euro VI-Technologie.

Die Euro VI-Abgasbox

306 Löschgruppenfahrzeuge für das BBK

Gesprächsthema der Feuerwehrfachleute auf der Roadshow ist unter anderem die geplante Einführung des neuen Atego 1327 AF HLF 20. Die Löschgruppenfahrzeuge (LF-KatS) des Feuerwehrgeräteherstellers Rosenbauer sind auf einem Mercedes-Benz Fahrgestell Atego 1327 AF mit permanentem Allradantrieb aufgebaut. Der Rahmenauftrag umfasst die Lieferung von insgesamt 306 Löschgruppenfahrzeuge an das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK.

Die Löschgruppenfahrzeuge stellt der Bund flächendeckend von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen den Ländern für den Zivilschutz und zur Ergänzung des Katastrophenschutzes zur Verfügung.


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Dieser Artikel wurde von geschrieben. Er ist Pressesprecher für Nutzfahrzeuge.

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