Demografie-Initiative: Wir sagen YES!

Bei Mercedes-Benz Cars Operations sagen wir „YES“ – nicht zu allem, aber zu unserer gleichnamigen Demografie-Initiative. Sie räumt mit dem Tabuthema Alter(n) auf und geht uns damit alle an. Auch Sie können „Ja“ sagen: Dazu, dass wir mit YES beim Deutschen Personalwirtschaftspreis 2017 den Sieg einfahren.

Bitte teilnehmen!

Was YES ist, sehen und erleben Sie in 2:45 Minuten unserem Videoclip. Wenn er Ihnen gefällt, dann voten Sie mit Ihrem „YES“. Unsere Demografie-Initiative ist für den Gesamtsieg des Deutschen Personalwirtschaftspreises 2017 nominiert. Darüber sind wir sehr happy! Am 18. September fällt in Köln die Entscheidung. Sie können noch bis zum 12. September mitvoten – also nichts wie los …

Erst voten, dann weiterlesen! :)

… vielen Dank für Ihre Stimme! Gern lege ich mit einigen Hintergrundinformationen nach – Sie sollen schließlich das gute Gefühl haben, dass Sie für genau das richtige Projekt gestimmt haben. Unsere drei bejahenden Buchstaben stehen für Young + Experienced = Successful. Ziel der Initiative ist es, die Einstellungen und Haltungen zum Thema Alter(n) auf spielerische Art und Weise nachhaltig zu verändern. Denn auch Alter(n) ist wie viele andere Themen reine Kopfsache.

YES beleuchtet den Megatrend demografischen Wandel und dessen Chancen aber nicht nur theoretisch. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und viel Praxisbezug erzeugen den Dreiklang: „Erleben – Erfahren – Erkennen“. Was wir mit YES seit dem Start 2014 erreicht haben, macht richtig Lust auf mehr. Drei Highlights möchte ich mit Ihnen teilen:

EY ALTER – Du kannst Dich mal kennenlernen

Highlight Nummer eins ist unsere innovative und interaktive Erlebnis-Ausstellung „EY ALTER“. Sie fragen sich vielleicht, wie eine Ausstellung zum Thema Demografie innovativ und interaktiv sein kann. Bei EY ALTER  machen Sie mit, probieren sich aus und lernen sich buchstäblich neu kennen. Durch jede Menge Mitmachexponate erfahren Sie ganz viel Neues über sich selbst.

Dabei holen wir Sie aus der Beobachterrolle heraus, beziehen Sie mit ein und bringen Sie in Aktion. In Kooperation mit der Jacobs University in Bremen ist diese wissenschaftlich fundierte Ausstellung entwickelt worden. Über 350.000 Besucherinnen und Besucher in Bremen und Stuttgart haben sie bereits gesehen. Wer sie bisher verpasst haben sollte, wird ab Frühjahr 2018 in Berlin die Gelegenheit haben, sich selbst ein Bild zu machen.

Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, und Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstandes Mercedes-Benz Cars, diskutieren mit.

Mit EY ALTER wollen wir eine breite Diskussion in der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft anstoßen, auch über die Ausstellung hinaus. Wie reagieren wir auf den demografischen Wandel? Wie gehen wir mit veränderten Altersstrukturen um? Die Ausstellung setzt dabei Impulse für eine neue, positive Haltung zum Alter. Schon jetzt wird unsere Initiative von einem weitverzweigten Netzwerk getragen und wir konnten einflussreiche Partner gewinnen.

Führungskräfte-Veranstaltung „Mensch im Mittelpunkt: YES!“

Einflussreiche Partner braucht es auch in den eigenen Reihen, was mich zum zweiten Highlight führt: die Führungskräfte-Veranstaltung „Mensch im Mittelpunkt: YES!“ Als einer der Moderatoren habe ich viele dankbare und leidenschaftlich diskutierende sowie reflektierende Menschen mit zahlreichen Aha-Effekten erlebt, die das Thema Alter(n) nun aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten.

Dazu haben wir für alle 2.600 Führungskräfte unserer Pkw-Produktion an den Standorten Berlin, Rastatt, Sindelfingen und Stuttgart ein eigenes Format entwickelt. Denn ohne ihre neue Sicht auf das Thema Alter(n) wäre die Initiative keinen Millimeter vorangekommen. Unsere Führungskräfte haben entscheidenden Einfluss auf die Einstellung unserer Mannschaft und sind damit ein zentraler Erfolgsfaktor.

Du glaubst doch, Browser ist eine Dusche!

Doch wie bringt man Chefs zum Umdenken? In den fünfstündigen Sessions geht es von Anfang an darum, eine persönliche Betroffenheit zu erzeugen. Provokationen mit Augenzwinkern, die deutlich machen, welche Hirngespinste wir in unseren Köpfen beherbergen. Viele smarte „Beleidigungen“ – von „Du bist so 1.0“ über „Du glaubst doch, Browser ist eine Dusche“ bis hin zu „Grün hinter den Ohren“ und „verwöhnt!“ – die viele schon mal gehört, empfangen oder sogar ausgesprochen haben, rütteln sanft und stellen die Ohren auf Empfang.

Es wird sehr schnell klar, dass sich kaum einer davon frei machen kann. Altersstereotype sind gefährlich – zu Hause genauso wie im Job. Bestenfalls saugen sie nur Energie und demolieren die Motivation. Sehr häufig aber leiden Menschen darunter und werden krank. Sie fühlen sich nicht mehr gebraucht oder fit genug. Wenn es ganz dumm läuft, wird das äußerlich Sichtbare dann auch noch mit einer schlechteren Leistungsbeurteilung quittiert.

Alter ist mehr als Lebensjahre

Wir räumen damit auf, dass es ausreicht, das Alter auf die Lebensjahre – also das chronologisches Alter – zu reduzieren. Die vielen weiteren Altersdimensionen, nämlich das Erfahrungsalter, das soziale, biologische und gefühlte Alter sind meist kaum bekannt. Es wird klar, dass Alter sehr vielfältig, multidimensional und -direktional und damit vor allem eins ist: sehr individuell!

Frei nach dem Motto: „Ich weiß, ich bin erwachsen, aber da ist eine Hüpfburg.“, haben wir die Führungskräfte dann zum „Spielen“ und Stöbern in die EY ALTER Ausstellung geschickt. Der Auftrag: Du kannst Dich mal kennenlernen! Aufgeladen mit viel Energie und neuen Erkenntnissen hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, das Gehörte und Erlebte zu reflektieren: Was hat das mit mir als Person zu tun? Was heißt das für mich und meine Rolle? Wie kann ich mein Führungshandeln anpassen? Was müssen wir in meinem Bereich verändern?

Am Ende jeder der insgesamt 122 Veranstaltungen fixierten wir die Selbst-Erkenntnisse und Selbst-Erwartungen. Die Führungskräfte wussten, dass es unter anderem darauf ankommt, in Sachen Alter(n) als authentisches Vorbild voranzugehen. Sie nahmen sich und das Unternehmen in die Pflicht, handfeste Ideen und Maßnahmen zu generieren und konsequent umzusetzen.

Demografie-Spiegel: Messinstrument und Motor für Veränderung

Vielleicht sagen Sie jetzt: Das klingt ja alles schön und gut – aber bringt das auch was? Die Antwort darauf liefert das dritte Highlight: unser Demografie-Spiegel. Er ist ein neuartiges Messinstrument zur Erfassung und Gestaltung von Demografie-Maßnahmen, das in Kooperation mit der RWTH Aachen  wissenschaftsbasiert entwickelt wurde. In zweieinhalb tägigen Workshops diskutieren Führungskräfte unterschiedlicher Ebenen, Mitarbeiter, Betriebsräte, Planer, Personaler und Demografie-Experten gemeinsam über die demografischen Herausforderungen der verschiedenen Bereiche.

Von Logistik über Montage, bis hin zu unserer Technologiefabrik zeigt sich: Demografie geht alle etwas an! Ergonomische Herausforderungen einer älter werdenden Belegschaft, Sicherung von kritischem Know-how bei Altersabgängen und die Entwicklung der Mitarbeiter-Qualifikationen mit Blick auf künftige Veränderungen sind dabei nur einige der heiß diskutierten Themen.

Der Demo-Spiegel gibt den Anstoß für Veränderung. Dass die Maßnahmen nachhaltig umgesetzt werden und beim Mitarbeiter ankommen, stellen wir auch durch einen Review-Workshop sicher – circa neun bis zwölf Monate nach der ersten Session. Der Erfolg gibt dem Demo-Spiegel-Team Recht: Bereits 200 Maßnahmen wurden in bisher 23 Workshop-Sessions mit 600 Beteiligten in den letzten zwei Jahren erarbeitet.

Zum guten Schluss

YES kommt – im wahrsten Sinne des Wortes – bei Daimler an und ein Ende ist nicht in Sicht. Gut so! Eines ist ganz sicher: Es geht weiter und viele werden neugierig – vor allem auch außerhalb unseres Unternehmens. Auch das ist gut so. Und wenn es am 18. September in Köln heißt: „The winner is YES“ – fänden ich und das gesamte Team das auch ziemlich gut, um nicht zu sagen genial! Danke für Ihre Stimme.


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Dieser Artikel wurde von geschrieben. Er ist Mitarbeiter im Team Strategisches Resource Management und YES-Fan mit Leib und Seele.

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