CAReer Alumni Conference: Der Wandel sind wir!

Weniger Hierarchien, mehr Startup-Spirit und kaum noch Schlipsträger: Bei Daimler tut sich was. Die Initiative „Leadership 2020“ hat einen konzernweiten Kulturwandel angestoßen. Wie wir als ehemalige CAReer-Trainees ein Teil davon werden, war Thema auf der diesjährigen Alumni Conference.

Die 18 Monate Traineeship sind förmlich an mir vorbeigeschossen. Die Zeit war geprägt von spannenden interdisziplinären und interkulturellen Projekteinsätzen und den ersten Monaten im „echten“ Berufsleben. Als eine von 234 Trainee-Alumni mache ich mich auf den Weg zur diesjährigen CAReer Alumni Conference  im Römerkastell in Stuttgart.

Das Treffen ist ein letzter „offizieller“ Part des CAReer-Nachwuchsprogramms . Aber es ist auch ein Wiedersehen mit Freunden: Japan, Indien, Brasilien – von überall sind wir gekommen und freuen uns auf eine gemeinsame Zeit. Neben Familie und Freunden sind die Trainee-Kollegen und Kolleginnen diejenigen, die wir so oft brauchen. Sei es um den persönlichen Energiehaushalt aufzuladen oder um uns Höchstleistungen zu motivieren.

Genüssliche Reizüberflutung

Auf der Konferenz werden uns die Themen der Leadership 2020-Initiative  sowohl theoretisch als auch praktisch vermittelt. In Workshops können wir einen tieferen Einblick in die neuen Führungsprinzipien gewinnen – von „Agilität“ über „Kundenorientierung“ bis hin zu „Pioniergeist“. Außerdem können wir mehrere „Game Changer“ im Detail kennenlernen. Dabei handelt es sich um Abläufe und Prozesse, die gezielt Strukturen verändern, hinterfragen oder aufbrechen, um so eine neue Führungskultur zu ermöglichen.

Die Methodik der Workshops beinhaltet: Learning- durch Bogenschießen erlernen mit Ruhe und Gelassenheit ein Ziel anzusteuern. Ein Ansatz zum Lösen von Problemen und Entwickeln neuer Ideen – Design Thinking. Alle Inhalte und Lernfelder des Tages zu nennen, würde den Rahmen dieses Blog-Beitrags sprengen. Die vielen Eindrücke und Erfahrungen, die wir den ganzen Tag über gesammelt haben, wirken selbst am Abend noch wie eine genüssliche Reizüberflutung.

Museum meines Lebens

Besonders in Erinnerung bleiben mir die Schlussworte von Personalvorstand Wilfried Porth und der Vortag von CAReer Alumnus Eric Weiland-Eylers. Die Botschaft: Auch die Wahrnehmung meiner eigenen Leistung durch mich selbst ist wichtig. Welche Bilder würde ich in einem Museum meines Lebens gern betrachten? Wäre ich mit der aktuellen Auswahl zufrieden? Nur ich selbst kann Einfluss auf diese Ausstellung nehmen. Und genauso funktioniert Leadership 2020. Wie genau? Dazu gibt es reichlich Inspiration durch den letzten Agendapunkt des Tages …

Aus den Augen eines Künstlers

Der steht unter der Überschrift: „The view of the artist“. Dabei geht es um die Frage: Gibt es Zusammenhänge zwischen Künstlern und der Arbeitswelt bei Daimler? Eine abstrakte und kreative Arbeitsweise im Vergleich zur innovationsgetriebenen und prozessgesteuerten Automobilindustrie? Seit einiger Zeit kooperieren das Festspielhaus Baden-Baden und Daimler, um Impulse aus Kunst und Kultur in unser traditionelles Unternehmen einfließen zu lassen – und umgekehrt.

Unser „Special Guest“ an diesem Abend ist Alice Sara Ott. Sie gilt als eine der begabtesten Pianistinnen unserer Zeit. Selbst nach den einleitenden Worten ist mir noch nicht genau klar, was uns erwartet. Erst als die zarte Frau beginnt, dem auf der Bühne platzierten Flügel kraftvoll und zugleich leidenschaftlich Töne zu entlocken und sie sich mit ihrer Musik ausdrucksvoll bewegt, sind wir alle in ihren Bann gezogen. Jetzt ist die Parallele zur Arbeitswelt klar: Es geht um Begeisterung – darum, etwas mit Emotion und Hingabe zu tun.

Fragen über Fragen

Das wird auch im nachfolgenden Gespräch mit noch einmal deutlich. Alice sitzt vor uns auf der Bühne. Ganz authentisch: barfuß und im Schneidersitz, und beantwortet ehrlich und offen alle Fragen. Aus der Vogelperspektive betrachtet sind die Herausforderungen im Konzertsaal und im Büro überraschend ähnlich: Wie gehen wir mit Konkurrenz um? Ist sie Freund oder Feind? Achten wir auf uns selbst und akzeptieren wir unsere Limits? Was sehen wir, wenn wir morgens in den Spiegel schauen? Welche Führungsprinzipien gelten als Solokünstler und wie abhängig bin ich vom Teamgeist im Hintergrund? Wie wichtig ist authentisches Feedback für die persönliche Weiterentwicklung?

Erfolgsfaktor WIR

Die Antworten von Alice sind nachvollziehbar und scheinen in der Umsetzung so einfach zu sein. Auch sie ist sich bewusst, dass Ziele nur durch kontinuierliches und gemeinsames Arbeiten erreicht werden können. Ich glaube, der wichtigste Erfolgsfaktor sind WIR selbst! Auch für Leadership 2020. Jetzt haben wir die Chance, Teil der Veränderung zu sein und mit den Entscheidungen für die Zusammenarbeit der Zukunft glücklich zu sein. BE PART OF IT! Dazu benötigen wir aber sowohl den eigenen Willen, als auch das „Empowerment“ – also die Übertragung von Verantwortung – durch unserer Führungskräfte. Gerade jetzt ist eine offene, transparente Kommunikation und gegenseitige Unterstützung wichtiger denn je. Nur so kann jede und jeder von Leadership 2020 profitieren.

Jeder ist seiner Zukunft Schmied

Um es mit den Worten unserer Moderatoren Anika und Ben zu sagen: Es war die wahrscheinlich längste, größte und beste Alumni Conference in der Geschichte von CAReer. Als Teilnehmerin kann ich sagen: die Zahl der Themen, Impressionen und Denkanstößen war ebenfalls rekordverdächtig. Jetzt ist es an uns, den 234 Teilnehmern dieses Tages, eigene Schlüsse ziehen und die zukünftige Laufrichtung zu definieren.

Persönliches Glück und „Epic Shit“

CAReer hat mir gezeigt, dass es wichtig ist, immer wieder die Herausforderung zu suchen und gemeinsam Lösungen zu finden. Sowohl für das Team als auch für Leadership 2020 – wir haben die Chance, die Zukunft von Daimler gemeinsam zu gestalten. Ein erster Schritt hierbei ist, mit sich selbst und seinem persönlichen Umfeld zufrieden zu sein. Nur dann kann man die Kraft und Motivation für Veränderungen aufbringen. Ganz frei nach dem Motto von Alice Sara Ott: „Let’s all be happy people, who do epic shit!“


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Dieser Artikel wurde von geschrieben. Sie ist CAReer-Alumna und arbeitet bei Mercedes-AMG im Bereich „Projekt- und Produktcontrolling Fahrzeuge“ (FMP/SF). Dort ist sie zuständig für die Budget- und Fertigungsmaterialsteuerung im Kompetenzteam Entwicklung Interieur.

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