Zu Tisch – Mittagessen bei Daimler

Halb eins, der Magen knurrt, das Mittagstief setzt ein, der Blutzuckerhaushalt ist im Keller. Wie gut, dass es in den Betriebsrestaurants ein Gegenmittel gibt – Essen.

Dass das lecker ist, wurde mir schon vor Beginn meines Praktikums in der Kommunikationsabteilung von einem Freund verraten. Und das hat sich direkt am ersten Arbeitstag im Werk Untertürkheim bestätigt.

Doch wo die Lebensmittel herkommen, was mit den Resten passiert und wer sich überhaupt die Rezepte überlegt, das konnte mir keiner so recht beantworten. Daher habe ich mich mal bei Herrn Fölsch, dem Chef aller Kantinen am Standort und Herrn Hell, dem Chefkoch der neuen Kantine, schlau gemacht.

Am Tisch mit Zetsche und Bottas

Neben zwei weiteren Betriebsrestaurants können die Mitarbeiter im Werk Untertürkheim seit letztem Jahr in der „neuen Kantine“ Essen gehen. Neben den Gerichten und der Gestaltung der Räume gibt es einen weiteren großen Pluspunkt: Hier können einem schon einmal bekannte Gesichter der Daimler-Welt über den Weg laufen. Daimler-Chef Dieter Zetsche oder Silberpfeil-Pilot Valtteri Bottas haben beispielsweise schon mit mir zu Mittag gegessen. Ok. Sie haben nur gleichzeitig mit mir gegessen und saßen auch ein paar Tische entfernt. Aber das zählt!

Valtteri Bottas

Die Ruhe vor dem Sturm

Schon mein allmorgendlicher Arbeitsweg führt an der Kantine vorbei – und so werde ich häufig auch direkt mit Essensgeruch begrüßt. Das kommt daher, dass hier schon um 6:00 Uhr früh angefangen wird, zu kochen. Ja, hier wird beinahe alles selbst gekocht. Bio sind die Produkte selten, da Biobauern gar nicht die Kapazitäten hätten, die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu versorgen. Worauf aber Wert gelegt wird, das ist die Regionalität der Produkte. Das wiederum bringt einen zusätzlichen Vorteil: die Lebensmittel legen kurze Lieferwege zurück, können beinahe täglich frisch geliefert werden und es wird nur wenig Lagerfläche benötigt.

Um circa 11:00 Uhr ist dann alles vorbereitet. Das ist wichtig, denn die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stürmen die Essensausgabe direkt in der ersten Stunde. Ob es der große Hunger oder die Angst ist, nicht mehr von allem etwas abzubekommen – man weiß es nicht. Aber auch zu späterer Stunde ist noch genug von allem da.

Gekonnt wählen

Und das bringt uns zum nächsten Thema. Auch um 12:30 Uhr gibt es noch eine Menge an Essen in der Ausgabe. Doch was passiert mit den Resten? Durch Hygienevorschriften muss alles, das mal draußen in der Ausgabe lag, bei Nichtverzehr weggeworfen werden. Um diese Menge zu verringern, reduziert das Team der Kantine die Lieferungen aus der Küche nach draußen. Schön und gut. Aber bei 18 Gramm, die rein rechnerisch pro ausgegebenem Essen weggeworfen werden, können die Reste der Ausgabe doch nicht alles sein.

Und genau so ist es. Ein großer Anteil kommt von den Essensresten auf den Tellern der Mitarbeiter. Ich verstehe die Leute nicht, die sich mehr aufs Tablett laden als sie essen können.  Ich bin noch mit dem Spruch aufgewachsen „Wenn man nicht aufisst, gibt es morgen schlechtes Wetter“. Selbst wenn der Spruch Kinder nur dazu bringen soll, nicht nur das Schnitzel, sondern auch das Gemüse zu essen. Jeder sollte nur so viel nehmen, wie er auch essen möchte und die Speisen wählen, bei denen er nicht die Hälfte wegwirft.

Nichts geht über eine Currywurst mit Pommes

Das Schöne am „Erwachsensein“ ist doch, dass man essen und trinken kann, was man möchte. Man muss natürlich auch auf seine Ernährung achten, aber lassen wir das leidige Thema. Beliebte Gerichte hier im Werk sind Currywurst mit Pommes, Linsen mit Spätzle, Spaghetti Bolognese und so ziemlich alles, was paniert ist. Wie sich zeigt, haben wir da gar nicht so andere Favoriten, wie es die Gäste auf einer Kindergeburtstagsfeier hätten. Ich persönlich bin als sogenannte „Neigschmeckte“ in Stuttgart ein Fan von Linsen mit Spätzle geworden. Das Rezept hier in der neuen Kantine finde ich ausgesprochen lecker.Diese werden in regelmäßigen Abständen von einer Rezepturgruppe, ausgetüftelt und verbessert. Nach fleißigem Probekochen und Verköstigen wird ein finales Rezept erstellt, das dann in den bundesweiten Betriebsrestaurants als Vorlage dient.

Abgestimmt auf Region und Saison

Natürlich wird nicht jedes Gericht eins zu eins gleich gekocht, das rührt schon daher, dass es verschiedene Lieferanten mit verschiedenen Produkten an den Standorten gibt. Eine Currywurst in Stuttgart ist also beispielsweise anders als eine Currywurst in Hamburg.Außerdem variiert der Speiseplan je nach Region. So kann es vorkommen, dass wenn in Stuttgart Linsen mit Spätzle auf dem Teller landen, weiter im Norden Grünkohl mit Pinkel aufgetischt wird. Generell gilt dabei: Es soll eine möglichst große Abwechslung geboten und auf gewisse Vorgaben geachtet werden: Fleisch, aber kein Schwein, Fisch, Vegetarisches, Süßspeisen, Saisonales und so weiter. So, dass die Kantine für jeden Geschmack etwas zu bieten hat.


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Dieser Artikel wurde von geschrieben. Sie ist Praktikantin in der Internen Kommunikation und studiert Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim.

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