Alle Wetter auf Knopfdruck

Endlich ist es soweit: Am Freitag dürfen Emma und ich Daimler Forschungs- und Entwicklungschef Ola kennenlernen. Dafür hat er uns als Genius-Reporter extra in eine der großen Hallen des Entwicklungszentrums in Sindelfingen eingeladen.

Als er uns im Eingangsbereich begrüßt, ist mein erster Gedanke: ganz schön groß – sowohl Ola selbst, als auch die riesige Halle.

Für sie wurden etwa 16 Kilometer Rohrleitungen und 10.000 Kubikmeter Beton verbaut. Dies entspricht mehr als 1.250 Betonfahrmischern. Durch die Gänge gelangen wir direkt in die Kommandozentrale der Klima-Windkanäle. Dort werden die Funktionen eines Autos bei unterschiedlichen Temperaturen getestet – schließlich sollen sie in allen Ländern der Erde ohne Probleme fahren.

Dabei wird unter anderem untersucht, wie die Fahrzeuge auf die extrem unterschiedlichen Temperaturen reagieren. Auch der Innenraum inklusive Elektronik wird unter sämtlichen Wetterverhältnissen gecheckt. Bevor wir uns die beiden Kammern genauer anschauen, unterhalten wir uns erstmal ein bisschen mit Ola.

Coole Autos und exklusive Einblicke

Dabei erfahren wir, dass er ursprünglich aus Schweden stammt und schon als Kind von „coolen Autos“ träumte. Nach seinem Studium in seiner Heimat und in der Schweiz wollte er unbedingt für die Marke arbeiten, die ihn schon damals „am meisten faszinierte“: Mercedes-Benz.

Mittlerweile ist Ola für die Forschung und Entwicklung bei Daimler verantwortlich. Auf dem riesigen Gelände des Mercedes Technology Centers in Sindelfingen arbeiten Tausende von Ingenieuren an den „modernsten Autos der Welt“, erzählt er begeistert. Hier steht nicht nur die Halle mit den Klima-Windkanälen: Auch das Design-Studio, ein Fahrsimulator, die Aeroakustik-Windkanäle und eine Crashtestanlage befinden sich am Standort. „Alles was hier passiert, ist streng geheim“, flüstert er uns zu und lacht. Cool, und wir dürfen exklusiv für Genius hinter die Kulissen schauen. (Genius ist eine MINT Bildungsinitiative von Daimler.)

Vom Schwitzen zum Bibbern

Jetzt wollen wir aber die besondere Gelegenheit nutzen und uns die Klimakanäle genauer anschauen. Also, ab in den Warmkanal. Dort steht auch schon ein richtig cooles E-Klasse Cabrio für uns bereit. Aufwärmen bei über 30 Grad ist angesagt – es sind sogar bis zu 60 Grad möglich.

Zum Glück haben wir unsere Sonnenbrillen eingepackt, denn sogar Sonnenstrahlen können hier erzeugt werden. Auch Wüstenbedingungen und tropisches Klima mit 95 Prozent Luftfeuchtigkeit lassen sich herstellen. Wir kommen aber bereits so ins Schwitzen. Gut, dass die Kaltkammer direkt nebenan liegt.

E-Klasse im Eismantel

Bevor wir die schwere Tür zum Eisraum öffnen, heißt es erstmal: dick einpacken. Ohne Winterjacke, Mütze und Handschuhe hält man es hier nicht aus: minus 20 Grad zeigt das Thermometer. In der Kammer lässt sich die Temperatur sogar auf minus 40 Grad runterfahren. Und: Es kann hier sogar schneien. Kein Wunder, dass die dort geparkte E-Klasse bereits komplett vereist ist.

Zusammen mit Ola schnappen wir uns ein paar Eiskratzer und versuchen, das Auto von seiner dicken Eisschicht zu befreien. Ganz schön schwierig, denn bei solchen Temperaturen gefriert eine Scheibe auch von innen. Diese Tests sind aber dringend notwendig, da in einigen Ländern tatsächlich solche frostigen Grade vorkommen.

Bereit für die Nächste Entdeckungstour

Uns ist auf jeden Fall schon nach zehn Minuten eiskalt. Zeit, die Kaltkammer wieder zu verlassen. Leider müssen wir uns dann auch schon von Ola verabschieden.

Was für ein einzigartiges Erlebnis – in den streng geheimen Entwicklungsräumen der Daimler AG gemeinsam mit dem Chef auf Entdeckungstour zu gehen. Emma und ich freuen uns schon auf den nächsten spannenden Einsatz als Kinderreporter!


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Dieser Artikel wurde von geschrieben. Er ist 11 Jahr alt, aus Stuttgart und seit Dezember 2015 als Genius-Kinderreporter unterwegs. Er geht in die 5. Klasse der Waldorfschule Esslingen. Als absoluter Technik-Fan ist er natürlich auch von Autos in aller Form und deren Entwicklung begeistert.

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