Gelesen, gewonnen, gehört

„Max Giesinger im Mercedes-Benz Museum – gewinnen Sie 3×2 Tickets…“, diese Überschrift lachte mich neulich im Daimler-Intranet an. Ganz klar, da muss ich hin! Schnell die Antwort zum Gewinnspiel in eine Mail gepackt und ab die Post.

Jetzt hieß es abwarten und Daumen drücken. Ich habe bisher noch nie was gewonnen und daher war die erste Euphorie auch schnell wieder vorbei. Doch dann kam die Nachricht: Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!

Ich musste zweimal hinschauen, aber es stimmte – ich hatte tatsächlich zwei Tickets gewonnen. Die Euphorie war doppelt und dreifach so groß und ich konnte es kaum erwarten beim Max Giesinger Konzert live dabei zu sein. Bisher singt er mir nur täglich im Büro über meine Kopfhörer ins Ohr, aber an diesem Abend gehörte ich zu den glücklichen Gewinnern, die ihn hautnah erleben durften.

„Make it happen“

Was ziehe ich an, wen nehme ich mit? Ich konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Das Los war gefallen, meine Freundin Miriam sollte mich begleiten und zum Anziehen hat sich auch etwas gefunden. Jeans, Chucks und ein Shirt mit der Aufschrift „Make it happen“. Passender hätte es doch nicht sein können.

Wenige Stunden später saß ich mit Miri im Auto auf dem Weg zum Mercedes-Benz Museum. Dort angekommen spürten wir schon beim Abholen der Tickets am Antenne1 Infostand, dass hier heute eine ganz besondere Stimmung herrschte. Wir waren sofort verzaubert und total im „Giesinger-Fieber“.

Eine Runde durchs Museum

Aber bevor es losging, durften wir noch durchs Museum laufen. Mit dem Aufzug ging es ganz nach oben. Wir wurden bereits bei der Fahrt hinauf via Lautsprecher und Leinwand von den Antenne1-Moderatoren Nadja und Ostermann begrüßt. Es wurde wirklich an alles gedacht. Wir waren beinahe allein bei unserem Museumsspaziergang, da wir außerhalb der regulären Öffnungszeiten im Hause waren.

Schon das war Erlebnis pur für uns. Die Zeit rannte und nach vielen automobilen und historischen Eindrücken begaben wir uns in die oberste Ebene des Museums. Dort standen schon die ersten Ungeduldigen vor verschlossener Tür. Wir reihten uns in die vorfreudige Truppe ein und warteten bis sich endlich die Türen öffneten.

Hautnah dabei

Wir erhaschten einen ersten Blick auf die Bühne und uns wurde sofort klar: “Wir sind hautnah dabei“. Wir stellten uns direkt an das kleine Podest, wo Max nachher für uns singen würde – für nur 200 Gäste. Mit den zwei Mädels neben uns kamen wir schnell ins Gespräch: Louisa und Annabelle. Schließlich hatten wir was, was uns verbindet – wir sind hier! Auch die beiden hatten heute erst erfahren, dass sie zu den erlesenen Gewinnern gehörten. Gemütliche Musik lief schon im Background und wir konnten es alle kaum noch erwarten Max endlich begrüßen zu dürfen.

Seine Band machte mit einem Intro den Anfang. Mitten in der Ouvertüre sahen wir ihn dann zum ersten Mal. Max kam singend und lächelnd auf die kleine Bühne geschlendert. Ein unbeschreiblicher Moment. Es gab kein Halten mehr. Die Menge hieß ihn mit tosendem Applaus und lautem Gekreische willkommen. Lieder, eines schöner als das andere, reihten sich aneinander. Immer wieder erzählte er kleine Anekdoten aus seinem Leben.

WG-Leben, Bankerkarriere, Cocktails und Modeln

Man hatte das Gefühl, ihn tatsächlich und total authentisch kennenlernen zu dürfen. Wie er einst Banker werden wollte und sich nach zwei Wochen am Schalter von seiner Ausbilderin anhören durfte, dass sie ja schon einige Azubis hier hatte, aber bisher wirklich noch keiner, der so „vor sich hin vegetiert“ habe. Tja, nach ganzen zwei Wochen war es mit der Bankerkarriere vorbei. Zum großen Glück seiner heutigen Fanbase.

Auch bei den witzigen Geschichten aus der WG-Zeit mit seinem besten Freund Steffen, der uns beim Konzert übrigens an der E-Gitarre unterhielt, ist ein Knaller nach dem anderen dabei. Die Jungs haben sich übers Internet kennengelernt (O-Ton Max: „Aber nicht so, wie ihr jetzt denkt!“) und Steffen musste Max erstmal Hochdeutsch beibringen. So entstand ihre musikalische, und wie man das Gefühl hat, auch einzigartige Freundschaft.

Zu jedem Bandmitglied gibt es eine kleine Story. Egal ob einer die besten Drinks mixen kann oder nebenbei noch als Unterwäschemodel tätig ist, wir hörten neugierig und gespannt zu. Kaum zu glauben, dass Max noch vor ein paar Jahren, so wie er uns selbst erzählt, für sieben Euro mit einer Mitfahrgelegenheit von Karlsruhe nach Stuttgart kam, um auf der Königstraße zu musizieren. Es ist ein großartiger Musiker aus ihm geworden, der uns an diesem Abend alle samt verzaubert hat.

Blick über Stuttgart

Als das angekündigte letzte Lied gespielt wurde, forderten wir lautstark eine Zugabe, welche wir natürlich auch bekamen. Im Anschluss daran, sollte jeder von uns noch ein Autogramm und ein persönliches Foto mit Max erhalten. Trotz der verhältnismäßig kleinen Gästezahl, könnt ihr Euch  die Schlange sicher vorstellen. Wir Mädels beschlossen uns ganz hinten anzustellen, als ein Museumsmitarbeiter eine Tür zur Dachterrasse öffnet.

Interessiert wagen wir einen Schritt nach draußen. Das nächste Highlight wartete bereits auf uns. Stuttgart bei Nacht vom Dach des Mercedes-Benz Museums und dazu noch einen uneingeschränkten Blick auf den Cannstatter Wasen, welcher dank des Frühlingsfestes in den buntesten Farben leuchtete. Der Ausblick war atemberaubend schön und wir genossen den Moment.

Autogramme en masse

Irgendwann hieß es dann auch für uns: Ab in die Schlange. Wir waren das Schlusslicht und Max hat tatsächlich durchgehalten und jedem Gast seinen Backstage Pass signiert und für etliche Fotos posiert. Jede von uns wollte natürlich ihr Einzelfoto, wobei das Gruppenbild auch nicht fehlen durfte. Wir hatten einen riesen Spaß und selbst nach stundenlangem Autogrammgekritzel und gefühlten tausend Fotos, hatte Max noch ein Lächeln für uns parat. Auch das Scherzen war ihm nicht vergangen. Fasziniert und freudestrahlend verabschiedeten wir uns.

Ich muss sagen: Herzlichen Dank für diese mitreißende, musikalische Reise. Es war ein unvergesslicher und legendärer Abend, den sicher keiner von uns je vergessen wird!


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Dieser Artikel wurde von geschrieben. Sie arbeitet im Projektmanagement MDEG & MB Classic in der Nutzfahrzeug Powertrain Entwicklung in Untertürkheim.

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