GLE on Ice – Winter Road in Kanada

Stuttgart – Frankfurt – Calgary – Edmonton – Inuvik: Nach einer gefühlten Ewigkeit in der Luft betreten wir endlich kanadischen Boden. Wir, das sind vier Journalisten, unser Fotograf und ich. Unser Ziel: die Tuktoyaktuk Winter Road. Mit drei Mercedes-Benz GLE wollen wir sie ein letztes Mal befahren, bevor sie 2018 endgültig geschlossen wird.

Inuvik ist mit ca. 3200 Einwohnern die größte kanadische Stadt jenseits des Polarkreises. Hier im Nordwesten der Northwest Territorries bekommen wir einen Eindruck von dem, was uns auf unserer Reise erwartet: -20 Grad Celsius Außentemperatur, eisiger Wind und Winter soweit das Auge reicht.

Empfangen werden wir von Danny Kok und seinem Team. Danny ist der Chefinstrukteur der Mercedes-Benz Driving Academy. Er weiß genau, worauf es bei Eisfahrten ankommt. Nicht mit Bleifuß auf das Gaspedal, keine ruckartigen Lenkbewegungen, Abstand, wenn eine Schneefahne hinter dem Vordermann entsteht. Vor allem aber: Augen auf die Straße – warum, das erfahren wir noch früh genug.

Zur Mannschaft gehören vier Journalisten aus Deutschland, UK und Kanada, unser Fotograf Daniel Maurer, ich und Danny mit seinem Team. Nach einem Briefing zu Ablauf und Sicherheit, lernen wir uns beim gemeinsamen Abendessen besser kennen.

Flussabwärts

Der nächste Morgen. Es ist soweit: Nach dem Frühstück geht es endlich auf die Ice Road. Sie führt von Inuvik aus direkt nach Tuktoyaktuk, heißt daher auch Tuktoyaktuk Winter Road. Auf mindestens 80 Zentimeter dickem Eis geht es zunächst rund 90 Kilometer auf dem Mackenzie River entlang, dann noch einmal die etwa gleiche Distanz auf dem Eismeer. Die Ice Road ist im Winter die einzige Möglichkeit, Tuk, wie einheimische Trucker unser Ziel getauft haben, mit dem Fahrzeug zu erreichen.

Im Frühjahr, Sommer und Herbst führt der Mackenzie Wasser und auch das Eismeer im Sommer taut. Dann erreicht man Tuk praktisch nur noch mit dem Schiff oder dem Flugzeug. Die Wahl unseres Transportmittels ist uns leicht gefallen: Mit zwei Mercedes-AMG GLE 400 4MATIC (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 8,5 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 197 g/km.*), einem Mercedes-AMG GLE 43 4MATIC (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 8,6 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 199 g/km.*) und einer G-Klasse als Begleitfahrzeug machen wir uns auf den Weg.

Der Weg ist das Ziel

Nach wenigen Kilometern hinter dem Steuer hat man sich an die Ice-Road gewöhnt. Obwohl wir die meiste Zeit auf blankem Eis fahren, haben die Reifen erstaunlich Grip. Dank feinfühligem ESP (Elektronisches Stabilitäts-Programm) verhält sich das Fahrzeug beinahe wie auf einer gewöhnlichen Straße. Beschleunigen und Bremsen ist kein Problem. Bei normaler Fahrweise kann ich bis zu 100 km/h fahren. Begleitet wird unsere Fahrt von einem atemberaubenden Panorama. Da ist es in der Tat schwer, sich allein sich auf die Straße zu konzentrieren.

In meiner Zeit als Entwickler bei Mercedes-Benz war ich oft mit dem Auto auf dem Eis unterwegs. Allerdings ist die kanadische Ice Road ein anderes Kaliber als ein gefrorener schwedischer See. Das Eis ist tiefblau und doch klar – man könnte Fische darunter erkennen.

Am Kopf unserer Kolonne: ein Vorausfahrzeug, das uns frühzeitig Gegenverkehr meldet. Droht kein Gegenverkehr, schalten wir auch schon einmal das ESP aus und driften über die Schneespuren an den Seiten der Straße. Ein riesen Spaß.

Im hohen Norden

Nach etwa drei Stunden erreichen wir Tuk. Der Ort ist nicht zu verfehlen, die Ice Road ist eine dead end street. Tuk ist Kanadas zweitnördlichste Siedlung und liegt am Delta des Mackenzie Rivers. Hinter dem Ort beginnt das Meer, die Beaufortsee. Wir fahren in den Ortskern – bei 850 Einwohnern nicht schwer zu finden. Es ist -20 Grad. Das Leben ist hart hier oben. Viele sind arbeitslos. Ein paar Jobs gibt es bei der Polizei, in der Schule und der Verwaltung und in der spärlichen Industrie, die sich im Sommer entwickelt.

Trotzdem werden wir willkommen geheißen – auf der örtlichen Polizeistation. Restaurants oder ein Hotel gibt es nicht, es kommen wohl zu wenige Gäste und Touristen in den Ort. Das jedoch könnte sich ab dem kommenden Jahr ändern. Seit 2014 baut der kanadische Staat eine ganzjährig befahrbare Straße nach Tuk. 2018 steht endlich die Eröffnung an. Jedoch zum Leidwesen von Ice-Road-Romantikern wie uns: Die Tuktoyaktuk Winter Road wird dann geschlossen.


* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch“ neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter http://www.dat.de/ unentgeltlich erhältlich ist.


Wie bewerten Sie diesen Artikel?
4.8 / 5 (148 Bewertungen)
Bitte warten...

Tags: , , , , ,

drucken

Wollen Sie wirklich das Internet ausdrucken?

Sparen Sie Papier und schonen Sie die Umwelt! Nutzen Sie die Funktionen zum Bookmarking oder zur E-Mail-Weiterleitung.

Ihre Daimler AG

Erst wenn Sie klicken, wird die Schaltfläche aktiv und stellt eine direkte Verbindung mit dem jeweiligen sozialen Netzwerk her. Hierdurch werden Daten an das jeweilige soziale Netzwerk übertragen. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzhinweise.

Dieser Artikel wurde von geschrieben. Er ist Pressesprecher SUV bei Mercedes-Benz.

Lernen Sie weitere Autoren kennen oder lesen hier mehr über das Blog.

Die letzten 5 Kommentare

  1. 10 Jahre Daimler-Blog: Von der BILD zum Blog

    Alexander Mankowsky: Berlin hat, wie auch Baden-Württemberg, sehr verschiedene Seiten. Es ist die...

  2. 10 Jahre Daimler-Blog: Rückblick und Ausblick aus dem Maschinenraum

    Lisa-Maria Larbig: Vielen Dank für den anschaulichen Blick hinter die Blog-Kulissen – auf...

  3. 10 Jahre Daimler-Blog: Zukunft der Unternehmenskommunikation

    Marcel: Herr S., haben Sie die anderen Beiträge im Daimler-Blog eigentlich auch gelesen? In 99,9%...

  4. Otto und der tiefere Sinn der Weltreisen-„G“-schichte

    M. Wollert: Gunther Holtorf, für mich bislang eine Legende unter den Globis. Heute haben wir ihn...

  5. Mein Mercedes-Benz 380 SLC – Ungewöhnlich und unverkäuflich

    Roli: Wirklich gut geschrieben! Und ist auch verständlich, dass das Auto verkaufen bei so einem...