Vom Poetry Slam bis zu Polit-Prominenz

Das Mercedes-Benz Museum – mehr als 130 Jahre Geschichte, neun Ebenen mit 16.500 Quadratmetern Fläche, 160 Fahrzeuge, beeindruckende Architektur, tolles Ambiente und meine Praktikums-Location!

Ich bin Studentin der Hochschule Heilbronn und absolviere derzeit meinen Master in Betriebswirtschaft Kultur-, Freizeit- und Sportmanagement. Um ein möglichst praxisnahes Studium zu gewährleisten und wichtige Erfahrungen und Kontakte sammeln zu können, beinhaltet unser drittes Semester eine praktische Projektphase. Ich freue mich sehr, dass ich diese von März bis Ende August in der Eventabteilung des Mercedes-Benz Museums verbringen darf. So lerne ich die Abteilung sowie das Unternehmen kennen.

Die einzigartigen Eventflächen, die historischen Ausstellungsgegenstände, die atemberaubende Architektur und die damit verbundene Stimmung im Haus beeindrucken mich jeden Tag. Besonders begeistert bin ich von der obersten Ebene des Museums. Das sogenannte Casino mit ganzseitiger Glasfront, ebenso wie die Dachterrasse bietet einen einmaligen Blick über den Neckarpark und die Daimler Konzernzentrale bis zu den dahinterliegenden Weinbergen.

Mehr als nur eine Eventlocation

Dauerausstellung „Galerie der Helfer“.

Das Museum fungiert natürlich nicht nur als Eventlocation, sondern hat einiges mehr zu bieten. Es soll Besuchern aus aller Welt ermöglichen, in die Geschichte sowie die Entstehung und Entwicklung der Automobilindustrie einzutauchen. Seit fast elf Jahren stehen die Türen des Museums offen und bis heute war, bis auf Einwohner der Länder St. Kitts und Nevis, Botswana, Guyana, Papua-Neuguinea sowie Samoa, die ganze Welt zu Gast. Das beeindruckt mich persönlich sehr. Kein Wunder also, dass sich die Zahl der Besucher inzwischen auf mehr als acht Millionen beläuft.

Sonderausstellungen

Um die Ausstellung abwechslungsreich gestalten zu können, werden immer wieder Exponate ausgetauscht. So sind beispielsweise seit April in der „Galerie der Namen“ fünf neue Fahrzeuge berühmter Persönlichkeiten zu besichtigen. Eines davon ist der Mercedes-Benz CLA StreetStyle designed by Cro. Hier konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, mich – selbstverständlich nach Rücksprache mit dem verantwortlichen Kollegen – selbst einmal reinzusetzen. Außerdem kann man die Fahrzeuge von Lukas Podolski, Nicolas Cage, des ehemaligen US-Astronauten David Randolph Scott und des Weltreisenden Gunther Holtorf besichtigen.

Zur Ausstellung kommen regelmäßig Sonderausstellungen hinzu. Derzeit können sich die Besucher bei der Sonderausstellung „EY ALTER – Du kannst dich mal kennenlernen“ mit dem demografischen Wandel in der Arbeitswelt und sich selbst auseinandersetzen. Da diese Ausstellung direkt vor meiner Bürotür stattfindet und die Freude an der Arbeit auch nicht zu kurz kommen darf, habe ich natürlich bereits selbst mitgemacht.

Es macht unglaublich viel Spaß, da man aktiv Aufgaben lösen muss und man vielleicht sogar die eine oder andere Stärke oder Schwäche über sich erfährt, von der man bisher noch gar nichts wusste. Die Ausstellung ist noch bis Ende Juni 2017 im Haus. Die zweite Sonderausstellung zurzeit: „Alltagshelden“ – mit den populärsten Autos aus vielen Epochen. Zu besichtigen ist sie noch bis September 2017. Es folgt ab 19. Oktober die Sonderausstellung „50 Jahre AMG“.

Spannend und abwechslungsreich

Circa 150 Veranstaltungen jährlich – das ist mir aus meinem Vorstellungsgespräch auf alle Fälle hängen geblieben. Das ruft schon nach Vielfältigkeit, was mir persönlich beim Arbeiten besonders wichtig ist. Zwar bin ich erst seit Anfang März dabei, dennoch kann ich jetzt schon von einer spannenden und sehr abwechslungsreichen Zeit berichten. Gleich in den ersten Tagen wurde ich mit auf Veranstaltungen und Kundentermine genommen und direkt als vollwertiges Teammitglied mit einbezogen.

Das Anfragenmanagement, Location Besichtigungen und Angebotserstellung bis hin zur Mithilfe bei der Durchführung gehören dabei zu meinen Tätigkeiten. Gerade das Mitwirken an Projekten von Anfrage bis hin zur Abrechnung, der Kontakt zu vielzähligen Kunden und die ständig wechselnden Veranstaltungsformate mit unterschiedlichsten Anforderungen geben keinen Raum für Routine. Dazu zählen Seminare, Meetings, Produktpräsentationen und verschiedenste Abendveranstaltungen. Aber auch Delegationsbesuche und Großgruppenbesuche, wie beispielsweise ein Besuch von 2500 Chinesen im April, gehören zu den Events.

Ein neuartiges Eventformat

Besonders interessieren mich die kulturellen Veranstaltungen, beispielsweise „Die Lange Nacht der Museen“. Hierbei durfte ich am Abend der Veranstaltung alles rund um einen Poetry Slam betreuen. Als größtes und in diesem Jahr neuartiges Eventformat ist die Planung des Konzertsommers schon in vollem Gange. Dies bietet mir eine einmalige Chance hinter die Kulissen eines solchen Großevents blicken zu können. Zudem wird schnell bewusst, was für eine unglaubliche Organisation und Absprache ein solches Format verlangt. Voller Vorfreude blicke ich auch dem Open Air Kino im August entgegen. Bereits zum 11. Mal können die Besucher Filme unter freiem Himmel auf der Open Air Bühne anschauen. Meiner Meinung nach eine unglaublich schöne und gemütliche Location. Ich werde für den ein oder anderen Film sicherlich auch privat ins Museum kommen.

Doch nicht nur die Veranstaltungen selbst begeistern mich. Ein weiterer sehr positiver Aspekt des Aufgabengebiets ist, dass man durch die ständige Zusammenarbeit mit anderen Bereichen viele neue Kollegen und oft auch Freunde kennenlernt. Auch das Praktikantenessen, welches wir Museumspraktikanten wöchentlich stattfinden lassen, finde ich eine tolle Möglichkeit um Erfahrungen untereinander austauschen zu können.

Zwischen Schreibtischtagen und Polit-Prominenz

Natürlich gibt es auch sehr häufig die ganz klassischen „Schreibtisch-Tage“, an denen Anfragen, Aufträge, Rechnungen und vieles mehr bearbeitet und Kunden- sowie Dienstleistergespräche geführt werden. Dennoch erlebt man im Großen und Ganzen immer wieder und oftmals auch sehr spontan etwas Neues – wie letzten Mittwoch.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und seine Frau Gerlinde zu Besuch im Mercedes-Benz Museum

Als ich gerade Unterlagen zu meinen Kollegen bringen wollte, lief ich Ministerpräsident Winfried Kretschmann sprichwörtlich in die Arme. Auch wenn man täglich mit prominentem Besuch rechnen muss, war ich doch kurz überrascht. Der baden-württembergische Landesvater war privat mit seiner Ehefrau Gerlinde zu Besuch. Nach einem kurzen Gespräch und -wer hätte es gedacht, in unserer Zeit muss man ja alles festhalten – einigen Fotos und Selfies ging die Tour der beiden durchs Museum auch schon wieder weiter. Nachdem ich mich wieder gesammelt hatte und mir der eigentliche Grund meines Weges eingefallen war, habe ich die Unterlagen meinen Kollegen überreicht – sogar die grundlegendsten Aufgaben können spontan zu spannenden Aktionen werden.

Ich kann definitiv sagen, dass es auf keinen Fall langweilig wird oder die Arbeit zu eintönig ist. Dies bestärkt mich darin mein Aufgabenfeld und Werdegang weiter zu verfolgen. Nach Beendigung des Praktikums werde ich nächstes Semester noch einige Module belegen müssen. Anschließend steht als letztes großes Projekt, bevor ich vollständig in die Berufswelt eintrete, die Ausarbeitung meiner Masterthesis an. Wer weiß was bis dahin passiert. Vielleicht geht mein Weg direkt hier weiter oder er führt mich zu einem späteren Zeitpunkt mal wieder zurück ins Museum.

Das Eventteam des Mercedes-Benz Museums


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Dieser Artikel wurde von geschrieben. Sie ist Praktikantin in der Event-Abteilung des Mercedes-Benz Museums und studiert im Master Betriebswirtschaft Kultur-, Freizeit- und Sportmanagement.

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