Family on Tour: Gießerei mal anders

35 Stunden Arbeit in der Woche. Ganz schön viel Zeit, die man hier in der Firma und nicht zu Hause mit seiner Familie verbringt. Umso schöner, wenn man ihr mal zeigen kann, wo Papa oder Mama so den ganzen Tag sind und was sie hier machen. Deshalb hatten wir im Werk Mettingen einen Familientag.

Normalerweise dürfen Familienangehörige nämlich nicht aufs Werksgelände. Wir sind rund 570 Frauen und Männer in unserem Bereich UDG und produzieren die Gehäuse für das Neungang-Automatik-Getriebe (NAG3), Strukturteile, Getriebegehäuse, Kupplungsgehäuse und vieles mehr. Zu unserem Bereich gehören auch das Team Schmelzerei und das Team Steuerung mit Themengebieten wie beispielsweise Röntgenstelle, Rüstmeisterei, Roboteroptimierung. UDG steht übrigens für Produktion und Technologie Ur- und Umformen Druckguss.

Klar, aus Film und Fernsehen hat jeder einen Funken Vorstellung, wie eine Gießerei ausschaut. Doch die Bilder von flüssigem, heißem Metall bilden die Realität bei Weitem nicht vollständig ab.

Deshalb gab es den Familientag: Hier waren rund 1600 Besucher vor Ort, die die Möglichkeit zu einem Rundgang durch die die Produktionshallen hatten. Mit Infoständen stellten sich die einzelnen Teams und ihre Produkte vor. Praktische Beispiele wie Druckgussformen, Schutzanzüge und Karosserieteile im Zusammenbau mit UDG-Teilen veranschaulichten die Darstellungen.

Für meine Frau, vor allem aber meine beiden Töchter, die keinerlei Vorwissen besaßen, war es sehr interessant, die Gießerei als mein tägliches Arbeitsumfeld kennenzulernen. Ich erzählte ihnen einiges über meine Arbeit, doch natürlich war ich nicht der einzige, der sein Wissen weiter gab. Thomas Kaiser beispielsweise, Leitung Produktion Strukturteile Aluminium, stand vor der laufenden Druckgussmaschine, der DGM 564.

Meine Frau Melanie, die beiden Kinder Leonie (11) und Lina (3) und ich.

„Diese Maschine produziert Aluminiumstrukturteile“, so Thomas Kaiser, der dann auf die einzelnen Verfahrensschritte einging. Für die Kleine war es leider hin und wieder etwas zu laut. Und das, obwohl nur eine der vielen Maschinen zu Vorführzwecken überhaupt in Betrieb genommen wurde. Kinderohren sind halt doch noch deutlich sensibler, das wird mir dadurch wieder bewusst.

Einfach mal spüren lassen

Neben typischen Geräuschen zeigte ich meiner Familie in einer anderen Ecke der Halle beim Schmelzbetrieb, wie warm es bei so einem Ofen werden kann. Es war echt schön, nicht immer nur mit Worten alles zu beschreiben, sondern auch einfach mal zu zeigen und sie selbst hören und spüren zu lassen.

Thomas Kaiser erklärt vor der Druckgussmaschine DGM 564 die einzelnen Verfahrensschritte.

Doch natürlich gab es nicht nur Input. Für die etwas größeren Kinder wurde ein Gabelstapler hingestellt, auf den sie sich setzen konnten. Für die Kleineren war leider nicht so viel geboten.

Foodtrucks für die Familie

Was für meine gesamte Familie auf jeden Fall toll war, war die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Kolleginnen und Kollegen zu essen und Zeit zu verbringen, ohne mit den Gedanken bei der Arbeit zu sein. Am Standort waren extra für den Familientag Foodtrucks angerückt, die uns mit Essen und Trinken versorgten. Burger, Maultaschen, Pulled Pork und verschiedene Würstchen am Spieß mit Brotteig. Da läuft einem beim Gedanken daran schon das Wasser im Munde zusammen.

In der Mittagszeit bildeten sich richtig lange Schlangen, jeder wollte das köstliche Essen probieren. Die Zeit verging wie im Flug und so saßen wir schließlich bis Nachmittag zusammen. Der Tag hat sich in meinen Augen für alle Mitarbeiter gelohnt, denn: Wann bekommt man schon mal die Gelegenheit, seiner Familie den eigenen Arbeitsplatz zu zeigen. Sollte noch einmal so ein Familientag stattfinden, bin ich auf jeden Fall mit dabei. Mein Vater war ja beispielsweise noch nicht hier. Danke an die Organisatoren!

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