Was ist härter? Vom Journalismus in die Unternehmenskommunikation zu wechseln oder von Taipeh nach Untertürkheim? Die Frage wird bald beantwortet werden können. Von Ihm: Sascha Pallenberg.

Sein Herz ist in Gelsenkirchen und bei dem dort ansässigen Fußballverein geblieben. Der Rest des Körpers war bisher die meiste Zeit des Jahres in Taiwan oder auf Tech-Konferenzen unterwegs, um für sein Medium Mobile Geeks zu berichten. Und nun steigt er bei Daimler in die Unternehmenskommunikation ein. In Stuttgart. Als Hanseat weiß ich aus eigener Erfahrung: Es dauert eine Weile, bis man sich nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb der Werkstore mit den kulturellen Gegebenheiten der Region arrangiert hat und ein professioneller Kehrdienst engagiert ist. Ein Doppelter Kulturschock erwartet also unseren Neuzugang.

Warum dieser Wechsel? Die meisten Theorien dazu beinhalten wahrscheinlich eines dieser Sonderzeichen: €$£¥. Aber wer Sascha schon erlebt hat, der weiß, dass dieser Typ vor allem von einer Sache getrieben ist: der Ausschüttung von Endorphinen durch den Zugang zu Unterhaltungselektronik. Er hat sich zum Beispiel – und das ist kein Scherz – einen RFID-Chip in die Hand setzen lassen.

Jetzt freut er sich jedes Mal diebisch, wenn er damit Daten per NFC auf ein Smartphone übertragen kann. Auch Autos werden immer mehr zu Unterhaltungselektronik. Insofern passt das gut. Aber es geht um mehr als das.

Denkanstöße ohne Verkaufsimpulse

Klassischer Journalismus wird bekanntlich immer öfter von Advertorials und Content Marketing durchsetzt. Das ist – sofern es kenntlich gemacht wird – auch nicht verwerflich, sondern verständlich, vor allem aus Sicht der Verlags-Buchhaltung. Selten ist es aber elegant oder interessant. In der globalen Kommunikation bei Daimler gehen wir zukünftig einen anderen Weg: Wir setzen verstärkt auf unsere eigenen Medien. Der Vorteil: Auf den eigenen Kanälen können wir Denkanstöße bieten, ohne Verkaufsimpulse setzen zu müssen. Ob das eleganter oder interessanter ist, gilt es zu beweisen. Aber ich finde, versuchen kann man es mal.

Owned Media bieten für uns nicht nur Flexibilität und Kontrolle, sondern auch große Reichweiten. Allein mit internen Medien erreichen wir täglich mehr als 280.000 Menschen. Hinzu kommt ein Millionenpublikum über Websites und Social Media. Ich bin mir sicher: Im Zusammenspiel bieten diese Kanäle weit mehr als die Summe ihrer Teile.

Um diese Verzahnung zu gewährleisten, wird bei uns in der Unternehmenskommunikation ein Redaktionsteam aufgebaut, das die Inhalte für konzerneigene Onlinemedien erstellt.

Dieses Team arbeitet in erster Linie nicht für Journalisten, sondern eher wie Journalisten.

Menschen folgen zuerst Menschen, dann Marken

Erster Neuzugang ist jener Sascha Pallenberg. [Videoerklärung von Sascha auf Mobile Geeks] Als erfahrener Online-Redakteur wird er insbesondere Inhalte an der Schnittstelle zwischen Auto- und IT-Industrie für Daimler Online-Medien aufbereiten. Das passt, denn insbesondere auf digitalen Kanälen gilt: Menschen folgen Menschen – nicht nur Marken. Insofern ist es entscheidend, authentische Redakteurspersönlichkeiten im Team zu haben. Sascha ist eine solche Persönlichkeit und soll es auch in der neuen Rolle bleiben. Tesla-Rants wird es von ihm sicher seltener geben. Mercedes-Rants dafür vielleicht öfter. Denn wenn Schwaben neben Hochdeutsch noch etwas nicht beherrschen, dann ist es Selbstzufriedenheit. Ich finde, damit sind die Voraussetzungen für Selbstkritik gar nicht so übel.

Dass Authentizität auch in Konzernmedien funktioniert, belegt unter anderem dieses Blog hier. Das Daimler-Blog wurde bereits 2007 mit der Maßgabe gestartet: kein „Hochglanzmagazin mit Kommentarfunktion“, sondern echte Beiträge der Mitarbeiter. Ich freue mich, dass Sascha jetzt auch so ein Mitarbeiter ist.

Willkommen an Bord, Palle!

Sascha Pallenberg


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Dieser Artikel wurde von geschrieben. Er ist Leiter der Kommunikation der Daimler AG und leidgeprüfter Fan des HSV.

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