Vater & Sohn: Mit dem Unimog nach Gaggenau

Nach der gelungenen Aktion, als ich meinen Vater an seinem letzten Arbeitstag nach 45 Jahren im Werk Sindelfingen mit dem Unimog meiner Freunde Frank und Armin abholte, ergab sich nun die Möglichkeit, ihnen dafür Danke zu sagen: Mit einem besonderen Ausflug ins Unimog Museum nach Gaggenau.

Leider war Armin Weiß verhindert, so nahmen wir seinen Sohn Ruben mit nach Gaggenau. Wir sind Arbeitskollegen bei Daimler, Freunde und teilen die Leidenschaft für das Universal-Motor-Gerät, kurz, Unimog. Los ging’s: Kurz vorglühen, sofort sprang der laufruhige Sechszylinder Diesel-Motor an, und ab auf die Landstraße.

Mit einer Stunde Verspätung, 50km Umleitung und einer schönen Fahrt durch den Schwarzwald, kamen wir endlich in Gaggenau am Unimog Museum an.

Wir dachten schon, ihr habt ihn kaputt gemacht,

war eine der ersten Aussagen von meinem Vater und Frank. Doch es war alles gut und wir sind heil angekommen.

Der Eyecatcher in pink

Nachdem wir uns kurz frisch gemacht hatten – nach knapp 2,5 Stunden bei 30 Grad im Unimog ohne Klimaanlage, mussten wir das – ging es auch schon weiter: Ein Fotograf setzte uns und andere Unimogs vor dem Museum in Szene.

Nach kurzer spaßiger Diskussion, wer jetzt in dem pinken Unimog sitzen sollte („Barbie“ hätte der bestimmt richtig gut gefallen), ließ ich mich doch überreden, mich hinter das Steuer des 411ers zu setzen.

Unimog U411

Eigentlich schon eine coole Sache, ein pinker Unimog mit Kuhfell Sitzbezügen. Da ist Auffallen definitiv garantiert! Doch der Unimog von Motorsport-Legende Ellen Lohr war natürlich nochmal eine Steigerung! Ein richtiger Renn-Unimog, der an diesem Tag In Gaggenau auch kurz sein Können in der Praxis zeigte. Hier geht’s zum Film mit Ellen Lohr.

Ein Hobby zum Schwitzen

Dann ging es zum Offroad-Parcours des Museums. Nach kurzen Instruktionen in die Technik des U5023 ging es dann auch schon los in den Parcours. Als der Fahrer mit seinem kleinen Hebel seine Gänge vorwählte, die dann druckluftunterstützt vom Fahrzeug eingelegt wurden, musste ich schmunzeln.

Unimog U5023

Wie musste ich doch schwitzen auf der Fahrt mit den vielen Steigungen und dem dadurch bedingten Schalten im U417 von Armin und Ruben Weiß. In der Hangfahrt bei 28° Hangneigung in Querfahrt wurde uns allen leicht unwohl.

Unimog: Ein Mercedes eben

Wir wissen zwar, dass der Unimog das beste Geländefahrzeug ist, „ein Mercedes eben“, aber im nahezu maximal möglichem Gelände hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt noch keiner von uns bewegt. Nach 3 bangen Minuten, die der Unimog an der Neigung stand, damit der Fotograf uns ablichten konnte, atmeten wir alle durch als wir wieder waagerecht auf dem Boden standen.

Da war die 100% Steigung in Längsfahrt doch einiges angenehmer, als man durch sein eigenes Gewicht zuerst in den Sitz und dann in den Sicherheitsgurt gedrückt wurde! Die Fahrt durch den Offroad-Parcours hat uns wohl alle noch einmal mehr für die Legende Unimog begeistert und die richtige Wahl unseres „Hobbys“ bestätigt.

Besichtigung des Unimog-Museums

Als wir den U5023 verließen und alle ein riesiges Grinsen im Gesicht hatten, ging es auch schon weiter mit einer kleinen Führung durch das Museum, mit niemand geringeren als Herrn Wischhof – die Unimog-Legende schlechthin. Die Informationen aus erster Hand einer solchen Persönlichkeit zu bekommen, war wirklich etwas Tolles. Vielen Dank an Herrn Wischhof hierfür!

Am Ende der Führung hatte Herr Wischhof noch eine Überraschung für uns: „Als Sie hier auf den Hof fuhren, fiel uns sofort ein kaputtes Bremslicht bei Ihnen auf! Jeder Unimog, der hier ankommt, wird genau beobachtet: Uns entgeht Nichts. Daher bekommen Sie eine neue Glühbirne für Ihren Unimog!“ Damit hatte wohl keiner von uns gerechnet, dass man uns so genau beobachtet. Vielen Dank auch hierfür an Herrn Wischhof!

Zum Abschluss gab es dann noch ein Gruppenbild mit Herrn Wischhof und uns, direkt vor dem Museum. Doch auch hier kamen sofort andere Unimog begeisterte und fragten Ruben und mich über den Unimog aus.

Ruben Weiß, Hans-Jürgen Wischhof, Reinhold Kurz, Frank Mayer, Philipp Kurz

Nach weiteren 2,5 Stunden Rückfahrt kamen wir dann gegen 20:30 Uhr am Haus von Armin Weiß an und waren froh, dass alles ohne Zwischenfall so gut geklappt hatte!

Der Name sagt alles: Fast alles ist möglich

Ruben und Armin Weiß´ Begeisterung für den Unimog steckt bereits im Namen: „UniversalMotorGerät“. Da man es für so gut wie alles einsetzen kann, von Land- und Forstwirtschaft bis hin zum Standard-Gütertransport. Außerdem begeistert die Beiden die Geländegängigkeit, fast alles ist möglich.

Infiziert durch den Vater

Mein Vater wurde bereits in seiner Tätigkeit im Fuhrpark des Werkes Sindelfingen und bei der Bundeswehr auf den Unimog aufmerksam. Dabei stieg seine Begeisterung für den Unimog. Ich wuchs quasi mit unserem Unimog auf und wurde sofort mit dem Virus infiziert. Mich fasziniert vor allem, dass die älteren Unimogs von früher mit einfachster Technik trotzdem noch mit den heutigen Unimogs im Gelände gut mithalten können.

Landmaschinen, Unimogs und MB Trucks

Frank Mayer hat Landmaschinenmechaniker gelernt. Sein Ausbildungsbetrieb war schon damals ein Mercedes Servicestützpunkt. Bevor er zum Daimler wechselte, hatte er mit Unimogs und MB Tracs zu tun. Dort wuchs auch bei ihm die Begeisterung für die ultimativen UniversalMotorGeräte…

Ob es im Waldeinsatz oder in der Landwirtschaft war, für die beiden Fahrzeuge, einen Unimog oder ein MB Trac, gab es fast keinen Halt. Er probierte auch damals schon im Baumfeld die Geländegängigkeit der Fahrzeuge im Rahmen einer Probefahrt aus.

Die Begeisterung für dieses Fahrzeug hält bis heute an. Und dies teilen wir alle, es verbindet uns über Generationen. Es gibt nicht allzu viele Fahrzeuge, bei denen das so ist.


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Dieser Artikel wurde von geschrieben. Er ist in der Abteilung RD/EIW tätig. Dort beschäftigt er sich mit der Baubarkeit und Festlegung von elektrischen Komponenten. Insbesondere stellt Phillipp Kurz in Zusammenarbeit mit der Konstruktion und der Produktionsvorbereitung die Verlegung des elektrischen Leitungssatzes sicher.

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