E-Klasse T-Modell: Willkommen in der Produktion!

Sindelfingen, Oktober 2015. Die E-Klasse Limousine läuft erst wenige Monate über die Produktionsstraßen im Werk Sindelfingen, jetzt beginnt auch die Erweiterung auf die neue Generation des T-Modells. In den letzten Wochen haben meine Kollegen und ich zur Vorbereitung genau geprüft, welche Teile und Werkzeuge für einen reibungslosen Anlauf benötigt werden.

Wir sind auf die neue Karosserieform geschult, die Regale sind voll, die Akkus geladen und die Logistik steht in den Startlöchern.

#wirsindbereit!

Gespannt und voller Erwartung blicken wir auf die Fertigungslinie in der Halle und warten auf den ersten Kombi der neuen Generation E-Klasse. In allen Ecken hört man von den Kollegen erwartungsvolle Bemerkungen wie „unser erster neuer E-Klasse Kombi“ oder „der Dauerbrenner im Ländle“. Nur noch wenige Augenblicke, dann startet an diesem Vormittag – im September 2016 – die Serienproduktion.

Die vorangegangenen logistischen Leistungen sind ausgeblendet und die ersten Teile in den Ladungsträgern zu erkennen.

#jetztgehtslos!

Mein Name ist Christian Dröws, ich bin gelernter Konstruktionsmechaniker arbeite im Bereich Aggregateaufrüstung der Baureihe E-Klasse.

Auf den ersten Blick erscheinen die Änderungen des T-Modells zum Vorgänger überschaubar. Doch ein Auto besteht nicht nur aus zwei Achsen und einem Motor. Die Verkabelungen, Abgasanlagen, Antriebswellen und vieles mehr sind alles neue Komponenten, die eingebaut werden.

Erster Eindruck in der Anlauffabrik

Ich konnte mir bereits im Vorfeld in der Anlauffabrik einen ersten Eindruck über das neue Modell verschaffen, um später meine Kollegen über alle Fakten wie technische Daten oder Ausstattungsmerkmale zu schulen. Schon hier erkannte ich, dass sich der Aufbau des Fahrzeugs deutlich verändert hat. Dabei bekam ich die Chance, gemeinsam mit dem Anlaufteam das Fahrzeug produktionstauglich zu bringen und in die Montage zu integrieren.

Erfahrungen einbringen und Prototypen aufbauen

Meine Erfahrungen aus der Produktion und anderen Serienanläufen, wie der vorangegangenen Generation E-Klasse und den aktuellen CLS und CLS Shooting Brake, konnte ich super einbringen und dabei helfen, die neue Generation reibungslos in Serie zu bringen. Dabei hatte ich mit der Logistik, Bauteil- und Betriebsmittelplanung, Anlaufschulung und dem Prototypenbau Kontakt.

Monatelang hieß es täglich, Prototypen Stück für Stück aufzubauen und jedes Bauteil zu prüfen. Nach einigen Besprechungen und Fotodokumentationen lief der Aufbau flüssig und ich konnte meine Kollegen in separaten Bereichen einlernen.

Arbeitsschritte an der Schulungskarosse

Ungebunden an den Takt der Produktionslinien erklärte ich jedem Einzelnen die Aufbaureihenfolge an bereitgestellten Schulungskarossen. Ich war überrascht, wie schnell meine Gruppe die neuen Arbeitsschritte aufnahm und Interesse an jedem Detail zeigte.

Vor Jahren stand ich selbst an ihrer Stelle und erinnere mich daran, dass wir damals sogar noch auf separate Schulungsbereiche verzichten mussten. Trotzdem meisterten wir auch diese Hürde ohne Probleme. Die Aufgabe, meine Gruppe vorzubereiten und für sie ein Anlaufpunkt für Fragen zum neuen E-Klasse Kombi zu sein, habe ich erfolgreich und mit viel Freude erfüllt. Auch in Hinblick auf meine Führungskräfte spüre ich eine neue, noch stärkere Verbundenheit zum Team.

Mercedes-Benz E-Klasse T-Modell (BR 213)

Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich einen aufregenden Film aus verschiedensten Aufgaben, Projekten und Entwicklungen. Meine Aufgabe als Multiplikator brachte mir jede Menge neue Erfahrungen und Kontakte zu fast jedem Bereich in der Produktion und der Entwicklung im Werk Sindelfingen.

Kaum vorzustellen, wie sich dieser Anlauf für mich entwickelte. Im Sommer 2014 stand noch die Frage im Raum, ob ich mir vorstellen kann, mich bei der neuen E-Klasse Limousine mit einzubringen. Nur wenige Monate später konnte ich bereits meine Kollegen einlernen, und zusätzlich im Verlauf des E-Klasse Anlaufs die ersten kritischen Aufgaben übernehmen.

Mit der Unterstützung meines Abteilungs- und Teamleiters, meiner Betriebsingenieure und Planer, ging es für mich weiter in einen Arbeitskreis, der die Maßhaltigkeit des neuen Modells überwachte.

So wuchs in mir schrittweise eine Zugehörigkeit zur E-Klasse, wie ich sie noch nie spürte. Die vergangenen Monate zeigten mir, wo ich mich in wenigen Jahren befinden möchte: Genau hier! Im Anlaufteam und der Umsetzung solch großer Projekte, im Center E-Klasse.

Ich bin schon ein wenig stolz, dass meine Ideen und Erfahrungen ein Teil des neuen Kombis sind. Auch bei der Einführung zukünftiger Baureihen werde ich mich wieder mit voller Begeisterung einbringen und freue mich schon jetzt auf die spannenden Aufgaben.

Doch davor heißt es für mich erst mal: Das neue Fahrzeug zu den Kunden und auf die Straße bringen!


Weiterführende Infos zur zum E-Kombi gibt es in einem Special auf unserer Corporate Website.


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Er ist gelernter Konstruktionsmechaniker und arbeitet im Werk Sindelfingen in der E-Klasse Montage. Seit fast genau 11 Jahren ist er im Unternehmen und hat gerade seine Meisterausbildung begonnen.

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