Hack.Stuttgart: Vom Hackathon zur Promotionsstelle

Nachdem unsere Ergebnisse des Daimler-Hackathons “Hack.Stuttgart” auf reges Interesse bei firmeninternen Abteilungen gestoßen sind, wurden alle Teams vom Daimler Personalmarketing und DigitalLife zu einem erneuten Treffen eingeladen. Ziel war es in Diskussionen inhaltlich an die Entwicklungen des Hackathons anzuknüpfen, aber auch Einstiegsmöglichkeiten für uns Teilnehmer zu finden.

Hack.Stuttgart: Kurzer Rückblick

Unser Hackathon-Team “Inceptor” hatte sich bereits im Vorfeld des Hackathons über das Daimler-Portal zusammen gefunden. Da einer der Teamkollegen und ich aus Lübeck kommen, war es nicht anders möglich. Rückblickend war das aber genau richtig, da wir so von Anfang an auf eine sehr ausgewogene Zusammensetzung des Teams geachtet haben. So hatten wir in unserem Team Experten von Hardware über Software, Machine Learning hin zu User-Interfaces und Projektmanagement.

Das erste Mal getroffen haben wir uns dann beim Hackathon vor Ort. Das wichtigste hier ist es die Zeit vor Wettbewerbsbeginn für drei Dinge zu nutzen:

  • die Organisation des Teams,
  • die Vorbereitung auf den Wettbewerb,
  • und das Netzwerken mit anderen Teilnehmern.

Hackathons bieten hier eine einmalige Plattform, um unkompliziert in direkten Kontakt mit Vertretern von Fachabteilungen, Personalern und gleichgesinnten Ingenieuren zu treten.

Nach 24 Stunden kreativem Arbeiten, Programmieren und Netzwerken wurden dann abschließend die Ergebnisse der einzelnen Teams präsentiert und von einer Jury bewertet.

„Inceptor“: Stresslevel-Analyse durch Algorithmen

Unser Team „Inceptor“ hatte eine Anwendung erarbeitet, welche Vital- und Umgebungsdaten mit dem Infotainmentsystem des Fahrzeuges verknüpft. Mit Machine-Learning Algorithmen wird das Stresslevel des Fahrers und aktuelle Gefahrensituationen analysiert, und gegebenenfalls entsprechend eingegriffen.

Belohnt wurde der ganze Aufwand mit unglaublich vielen Kontakten zu Daimler-Mitarbeitern und dem ersten Platz fürs Team. Durch das intensive Netzwerken konnte ich die für mich wichtigen Kontakte knüpfen, welche später zu meiner aktuellen Promotionsstelle in der Zukunftsforschung für Nutzfahrzeuge geführt haben. Hier werde ich die intraorganisationalen Auswirkungen der digitalen Transformation untersuchen.

Follow-up: Brainstorming und Netzwerken

Knapp zwei Monate nach dem Hackathon wurden alle Teilnehmer zu einem Workshop bei Daimler geladen. Nach einem kurzen Begüßungsfrühstück wurden wir in kleine Gruppen, bestehend aus Teilnehmern, Experten aus Fachabteilungen und Personalern aufgeteilt und haben zu unterschiedlichen Themen aus den Bereichen Gesundheit, Mobilität, Wearables, Interieur und mehr „gebrainstormt“.

Hier wurden innerhalb kürzester Zeit interessante Konzepte und Ideen entwickelt, aber auch Fragen zur Zukunft der Mobilität, Politik und Spannungsfelder  aufgeworfen. Nach intensiven Diskussionen, Workshops und Vorträgen ging es dann zum Mittagessen in die Kantine. Definitiv besser als jede Uni-Kantine, und eigentlich sogar echt gut!

Direkt im Anschluss ging es dann mit dem Bus ab nach Sindelfingen, zu der Besichtigung des Windkanals. Abgesehen vom Stau um Sindelfingen war das ganze sehr kurzweilig und man hatte nochmal die Möglichkeit, sich mit anderen Teilnehmern zu unterhalten.

Besichtigung des Windkanals in Sindelfingen

Die Besichtigung des Windkanals in Sindelfingen war das absolute Highlight des Tages! Über meinen Vater kannte ich bereits kleinere Windkanäle, aber der neue Windkanal in Sindelfingen ist absolut beeindruckend. So einen Windkanal kann man sich letztlich wie eine Mischung aus einer Raumstation und einem Tunnel vorstellen.

Am einen Ende ist ein riesiger Ventilator die Wind erzeugt, am anderen Ende der Prüfstand mit dem Auto im Wind. Dazwischen ist unglaublich viel Technik, Prüfstände und riesige mit Glas abgetrennte Messräume und Computer. Nach der Führung ging es zurück zum Tagungszentrum.

Sindelfingen - Aeroakustik-Windkanal

Einstiegsmöglichkeiten und Stellenangebote

Für mich hatte sich bereits in den Wochen nach dem Hackathon eine Promotionsstelle gefunden. Die abschließende Präsentation der Stellen und Einstiegsmöglichkeiten war daher für mich nicht mehr wirklich relevant. Trotzdem war ich bei beeindruckt, wie viel Zeit sich die Personalabteilung sich für jeden einzelnen genommen hatte.

Bereits im Vorfeld wurden Ausschreibungen für alle Teilnehmer, aber auch weitere interessante Stellenangebote zusammengestellt. Soweit ich das beurteilen konnte, wurde über die Stellenangebote hinaus auf die Profile der Teilnehmer eingegangen und Kontakte zu passenden Fachabteilungen hergestellt.

Ich weiß zumindest von drei meiner vier Teamkollegen, dass sie hierüber an Werkstudentenstellen und Einstiegsstellen gekommen sind (bzw. sich noch in Verhandlungen befinden). Da ich bereits einige Assessment-Center bei anderen Firmen teilgenommen hatte, hat mich das Format des Follow-ups ganz besonders beeindruckt.

Anstatt einer Massenabfertigung hatte ich hier tatsächlich den Eindruck, dass man sich bewusst Zeit genommen hatte, um auf jeden Einzelnen einzugehen. Richtig gut!

Ausblick: Hack.IAA

Ich bin auf jeden Fall schon gespannt auf den nächsten Hackathon auf der Nutzfahrzeuge-IAA am 26. Und 27. September – den ich dieses Mal als Doktorand von der Seite der Veranstalter aus erleben werde :-) Wenn ihr Fragen habt, findet ihr mich bestimmt auch dort, ansonsten könnt ihr aber auch einfach beim Hackathon teilnehmen oder dort am Stand vorbei schauen. Keine falschen Hemmungen, es lohnt sich immer selbst Initiative zu zeigen!

Für alle, die jetzt Lust bekommen haben: auf der IAA könnt ihr bei einem weiteren Hackathon eigene Ideen zu den Themen „Smart Logistics“ und „User Experience @Commercial Vehicles“ verwirklichen und selbst Kontakte zu Personalern und Fachbereichsvertretern knüpfen. Mehr Infos findet ihr auf der Webseite zum Hack.IAA.

Meldet euch an! Aus eigener Erfahrung kann ich euch nur bekräftigen, es lohnt sich!

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Dieser Artikel wurde von geschrieben. Er hat an der Hochschule Esslingen Technische Informatik (B.Eng.) studiert und anschließend ein Masterstudium der Medizinischen Ingenieurwissenschaft (M.Sc.) an der Universität zu Lübeck abgeschlossen. Seit September 2016 promoviert er bei der Daimler AG im Bereich „Zukunftsforschung Nutzfahrzeuge“ über die intraorganisationalen Auswirkungen der digitalen Transformation.

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