STARTUP AUTOBAHN: Selection Day

35% Regenwahrscheinlichkeit für den Selection Day… und bei mittlerweile 400 registrierten Gästen mussten wir zwischenzeitlich die Außenflächen der Event-Location mit einplanen, um die Veranstaltung nicht auf 2 Ebenen zu „zerschlagen“. Andererseits, wenn nur noch das Wetter als letzte Herausforderung der vergangenen Wochen übrig geblieben ist, können wir zufrieden sein.

Nach dem Launch von STARTUP AUTOBAHN am 24. Mai hatten die Startups ca. 6 Wochen Zeit sich für das 1. Programm zu bewerben. Und viele Startups haben diese Chance genutzt: Insgesamt 300 Unternehmen haben sich für unser Programm interessiert. Das waren neben Startups aus Deutschland auch Bewerbungen aus den Niederlanden, Finnland, Tschechien, Ungarn, USA, Israel, Schweiz und Brasilien.

Startup Pre-Selection

Wir haben uns zwar riesig über den Ansturm gefreut, gleichzeitig hat das auch eine Menge Arbeit für das Team der Pre-Selection mit Vertretern aller STARTUP AUTOBAHN Partner bedeutet. Ihre Aufgabe: Die erfolgversprechendsten und innovativsten Mobility-Startups für das Programm vorselektieren.

Von Daimler konnten wir Kollegen aus verschiedenen Business Units gewinnen: von der Mercedes-Benz Bank über Vans, Trucks, Mercedes-Benz Cars und Busse, sowie vieler Konzernfunktionen wie Strategie, Business Innovation oder Konzernforschung. Während dabei Plug&Play ganz im Sinne eines „Venture Capitalists“ auf die wirtschaftlichen Aussichten der Startups achtet, ist für uns wichtig, ob wir uns eine Zusammenarbeit mit den Startups vorstellen können.

Daimler als „Venture Client“

Zum Beispiel ein erstes gemeinsames Pilotprojekt mit Daimler als „Venture Client“. Während sich unsere Ziele perfekt ergänzen, war die Art der Herangehensweise bei der Selektion aber sehr unterschiedlich. Während Plug&Play auf Basis eines einzeiligen Excel-Eintrags über die Startups entscheidet, geht bei uns dann doch nichts über einen detaillierten Onepager, was bei der Anzahl an Startups in einer Powerpoint-Schlacht ausuferte.

Startup meets Großkonzern

Doch inhaltlich war sich das Pre-Selection Team eigentlich immer schnell einig, welche der 20, nein 22 Startups (es waren einfach zu viele spannende Startups dabei) wir zum pitchen einladen wollten. Damit war die Arbeit des Pre-Selection Teams getan, denn die letzte Auswahl der Startups erfolgt dann über die Jury aus Vertretern von Plug&Play, Daimler, der Universität Stuttgart und ARENA2036.

Selection Day: Von 22 bleiben 10 übrig

Der Selection Day war ganz nebenbei auch der offizielle Kick-off für die STARTUP AUTOBAHN und damit eigentlich zwei Veranstaltungen in einer. Das war im Nachhinein ein ganz schöner Marathon, aber trotzdem abwechslungsreich. Und das Wetter: Die 65% sind eingetreten und wir hatten den schönsten Sonnenschein!

Die Eröffnung der Veranstaltung machten die Gründungsmitglieder: Dieter Zetsche, Thomas Weber, Saeed Amidi, CEO von Plug&Play, und Wolfram Ressel (Universität Stuttgart, ARENA2036) gefolgt von zwei Keynotes durch Hendrik Brandis, Mitgründer von Early Bird, einem der größten europäischen VCs und Eyal Peso und CEO des israelischen Startups Gauzy. Und alle waren sich einig:

Go STARTUP AUTOBAHN, go Stuttgart!

Aber die Hauptsache waren natürlich die 22 Startup-Pitches im Rahmen des Selection Prozesses. Dabei hat jedes Startup gerade mal 5 Minuten um die Jury davon zu überzeugen, in das Programm aufgenommen zu werden. Da müssen die Argumente punktgenau rüberkommen.

Passgenaue Audiosignale

Eines der coolsten Startups dabei war Noveto: Mithilfe einer Kamera wird das Ohr des Zuhörers erfasst, um dann ein fokussiertes Audiosignal genau auf dessen Ohr zu richten. Wenn sich die Person bewegt, folgt der Ton dem Ohr wie ein unsichtbarer Kopfhöhrer. Und die Person die daneben steht? Hört nichts! Also ich kann mir einige coole Features für unsere Fahrzeuge vorstellen, vor allem wenn ich an Kinderlieder in Endlos-Schleife auf der Rückbank denke…

Cloudbasiertes Flottenmanagement autonomer Fahrzeuge

Oder das Startup BestMile: Eine zentrale Flottensteuerung für autonome Fahrzeuge. Damit kann man seine Fahrzeugflotte zum Beispiel koordiniert zum Laden, auf bestimmte Positionen und Routen oder einfach zum Waschen schicken. Könnte für uns spannend sein, wenn die car2go-Flotte autonom fahren würden. Mit Blick auf die Anzahl autonomer Fahrzeuge weltweit, ist BestMile aber noch eher früh dran.

Das Publikum hatte aber nicht nur die Chance die Startups durch die Pitches kennen zu lernen. Alle Startups hatten einen Demo-Tisch, an dem man während der Pausen jederzeit mit den Gründern in Kontakt treten konnte.

Silicon Valley meets Stuttgart

Nachdem alle Startup Präsentationen gehalten wurden musste die Jury ran und die ersten 3 Startups für das Programm festlegen. Und während sich das Publikum und die Startups schon einen kleinen Imbiss genehmigten – ganz im Sinne „Silicon Valley meets Stuttgart“ mit Hamburgern und Maultaschen – verkündete die Jury nach knapp einer halbe Stunden die ersten Programmteilnehmer:

  1. Blickshift (eye-tracking im Fahrzeug),
  2. Otonomo (Marktplatz für Fahrzeugdaten) und
  3. N-Join (BigData in der Produktion).

13 statt 10

Aber die schwierige Arbeit für die Jury kam erst einen Tag später, an dem die restlichen Startups ausgewählt werden sollten. Dabei gab es ein echtes Luxusproblem, denn überraschend viele der pitchenden Startups haben die Jury überzeugt. Das hat selbst Saeed Amidi als „alter Hase“ im Geschäft positiv überrascht: Und so kam es dann auch dazu, dass die Jury 13 statt 10 Startups in das Programm eingeladen hat. Heißt für das Team noch ein paar Schreibtische im Coworking Space zusammenzuschrauben.

Nach der Selection ist vor dem Expo-Day

Für die 13 Startups beginnt dann das Programm am 12. September. Und solange die ARENA2036 – unser zukünftiger STARTUP AUTOBAHN Coworking Space – noch im Bau ist, gehen wir mit dem Programm direkt in den Stuttgarter Süden, in ein Universitätsgebäude am Erwin-Schöttle Platz. Aber schon zum Expo-Day am Ende des 1. Programmabschnitts sind wir dann im ARENA2036 Gebäude. Und weil das ARENA-Gebäude so groß ist, haben wir dann auch das Wetterrisiko im Griff.

Und für die Daimler-Mitarbeiter im STARTUP AUTOBAHN Team beginnt die Arbeit schon heute: Wir starten das Matchmaking zwischen den Startups und unseren Fachbereichen für potentielle Pilotprojekte und wir identifizieren die passenden Daimler-Fachexperten und die besten Mentoren und für die Startups.

Unschlagbares Angebot

Seit dem Launch der STARTUP AUTOBAHN Ende Mai haben wir noch weitere Mentoren aus unserem Hause für das Programm gewinnen können. So dürfen die Startups nun auch damit rechnen einmal direkt mit Bodo Übber, Ola Källenius oder Dieter Zetsche über Ihre Geschäftsidee zu sprechen. Ich denke, das ist ein unschlagbares Angebot ;-)


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Dieser Artikel wurde von geschrieben. Er arbeitet für Daimler im Forschungskooperationsmanagement. Im Fokus: Kooperative Forschungs- & Innovationsprojekte mit Hochschulen, etablierten Industriepartnern und Startups aufzusetzen.

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