Von Bremen über Stuttgart bis nach Barcelona

Nach meinen Erlebnissen der vergangenen Wochen weiß ich nun mehr denn je: Wir – die Mitarbeiter – gestalten die Zukunft bei Daimler. Doch dazu später mehr. Fangen wir von vorne an: Ich arbeite im Mercedes-Benz Kundencenter Bremen und bin für die digitalen Medien des Kundencenters zuständig. Meine Arbeit dreht sich um das Thema Digitalisierung.

So kam ich auch in diesem Jahr zum mittlerweile 5. Digital Open Space. Ich sah einen Aufruf im Intranet des Konzerns, bewarb mich und ergatterte einen von 100 Plätzen. Es gab keine Agenda und es sollte um „Digital Services“ gehen. Von meiner Chefin gab es 100% Unterstützung „Klasse, auf jeden Fall hinfliegen“, hieß es.

DigitalLife Open Space

So landete ich auf dem DigitalLife Open Space „Am Römerkastell“ in Stuttgart. Wir erhielten tatsächlich einen „offenen Raum“ und durften unsere Ideen rund um das Thema „digitale Services“ entwickeln. Jeder Teilnehmer hatte die Möglichkeit seine Idee vor dem Publikum zu präsentieren, am Ende kamen dabei übrigens 51 Ideen zusammen.

Jede Idee wurde in offenen Sessions weiterentwickelt und am Ende von den Teilnehmern bewertet. Es wurden Punkte verteilt und „braingestormt“, die 10 Ideen mit den höchsten Bewertungen kamen ins Finale.

Die Siegeridee: ChatBot Messenger

Am zweiten Tag war sogar Ola Källenius, Leiter Mercedes-Benz Cars Vertrieb, vor Ort und konnte sich persönlich von unserer Kreativität überzeugen. Unsere Idee – oder genauer gesagt, der Geistesblitz des Kollegen Thilo Wessel – konnte auf Anhieb begeistern: „ChatBot Messenger“ nannten wir sie.
Die Idee hinter „ChatBot Messenger“ ist, Kundenanfragen nicht nur telefonisch zu bearbeiten, sondern dafür auch die gebündelte Reichweite bestehender Messenger und Apps zu nutzen. Fragen oder Termine finden in Form eines Chats statt. Durch künstliche Intelligenz – sogenannte Chat Bots – können hier automatisierte Konversationen zum Einsatz kommen. Somit kann ein Großteil der Anfragen direkt und maximal komfortabel für die Kunden beantwortet werden.

Thilo Wessel beim Pitchen

Die Siegesprämie: ein Auftritt auf dem darauf folgenden DigitalLife Day in Fellbach, nahe Stuttgart. Meine Reise ging weiter. Wir durften nun unsere Idee in einem Pitch vor 500 ausgewählten Kollegen vorstellen.

Next Stop: Pitch Workshop

Im nächsten Step wartete ein Pitch-Workshop auf uns. So etwas hat man auch nicht alle Tage: einen eigenen Coach, der unser ChatBot-Team optimal auf unseren großen Auftritt vorzubereitete. Wir hatten lediglich drei Minuten Zeit, die Jury von unserer Idee zu überzeugen. „Das Problem“, die Lösung und die Anforderungen mussten schließlich gut verpackt „live und in Farbe“ vor 500 Leuten auf einer Bühne präsentiert werden. Alles war erlaubt! Info vorab: Ich behielt meine Kleidung an :).

Digital Life Day: Unser großer Tag!

Am 13. Mai war es dann soweit. Im Goldbergwerk in Fellbach fand der DigitalLife Day statt. Coole Location, super Organisation, 12 internationale Speaker,  500 interessante Kontakte und 16 Marktplatz-Stände mit digitalem Portfolio – ein „digitales Schlaraffenland“.

Auf zwei Etagen konnten sich die Teilnehmer über den Fortschritt der Digitalisierung im Konzern informieren. Im Obergeschoss fanden Vorträge und Diskussionen aus den Bereichen statt. Kollegen aus dem Silicon Valley, China, Indien oder Deutschland berichteten über Ihren digitalen Alltag.

Aber auch externe Redner, wie beispielsweise Ramona Pierson , Co-Fonder der Online-Lernplattform Declara oder Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der Metro AG. Er zeigte interessante Beispiele, wie die Metro auf die Digitalisierung reagiert und betonte dabei gleichzeitig bezüglich der Kundenorientierung:

„Unser Geschäft ist zu 100 Prozent Mensch“

Im Erdgeschoss gab es die hauseigenen Innovationen. Vom autonomen Fahrzeug, dem F015, bis hin zu virtuellen Schweißgeräten, Logistik-Ideen aus dem Van-Bereich, Mercedes-Benz Social Car, Mercedes Me bis zu Daimler Connect, dem internen Social Network.

Am Nachmittag war dann Showtime. Rauf auf die Bühne, pitchen, eines von 10 Teams, drei Minuten Zeit, um zu überzeugen … Adrenalin, Vollgas. Ein Muster hatten wir auch gleich mitgebracht. Mehr geht nicht!

Schwarmintelligenz: Die Geschichte vom Blauwal

Ein Highlight des Tages: Dieter Zetsche und seine Geschichte vom Blauwal. Daimler hat symbolisch die Größe eines Blauwals, ein großer mächtiger Fisch. Zusammen als Schwarm bilden wir, die Mitarbeiter, den Blauwal.

Der Schwarm kombiniert die Stärken des Wales mit den Stärken der flinken Fische. Das bedeutet mehr Freiraum und Unternehmergeist, darf aber nicht zu Chaos und Anarchie führen. Wichtig dabei: Alle schwimmen in die gleiche Richtung.

Der Zusammenschluss der Individuen bietet dem Einzelnen Schutz und Energieersparnis, gemeinsam können wir Problemlösungen entwickeln und „den großen Blauwal vorantreiben“. Ganz nach dem Prinzip der Schwarmintelligenz. Irgendwie einleuchtend.

Dabei geht es gar nicht darum, jedes Mal die ganze Branche zu verändern. Manchmal sind es kleine, originelle Ideen

so Zetsche. Motiviert von dieser Rede, war jetzt die Frage – um in der Metaphersprache zu bleiben – welche kleinen Fische als Teil des Blauwals mitschwimmen dürfen. Der große Moment kam und ich konnte es nicht fassen … wir hatten die Jury überzeugt: WON!

Die Reise geht weiter: Barcelona wir kommen

Und wie geht es jetzt weiter? Eines weiß ich nun: Bei Daimler werden Ideen nicht nur generiert, sondern vor allem auch umgesetzt! Es bewegt sich was. PacTris ist ein anderes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit.

Aber die wichtigste Erkenntnis der vergangenen Wochen für mich war, dass sich mein Arbeitgeber – nicht nur im digitalen, sondern vor allem im arbeitskulturellen Bereich – weiterentwickelt und jeder Mitarbeiter dabei mitgestalten kann.

Das muss man sich mal vergegenwärtigen: Wir dürfen nun unsere Innovation auf den Markt bringen und im kommenden Jahr sogar auf dem Mobile-World Kongress in Barcelona dabeisein. Dank der Unterstützung vom DigitalLife-Bereich des Konzerns. Die Reise geht weiter – ich halte Sie auf dem Laufenden…

Sema1


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