Laut, warm, windig: Ein Tag im Daimler Heizkraftwerk

Die beiden Genius-Kinderreporter Emma, 11 Jahre, und Nick, 10 Jahre, durften im Daimler-Heizkraftwerk in Sindelfingen auf Entdeckungstour gehen. Genius ist die MINT-Bildungsinitiative von Daimler. Das Kraftwerk versorgt den gesamten Produktionsbetrieb der Daimler AG in Sindelfingen mit Wärme und Strom – und das rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.

Emma und Nick folgten der spannenden Einladung von Genius-Botschafter Christoph Natzschka und Michael Freudenmann, Leiter des Kraftwerks. Was die beiden Stuttgarter Schüler alles erlebt haben, beschreibt Emma in ihrer Reportage.

Am Freitag waren Nick und ich für eine Reportage für Genius zu Besuch im Daimler-Heizkraftwerk in Sindelfingen. Hier wird Wärme und Strom für die gesamte Produktion in Sindelfingen erzeugt. Auf dem Hinweg haben wir von Weitem schon die zwei großen Schornsteine erkannt. Michael Freudenmann ist der Leiter des Kraftwerks und führte uns über das Gelände. Dabei erklärte er uns genau, wie alles funktioniert.

Der geheimnisvolle Heizkessel

Zuerst waren wir mit Michael draußen auf dem Gelände. Wir haben dort die großen Erdöl-Tanks gesehen, die im Notfall gebraucht werden. Im Heizkraftwerk wird aber eigentlich Erdgas eingesetzt, weil es umweltschonender ist und direkt aus der Pipeline angezapft werden kann.

Dann wurden wir in den Kontrollraum, in die sogenannte Wärmewarte geführt. Hier wird der ganze Betrieb 24 Stunden genau überwacht. Alles voller Bildschirme und Tasten, und ganz schön schwer da den Überblick zu behalten. Wenn die Auto-Produktion mehr Energie benötigt, wird hier im Kontrollraum mehr Erdgas verbrannt. Und natürlich umgekehrt. Das Ganze kann man über eine Kamera im großen Heizkessel beobachten. Ziemlich geheimnisvoll.

Aufstieg ins Tropenhaus

Danach wurde es richtig laut im Maschinenraum. Deshalb haben wir spezielle Ohrstöpsel von Michael bekommen, und uns wurde gezeigt wie eine Turbine funktioniert. Mit der Turbine wird dann auch der Strom erzeugt. Einige Stufen höher gibt es eine Luftreinigungsanlage, die uns fast umgehauen hat. Nick und ich durften mal hinein klettern. Das war richtig lustig und super windig.

Je höher wir ins Kraftwerk gingen, desto wärmer wurde es. Fast wie in einem Tropenhaus. Und auch logisch, denn die Wärme steigt immer auf. Das Tollste war dann aber ganz oben: Wir durften auf dem Dach auf einen kleinen Turm steigen und konnten die ganze Produktionsstätte sehen – sogar die Teststrecke. Wir waren ungefähr 46 Meter hoch und mussten 250 Treppen laufen. Das war anstrengend.

Michael zeigte uns auf dem Schornstein gegenüber ein Falkennest. Der Falke brütet gerade vier Eier aus. Gemeinsam mit dem Naturschutzbund hat Michael dort eine kleine Webcam installiert. So kann er von seinem Computer aus den Falken beobachten. Und auch Nick und ich durften einen Blick auf den Falken mit seinen vier kleinen Eiern werfen.

Es war ein toller und aufregender Tag. Wer darf sich schon einfach mal ein Heizkraftwerk von innen anschauen und alles erkunden. Wir sind schon sehr gespannt, was wir als Nächstes mit Genius erleben.


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Dieser Artikel wurde von geschrieben. Sie ist elf Jahre alt, in der fünften Klasse eines Gymnasiums und hat viele Hobbies: Klavier spielen, Fußball, Ballett, Singen, Malen und Erfinden. Emma und Nick sind die beiden festen Genius-Kinderreporter. Regelmäßig berichten sie in ihren Reportagen über neue, faszinierende Innovationen und technische Phänomene und führen spannende Interviews mit Experten.

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