Glückwunsch zum Hundertsten, BMW!

Wettbewerb mit Augenzwinkern – Manch einer, der in der zweiten Märzwoche ins Mercedes-Benz Museum kam, wird sich verwundert gefragt haben, was denn die ganzen BMW mit Münchner, Leipziger oder Regensburger Kennzeichen vor dem Eingang machen.

Klassiker mit H-Kennzeichen waren das jedenfalls nicht – die dürfen bekanntlich unabhängig von der Marke immer prominent vor dem Museumseingang parken. Ein BMW-Kundenevent? Möglich. Eine feindliche Übernahme? Natürlich nicht.

Nein, ganz einfach: BMW feiert heuer seinen 100. Geburtstag. Ein schöner Anlass, mal ganz kollegial die herzlichsten Geburtstagsgrüße nach München zu entsenden. Aber was schenkt man zum Hundertsten? Hat man da nicht schon alles?

Geschichte als Geschenk

Wir mussten nicht lange nachdenken und beschlossen, Geschichte zu verschenken. Denn schließlich fällt die Geburt von BMW am 7. März 1916 mitten in die ereignisreiche frühe Hochphase der Automobilgeschichte. Bereits 30 Jahre zuvor nämlich, im Jahr 1886, hatten Carl Benz und Gottlieb Daimler unabhängig voneinander das Auto erfunden. Deshalb wird derzeit auch im Hause Daimler ein Jubiläum gefeiert: 130 Jahre Automobil. Und noch ein Jubiläum: 10 Jahre Mercedes-Benz Museum. Feste soll man feiern, wie sie fallen.

Gratulation per Pressemitteilung

Also gratulierten wir den Branchenkollegen per Pressemitteilung herzlich und sprachen mit einem freundlichen Augenzwinkern die Einladung an alle Mitarbeiter der BMW Group aus, „die ganze Geschichte des Automobils im Mercedes-Benz Museum zu erfahren“.  Eine Einladung zur Zeitreise im Mercedes-Benz Museum also, inklusive Hügelvorfahrt und Freiparken vor dem Eingang.

Es gab Saure Nierle

Kulinarisch rundeten wir den Geburtstagsgruß mit einer Restauranteinladung an die ersten 50 BMW-Mitarbeiter ab: eine zum typischen BMW-Kühlergrill in Doppelnierenform passende schwäbische Spezialität, schrieben wir. Dass es saure Nierle sein würden, erwähnten wir nicht direkt  – schließlich sollte unser Gruß den Münchnern nicht sauer aufstoßen.

Zukunft als Gegengeschenk

Die Konzernkommunikation von BMW antwortete noch am selben Tag, ebenfalls mit einer Pressemitteilung:

Ein herzliches Dankeschön –‚ vergelt’s Gott‘ – aus München nach Stuttgart! BMW Group bedankt sich für die Gratulation des Mercedes-Benz Museums und lädt die Mercedes-Mitarbeiter zum BMW Festival und zur Zukunftsausstellung nach München ein.

Große Freude unsererseits über die prompte und humorvolle Antwort, die da sinngemäß  lautete: „Ihr schenkt uns Geschichte und wir Euch einen Blick in unsere Zukunft.“ 1:1 – gut gekontert, BMW!

Schöne Schlagzeilen

„Wettbewerb kann auch so aussehen“, schrieb der Donaukurier, und Focus online titelte: „100 gegen 130: Ätsch, wir sind älter! So genial nimmt Mercedes Erzfeind BMW auf die Schippe“, „Zeit für schöne Worte und Neckereien“, schrieb die FAZ, und für die Stuttgarter Nachrichten war es gar eine „PR-Sternstunde im Premiumsegment“. Klar, dass wir Kommunikatoren solche Zeilen sehr gerne lesen.

Wir staunten nicht schlecht, als gleich am ersten Tag der Aktion noch vor 9 Uhr die ersten BMW vorfuhren, deren Besitzer an der Kasse ihre Mitarbeiterausweise vorzeigten und sich über die Essensgutscheine freuten. Und schon mutmaßten wir, dass sich die Münchner vielleicht abgesprochen hätten und unseren Museumshügel in einer konzertierten Aktion mit Hunderten Fahrzeugen stürmen könnten.

201 BMW-Mitarbeiter zu Besuch

Aber so weit kam es dann doch nicht: Genau 201 BMW-Mitarbeiter besuchten uns in insgesamt sechs Tagen, freuten sich über den freien Eintritt, ließen sich die sauren Nierle munden bzw. zeigten sich überrascht, wie gut sie schmeckten. Nachdem die 50 Freiportionen vergeben waren, spendierten wir den nächsten einen Museums-Geburtstagskuchen.

PR-Aktion gelungen, können wir sagen. Das Beste dabei: die positive Stimmung und die vielen Dankeschöns der Besucher, der hohe Sympathiefaktor fürs Museum, für die Marke Mercedes-Benz und für Daimler. Genau das hatten wir gewollt.

Das Museum ist beeindruckend – sowohl von der Architektur, als auch von der Ausstellung her… Wir bedanken uns bei den Kollegen aus Stuttgart. Die Einladung war eine sehr nette Geste.  

so eine BMW-Mitarbeiterin, aus dem IT-Bereich.

Dass nebenbei auch noch eine Gegeneinladung für alle Mercedes-Mitarbeiter raussprang: super! Wir kommen jedenfalls gerne zum BMW-Festival nach München! Übrigens: Daimler hat derzeit weltweit 284.015 Mitarbeiter…

 


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Sie arbeitet in der Presseabteilung des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart.

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