Mitarbeiter-Spende: Als kleiner Teil von etwas Großem

Es ist klasse, ein kleiner Teil von etwas Großem zu sein: Ich bin Praktikantin in der Spendenabteilung für „gesellschaftliches Engagement“. Vor Beginn meiner Zeit bei Daimler war ich ganz schön gespannt, was mich erwartet: Brauchen die jemanden, der kopiert und Kaffee kocht? Nein, brauchen sie nicht!

Und „action“

Es kam ziemlich anders. Eine große Aktion, die ich dabei von Beginn bis Ende mitbetreuen durfte: Die Mitarbeiter-Spendenaktion an das Deutsche Rote Kreuz für die Flüchtlingsnothilfe. Zusammen mit zwei Kollegen stellten wir Kontakt zum DRK her; wir haben den Spendenzeitrahmen festgelegt und uns mit der Kommunikationsabteilung abgestimmt. Die Aktion sollte ja wirkungsvoll angekündigt werden, damit ein möglichst hoher Betrag zu Stande kommt.

(c) Finnisches Rotes Kreuz / DRK

Nach 24 Stunden schon 75.000 Euro!

Als sie dann zum 17. September startete, war ich schon ein bisschen aufgeregt – kommt die Aktion gut an? Spenden viele Mitarbeiter oder ist das Thema Flüchtlinge schon durch die Medien so durchgekaut, dass die Kollegen nichts mehr davon hören und lesen wollen? Als das DRK am Morgen nach dem Start, nach nicht ganz 24 Stunden, einen Spendenstand von 75.000,- € meldete, war ich wirklich positiv überrascht. Mit so einer Spendenbereitschaft und einer solch hohen Summe, in dieser kurzen Zeit, hätte ich niemals gerechnet! Von da an war es jeden Tag eine kleine Freude, morgens ins Büro zu kommen und den neuen Spendenstand zu checken.

Selbst gespendet und damit ein kleiner Teil von 601.332 Euro

Auch als mein Betreuer mir sagte, dass das die beste Mitarbeiter-Spendenaktion ist, die es jemals bei Daimler gab, war ich schon ein bisschen stolz, Teil hiervon zu sein. Dass ich trotz meines Studentendaseins und momentanen Praktikantengehalts (meine einzigen fahrbaren Möglichkeiten sind derzeit Fahrrad und car2go) eine verschmerzbare Summe gespendet habe, ist Ehrensache.

(c) Jörg F. Müller / DRK

Der Endstand kann sich wirklich sehen lassen – € 300.666,- sind zusammen gekommen, wobei Daimler diese Summe nochmals verdoppelt. 601.332 €  konnten wir somit dem Deutschen Roten Kreuz kurzfristig für deren tolle Arbeit für die Flüchtlingsnothilfe zur Verfügung stellen. Wahnsinn! Damit hat keiner hier gerechnet.

Unternehmen und soziale Verantwortung

Ich finde es klasse, wenn sich Unternehmen in Deutschland ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind, zum Beispiel ehrenamtliches Engagement der Mitarbeiter unterstützen und durch erste Praktika und konkrete Hilfe wie Sprachunterricht für Flüchtlinge unterstützen, dass sich Menschen schnell in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft integrieren können.

(c) Finnisches Rotes Kreuz / DRK

Die nächsten kleinen und großen Projekte

Ich freue mich auf die weiteren kleinen und großen Projekte, die ich während meines Praktikums noch mitbegleiten darf. Langweilig wird es mir hier nie – die Projekte und Spendenanfragen, die hier jeden Tag eintrudeln, können nicht unterschiedlicher sein.

Mal geht es um Kinder, mal um Tiere und mal um Bildung oder Umwelt. Aber die festgelegten Förderkriterien für die Unterstützung von Projekten sind immer gleich: Es muss sich zum Beispiel um eine gemeinnützige Einrichtung handeln und sollte vielen Personen zu Gute kommen.

(c) Brigitte Hiss / DRK

Mein Betreuer durfte im Rahmen eines großen Hilfsprojektes eine Mangrovenrenaturierungsstätte in Sri Lanka besuchen – ich habe es immerhin schon nach Isny im Allgäu geschafft, wo ich ein Projekt des NABU besichtigt habe, der dort große Moorflächen renaturiert.

Fazit

Als kleiner Teil von etwas Großem wird man mit jeder neuen sozialen Aktion, egal ob im Beruf oder privat (menschlich) größer :)


(c) Fotos: Finnisches Rotes Kreuz / DRK.
Hier alle Aktionen von Daimler zur Flüchtlingshilfe auf einen Blick. 


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Sie studiert im 5. Semester Volkswirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen und macht im Rahmen des Praxissemesters ein 6-monatiges Praktikum in der Spendenabteilung.

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