One Man – Two Engines

Vielen ist der Slogan „One Man – One Engine“ ein Begriff. Er steht bei uns für „Leistung, Leidenschaft und Verantwortung“ und dieses leben wir Tag für Tag in der Motorenmanufaktur bei AMG in Affalterbach. Warum nun „One Man – Two Engines“?

Ein Schritt zurück. Vor gut drei Jahren, im Juli 2012, hatte ich meine Blog-Premiere mit dem Beitrag „Formel 1 bei AMG“. Damals hatte ich die Ehre mit Michael Schumacher und Nico Rosberg einen V8 5.5L Biturbo (M157) zu bauen, der dann in einen CLS Shooting Brake eingebaut und im Nachgang für „Ein Herz für Kinder“ versteigert wurde.

Gegoogelt, gefunden, getroffen

Auf diesen Beitrag wurde ein Kunde aufmerksam, als er meinen Namen googelte und die Trefferliste an den ersten beiden Stellen Links auf das Daimler-Blog ausspuckte. Aber wieso googelt jemand meinem Namen?

Der „Sucher“ ist stolzer Besitzer eines SLS AMG und eines C63 AMG (BR204) und wie der Zufall es wollte, wurden beide Motoren von mir gebaut. Als der Kunde dies bemerkte, hinterließ er diesen Kommentar unter meinem Post.

Hallo Herr Zeitke, letzte Woche habe ich meinen AMG abgeholt. Ich habe momentan zwei AMG in der Garage stehen und habe festgestellt, dass Sie die Motoren meiner beiden Fahrzeuge montiert haben. Was für ein Zufall!
Ich bin bis jetzt mit beiden Fahrzeugen zufrieden,
Herzliche Grüße, Uwe W.

Ob nun Zufall oder Schicksal, dass darf jetzt jeder gerne selber entscheiden ;-) Ich freute mich also riesig, dass ein Kunde zweimal meine montierten Motoren im Fahrzeug hat und, dass er sich die Mühe gemacht hat, mich zu googeln, um mit mir Kontakt aufzunehmen.

Die fleißigen Kollegen von unserer digitalen Kommunikation (nochmal danke Dan) sprangen auf dieses Pferd auf und fragten ihn, ob er sich nicht mal vorstellen könnte, mich persönlich bei AMG in Affalterbach kennenzulernen, beziehungsweise zu besuchen.

Es dauert ein wenig, bis wir einen gemeinsamen Termin gefunden hatten, doch schließlich hatte es geklappt.

Performance Studio, Motorenprüfstand und Motorenmanufaktur

Er kam mit seinem Sohn im SLS AMG zu uns nach Affalterbach. Dort zeigte ich ihm zuerst das Performance Studio und dann den gläsernen Motorenprüfstand, wo man hautnah erleben kann, wie heiß und glühend die zwei Turbos im V bei unserem neuen Motor werden können.

Anschließend gingen wir an meinen Arbeitsplatz: die Motorenmanufaktur. Ich ließ es mir natürlich nicht nehmen, den Kunden persönlich zu begleiten und erklärte ihm verschiedene Stationen, unter anderem auch die Qualitätsabsicherungen und die Arbeitsabläufe.

Danach ging’s in den Showroom; ich hatte das Gefühl, Vater und Sohn waren schon ein wenig beeindruckt. In der Zwischenzeit hatten wir uns auch persönlich ausgetauscht, da es mich natürlich auch interessiert hat, in welcher Branche er tätig ist. Am Showroom angekommen, haben wir erst mal den SLS in die Mitte des Hofs gefahren.

Fachsimpeln über Individualisierungsmöglichkeiten

Wir haben über das Auto fachgesimpelt; wir sprachen beispielsweise über die Nachrüstung der „normalen“ Sitze auf die Performance Sitze, Spiegel in Carbon-Optik und auch, dass sein Fahrwerk ein wenig „härter“ ist, als die „normale“ Ausführung. Es stellte sich heraus, dass er früher einen C55 AMG hatte. Er betonte aber, dass der SLS das beste Auto ist, das er je hatte.

Ich glaub ein größeres Lob kann man als derjenige, der die Motoren dazu baut, nicht bekommen!

Gelungener Tag und wertschätzender Moment

Was natürlich nicht fehlen durfte, war der Blick unter die Motorhaube. Echt ein toller und wertschätzender Moment, wenn man seinen mit Leidenschaft gebauten Motor im Kundenfahrzeug sieht. Schließlich ließ ich mir es nicht nehmen, mich kurz hinter das Steuer zu setzen.

Was mich natürlich auch beeindruckt hat, neben dem Auto, war das sehr lockere und offene Gespräch. Durch unsere lebhaften Fachsimpeleien verging die Zeit wie im Flug und leider rückte das Ende immer näher. Im kleinen Kreis und bei einem leckeren kalten Wasser haben wir nochmal kurz den Tag Revue passieren lassen. Ich denke, jeder war von diesem sehr gelungenen Tag hellauf begeistert.

Ich hoffe natürlich, dass es nicht der letzte AMG für ihn war … und wer weiß, vielleicht schaffe ich ja noch den Hattrick.


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Er ist Gruppenführer für V12-Motoren in der AMG-Motorenmanufaktur

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