Von Fahrzeugen und Vorlesungen

Seit acht Jahren bin ich nebenberuflicher Dozent an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Dort halte ich seit 2009 das Wahlfach alternative Antriebe für Automobile. Das Interesse ist stetig gestiegen. Die Studierenden, die freiwillig an dieser Vorlesung teilnehmen, waren bislang alle engagiert und aufgeweckt.

In meiner Arbeit bei Daimler beschäftige ich mich mit der Entwicklung von alternativ-betriebenen Fahrzeugen. Am Anfang entwickelte ich das Lade- und Energiemanagement für die Mercedes-Benz-Elektro-A-Klasse „W169ev“. Danach engagierte ich mich als Sprecher der Funktionsgruppe Vernetzung im Projekt neue Generation Brennstoffzellen-Fahrzeug. Heute bin ich für die Entwicklung des Betriebsstrategie-Steuergeräts CPC für das geplante Elektro- und Brennstoffzellen-Fahrzeug mitverantwortlich.

Vorlesung – wie ist sie aufgebaut?

Die Vorlesung alternative Antriebe für Automobile ist gegliedert in die folgenden Themen: Energien und Herausforderungen der Zukunft, Hybrid-, Elektro- und Brennstoffzellen-Fahrzeuge, Batterie- und Brennstoffzellen-Technologien sowie Leistungselektronik. Ich gehe aber auch auf die „Förderlandschaft“ der Wasserstoff- und Elektromobilität ein. Zu gewissen Fachthemen lade ich immer wieder Experten von Daimler und Partnerfirmen zur Vorlesung ein, die das Angebot bereichern. Mit ihrer Expertise liefern sie einen wertvollen Beitrag für die Studierenden und für die Qualität der Vorlesung. 

Motivation – was bewegt mich?

Die Zusammenarbeit mit den Studierenden motiviert mich. Auch der Tapetenwechsel zum Arbeitsalltag ist genial. Neue Impulse und Ideen werden oft durch den Austausch mit den Studierenden geboren. Es freut mich, mein Wissen aus meinem Beruf an die jüngere Generation weiterzugeben. Auch das Strahlen in den Augen der Studierenden, wenn Sie selbst am Steuer „erfahren“ konnten, wie sich Brennstoffzellen- und Elektro-Fahrzeuge im Straßenverkehr verhalten, inspiriert mich immer wieder. Am Herzen liegt mir, die Studierenden für einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt zu sensibilisieren. Dabei gehe ich unter anderem auf die Themen Energiebedarfe in Deutschland, ökologischer Fußabdruck und die Umweltauswirkungen durch Erdölförderung ein.

Höhepunkt – was erleben die Studierenden auf der Messe?

Der Höhepunkt der Vorlesung für die Studierenden ist der Besuch der WORLD OF ENERGY SOLUTIONS Messe in Stuttgart. Dort dürfen sie selbstständig mit den unterschiedlichsten Elektro- und Brennstoffzellen-Fahrzeugen im Straßenverkehr fahren. Das ist ein großartiges Angebot, über das ich froh bin. Gemeinsam mit der Kommunikationsexpertin Jessica Becker gestalte ich die Messebesuche für die Studierenden. Im Nachgang besprechen wir, wie die Eindrücke der Studierenden zu den einzelnen Fahrzeugen waren. Das ist immer wieder spannend und liefert interessante Einblicke, was potentiellen Kunden an diesen Fahrzeugen wichtig ist.

Referatsthemen – wie engagieren sich die Studierenden?

Ein weiterer wichtiger Punkt der Vorlesung sind die Referate, die die Studierenden als Prüfungsleistung verfassen. Dabei werden immer wieder spannende Themen gewählt und herausragende und wissenswerte Präsentationen erstellt. In diesem Jahr stehen u.a. die folgenden Themen zur Auswahl:

  • Solarkraftwerk in Marokko – Projekt Noor I
  • Biogasherstellung am Beispiel eines Schwarzwaldhofes
  • Google X – autonomes Elektrofahrzeug
  • Energiespeicherung in Form von Salzen

Auf die Ergebnisse freue ich mich schon. 

Fazit – was will ich dem Leser mitgeben?

Die Arbeit mit den Studierenden ist für mich bereichernd. Ich kann Ihnen von Herzen empfehlen, wenn Sie Interesse gewonnen haben, sich bei einer Hochschule zu melden und selbst aktiv zu werden. Die Duale Hochschule kann ich Ihnen besonders empfehlen! :-)


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Er ist 36 Jahre alt und arbeitet seit knapp sieben Jahre bei Mercedes in Sindelfingen im Bereich Entwicklung für alternative Antriebe. Seit 2008 ist er Lehrbeauftragter der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

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