DigitalLife@Daimler auf dem Rummelplatz in Frankfurt

Kopfarbeiter und Ahnung vom Produkt? Als „Zentralist“ hört man manchmal, dass man doch keine direkten Berührungspunkte zu den Kunden hätte. Erst recht nicht, wenn man in der Konzernstrategie säße – für viele weit entfernt vom operativen Geschäft. Das stimmt nicht ganz.

Insbesondere, wenn man sich mit einem so vielseitigen, aktuellen und für unsere Kunden sehr relevanten Thema beschäftigt – der Digitalisierung und konkret der daimlerübergreifenden Initiative DigitalLife@Daimler, deren Ziel es ist, das Digitale in die Arbeitswelt der Mitarbeiter und in das Leben der Kunden noch stärker zu integrieren. Also, sitzen jetzt Strategen alleinig hinter ihren großen Bildschirmen und scheuen den Blick nach draußen? Nun wirklich nicht. Was sich gerade im September gezeigt hat.

Rauf auf den Rummelplatz

Gedacht, getan. Wir – das DigitalLife-Team – ab auf die IAA, rauf auf den riesigen Rummel- und Tummelplatz, auf den Stand von Mercedes-Benz und smart. Nicht als klassischer Besucher, sondern als Explainer, um mit unseren Kunden in den Dialog zu treten und Fragen zur daimlerübergreifenden Digitalisierungsinitiative zu beantworten. Hört sich für viele erst mal strange an.

100.000 Besucher rollen an einem vorbei

Und liegt auch nicht jedem. Beneidet wurden wir auch nicht von allen. Morgens um 9 ging es voller Tatendrang los, abends um 7 Uhr hätten wir uns am liebsten direkt auf einer Sänfte in den Massagetrakt des Hotels tragen lassen (außer natürlich, wenn abends eine der legendären Standpartys der Mercedes-Benz Bank stattfindet).

Extremsituaion wie es kaum intensiver sein kann. Ein Teppich von bis zu 100.000 Besuchern rollt täglich an einem vorbei, dabei stets das Standbriefing vor Augen – immer lächeln, ein zugewandtes Gesicht zeigen, nicht hinsetzen und – was für einen „Digital“ besonders schwierig ist: nicht auf sein Smartphone schauen … und natürlich auf jede Frage eine passende Antwort parat haben. Dabei ging es nicht immer nur um digitale Themen, wenn nach dem Ausgang, dem neuen S-Klasse Cabrio oder einfach nur nach einer Tüte gefragt wurde.

Macht das Spaß, bei einer Lautstärke, die das Trommelfell erschüttern lässt, bei einer, über den Tag eher nachlassenden frischen Luft in der Halle, mit Füßen, die wie Hefeteig aufquellen???

Zentrales Thema auf der IAA: Digitalisierung

Merkwürdig – die Antwort ist eindeutig „ja“. Aber alles andere als selbstverständlich. Insbesondere, dass wir als DigitalLife-Team überhaupt vor Ort waren. Viele haben uns in den letzten Monaten fragend angeschaut: was hat ein übergreifendes Strategiethema und die dazugehörigen Daimler-Strategen auf der PKW-IAA zu suchen? Interessiert das unsere Kunden? Geht es nicht eigentlich primär um Design und PS? Stimmt so nicht mehr: Die Digitalisierung war ein zentrales Thema auf der IAA. Die vielen Presseberichte stehen für sich.

Der manchmal schwer zu greifende Begriff schwirrte in den verschiedenen Facetten wie z.B. Vernetzung des Autos mit der Umwelt, Autonomes Fahren, Smartphone-Integration,… bei vielen Herstellern herum. Natürlich auch bei uns. Alleine der Stand, seine Bühnenshow mit vielen digitalen Elementen wie Augmented Reality und die Präsenz von „Mercedes me“ waren mal wieder beeindruckend. Die Fahrzeuge konnten auch einige digitale Themen aufzeigen – und nicht nur das Showcar Concept IAA, der digital Transformer. Die Vorfreude auf die kommende E-Klasse nächstes Jahr ist auf jeden Fall schon mal da.

Digitalisierung nicht nur im Auto

Für uns, das DigitalLife-Team vor Ort, war das Interesse für die Digitalisierung bei Daimler fast schon überraschend. Anzutreffen waren wir bei unseren Personalmarketingkollegen am Jobs & Karriere-Stand. Auch das führte anfänglich zu Verwunderung. Hängt aber damit zusammen, dass es bei DigitalLife nicht nur um die Digitalisierung unserer Fahrzeuge sowie der gesamten Wertschöpfungskette von Entwicklung, Produktion, Vertrieb und After Sales geht, sondern auch um unsere interne Arbeitsweise, den digitalen Arbeitsplatz dahinter sowie die Vernetzung untereinander, um Agilität und Kreativität zu stärken.

Dort stießen wir auf viele Interessierte und konnten in den Dialog zu allen produktnah- & fernen Digitalisierungsthemen rund um den Daimler, dessen Innovationskultur und die vielen neuen Jobprofile, die aufgrund der Digitalisierung nun relevant werden, treten.

Neue Berufsbilder

Produktmanager Connected Car, Virtual Engineering, Visual Artist, User Interface Design, Community Manager Daimler Connect, Stratege Digital Use Cases, uvm. Wo ist das klassische Maschinenbauunternehmen hin, sind wir schon ein Software-Unternehmen? Natürlich nicht! Aber wir vereinen beides. Perfekter könnte es doch nicht sein, oder? Diese Aufbruchsstimmung war auf der IAA stark zu spüren – auch bei den Besuchern.

Arbeitgeberattraktivität

Durch die Gespräche bei Jobs & Karriere und die über 2.000 Aushänge von digitalen Stellen, die während der IAA auf reges Interesse gestoßen sind und mitgenommen wurden, ist uns erst einmal klar geworden, wie viele Personen mit entsprechenden digitalen Background vor Ort waren und Interesse an diesem Themenfeld in der Automobilindustrie haben. Aber das hatten wir auch unserem boomenden Personalmarketingstand mit enorm netten Kollegen zu verdanken. Für mich als Mitarbeiter ein schönes Zeichen, dass der Daimler für so viele Besucher ein attraktiver Arbeitgeber ist!

Uns hat es gezeigt: JA – es lohnt sich, dass Strategen als Explainer auf die IAA gehen, sich die Füße platt stehen und großartige, gegenseitig inspirierende Gespräche führen. Und JA – es macht Sinn, eine daimlerübergreifende Initiative DigitalLife@Daimler voran zu treiben, die Digitalisierung im gesamten Unternehmen zu verankern und eine entsprechende Innovationskultur aufzubauen. Die nächsten Hackathons, Open Spaces, DigitalLife Days befinden sich schon in der Pipeline.

pacTris: Tetris für den Kofferraum

Darüber hinaus hoffen wir, bald die Gewinneridee des letzten DigitalLife Days „pacTris“ mit auf die Straße zu bringen. Auch das ein Learning aus der IAA – pacTris macht absolut Sinn und ist gewollt. Eine, von Mitarbeitern entwickelte App, die einem beim Einkaufen von sperrigen Gütern hilft, zu planen, ob sie auch wirklich in den Kofferraum passen. Genial – Frust beim Auto packen wird der Vergangenheit angehören! Das wurde auf der IAA getestet. Mehr zu pacTris, einem Beispiel für die Innovationskultur bei Daimler, findet man bei „Mercedes me“.

P.S.: Hochachtung dem gesamten Standdienst, besonders allen Verkäufern und Kollegen, die den gesamten Zeitraum auf der IAA waren – mit einer nicht nachlassenden Motivation und einer super Stimmung untereinander! Eine enorme Leistung. Zugegebener Weise hatten wir uns aus dem DigitalLife Team abgewechselt und waren nur max. 4 Tage am Stück da…


Lust auf die Themen und das Team? Dann gibt es noch kurze Zeit die Möglichkeit, sich auf freie Stellen zu bewerben.


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Dieser Artikel wurde von geschrieben. Franziska Wouters beschäftigt sich innerhalb der Daimler Strategie in dem, sich gerade vergrößernden DigitalLife-Team mit Change- und Marketingthemen. Zusammen mit ihren Kollegen Markus Hägele, Gabriela Steinhauser, Kai Dosenbach, Markus Oehmann und Sebastian Thiemt war sie auf der IAA als Explainer zu den verschiedenen Facetten rund um die Digitalisierung der Daimler AG anzutreffen.

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