Vans goes Wengert

35° Grad. Sonne Pur. Keine einzige Wolke am Himmel. Perfektes Wetter um a) entweder im Büro zu schwitzen oder b) sich auf einem Handtuch im Freibad zu wälzen.

Heute gibt es aber weder noch. Ich bin im Bereich VAN/VS, also dem Vertriebsbereich der VAN-Sparte, und beschäftige mich normalerweise mit dem internationalen Transporter Gebrauchtfahrzeuggeschäft. Heute geht es aber nicht darum, gebrauchte Sprinter in den Märkten zu drehen, sondern in Teamarbeit etwas für das Gemeinwohl zu tun!

Wie auch letztes Jahr schon, engagieren sich die Mitarbeiter im Rahmen der Bereichsveranstaltung des VAN-Bereichs in einem sozialen Projekt. Dieses Jahr befinden wir uns ganz in Sichtweite des Stammwerks in den Untertürkheimer Weinbergen (schwäbisch „Wengert“). In Zusammenarbeit mit dem WeinStein e.V. und dem gemeinnützigen Bürgerverein Untertürkheim verschreiben wir uns dem regionalen Natur- und Umweltschutz. Es stellt sich natürlich die Frage, was die Daimler AG eigentlich mit den Weinbergen zu tun hat? Wie auch die Daimler AG, hat der WeinStein e.V. und der Bürgerverein Untertürkheim seine Wurzeln im Ländle.

„Gefühl von Stolz“

Das Verantwortungsbewusstsein und nachhaltige Handeln ist fest verankert in der Daimler Unternehmensstrategie. Doch darüber hinaus ist es natürlich etwas ganz anderes, wenn jeder einzelne Mitarbeiter sich gemeinsam mit den Kollegen tatkräftig engagiert. Im Rahmen eines Teamevents schweißt das zusammen, etwas Beständiges und Langfristiges zu schaffen.

Wenn das nun auch noch vor den Toren des eigenen Werks ist, mit täglichem Blick auf dieses Endergebnis, ist das Gefühl von Stolz nochmal viel ausgeprägter. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind… ich kann nur von mir sprechen, aber für mich beschränkt sich die körperliche Anstrengung während der Arbeitszeit auf das Tragen des Mini-Laptops von Termin zu Termin, Tastentippen und Smartphone-ans-Ohr-halten.

130 Mitarbeiter, verteilt in den Weinbergen

Nach viel Organisationsaufwand (ich weiß wovon ich spreche, denn ich war eine der 6 Personen aus dem Organisations-Team) war der Tag nun da. Zusammen mit Klaus-Dieter Warth, dem Vorsitzenden des WeinStein e.V., und seinen Kollegen wurden 11 Projekte für diesen Tag definiert, auf die ca. 130 VAN/VS-Mitarbeiter verteilt wurden. Der größte Teil der Mitarbeiter war aus Untertürkheim und Leinfelden. Aber auch die Kollegen aus Ludwigsfelde und Düsseldorf reisten an, die man sonst leider aufgrund der Distanz seltener sieht. Da ich für die Fotos an diesem Tag verantwortlich war, hatte ich die gute Möglichkeit, in alle Projekte reinzuschnuppern.

Es gab viel zu tun

Und ich muss schon sagen – Wahnsinn, was in kurzer Zeit möglich ist, wenn jeder anpackt. Zu den einzelnen Projekten gehörten das Schneiden, Trimmen und Entfernen von verwilderten Bepflanzungen inklusive dem Neu-Pflanzen von traditionellen, für die Weinberge typischen Pflanzen. Zudem wurden Pergolas renoviert, Trockenmauern hochgezogen sowie Trockenbiotope für die hiesige Tierwelt errichtet. Ein weiteres, riesiges Projekt war ebenfalls die Entwilderung eines Überlaufteichs, der Laichplatz für viele Kröten ist.

Handarbeit war angesagt

Entlang dieser Projekte zieht sich ein wunderschöner Wanderweg durch den Weinberg mit tollem Blick auf Untertürkheim. Es wurden Bänke errichtet und schattenspendende Mandelbäume gepflanzt für Wanderer und Besucher des Weinbergs, z.B. zum angrenzenden Kinderspielplatz. Auf dieser Route war es ebenfalls Aufgabe eines Teams, die Beschilderung zu erneuern. Dabei wurden einerseits Schilder gesetzt, welche die Route lotsen und solche, die Sehenswürdigkeiten entlang dieser Route beschreiben, wie z.B. den Blick aufs Stammwerk und dem Van Technology Center.

Das klingt jetzt nach einer leichten Aufgabe, die ‚mal eben schnell‘ erledigt ist. Hätte ich auch erst gedacht. Nein, da muss nämlich erst ein sehr tiefes Loch ausgebuddelt werden, die Pfosten des Schilds zugeschnitten werden, das Schild an den Pfosten befestigt sowie diese dann einbetoniert werden. Bestenfalls sollte es dann gerade und in die richtige Richtung stehen.

Übrigens – bei allen Projekten wurden keinerlei elektrische Geräte verwendet, außer mal ein Akku-Schrauber.

Weiter ging es bei meiner Fototour zu allen Teamprojekten. Weiteres Highlight ist definitiv der Aussichtspunkt am Mönchberg. Mit Blick auf das Werk lässt es sich dort super auf einer Bank verweilen. Dazu wurden Büsche entfernt, der Boden begradigt, eine Trockenmauer erstellt, Bäume und Kleinbüsche gepflanzt sowie von zwei Kollegen das Event-Logo in einen Sandstein gemeißelt.

Auch ein s.g. ‚Skywalk‘, der 4 Meter vom Hang in die Weite reicht wurde unter fachlicher Anleitung mit einem eifrigen Team erstellt. Auch hier musste erstmal der Boden entwildert werden, dann begradigt und gefestigt sowie die hölzernen Einzelteile zugeschnitten und zusammengesetzt werden. Ein Kraftakt, allein schon bei normalen Temperaturen.

Auch eine Greifstange für den ansässigen Mäuse-Bussard wurde in hohen Weiten installiert.

Das Küchen-Team

Und nicht zu vergessen, eine ganz, ganz wichtige Gruppe des ganzen Tages: das Küchen-Team. Ob belegte Brötchen, Kartoffelsalat, Gaisburger Marsch (selbstverständlich mit handgeschabten Spätzle), Leberkäs und zweierlei Maultaschen: Das fleißige Küchen-Team versorgte den Tag durchweg mit schwäbischen Leckereien. Alles handgemacht und superlecker. Und wer schon mal Maultaschen selbst gemacht hat, kann sich ungefähr vorstellen, wieviel Arbeit das bedeutet für 130 hungrige Mäuler…

Auch über Besuch während des Tages konnten wir uns freuen. Zuerst schaute Michael Herzog Von Württemberg zum Mittagessen rein und bestaunte das Engagement der VANler. Zum Abendessen gesellte sich dann unser Vertriebsleiter VAN, Herr Klaus Maier.

Auch wenn die Hitze und die Sonne zwischendurch sehr drückend war, die Endergebnisse haben sich gelohnt. Bei der gemeinsamen Tour am Abend an allen Projekten vorbei, war jeder Einzelne mehr als stolz auf die geleistete Teamarbeit und das fertige Projekt. Egal ob Praktikant oder Abteilungsleiter, jeder hat mit angepackt, seinen Beitrag geleistet und gemeinsam an einem Ziel gearbeitet.

Alle Materialien, die während dieses Tages verarbeitet wurden, sind eine Spende der Daimler AG.

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