Mangroven für ein gesundes Klima

Mangroven? Ich arbeite in der Spendenabteilung der Daimler AG und wir hatten eine Förderanfrage zum Thema Mangrovenschutz in Südasien des Global Nature Fund erhalten. Ich lese mich ein. Was hat das mit den Mangroven auf sich? Mir wird bewusst – je weiter ich die Projektbeschreibung lese – welche enorme Bedeutung Mangroven für die Biodiversität, das Klima und die lokale Bevölkerung haben.

Darüber hinaus schützen Mangroven auch vor den Folgen von Naturkatastrophen. Ich stelle fest, dass die Mangroven zu den am meisten bedrohten Ökosystemen weltweit gehören. Die Bäume werden als Feuer- oder Bauholz eingeschlagen, Fischer, die oft illegale Fangtechniken anwenden, zerstören junge Bäume um Platz für größere Netze zu schaffen. Und große Teile der Mangrovenflächen werden für Garnelenfarmen gerodet. Es ist bedrückend. Der Mensch zerstört einmal mehr Lebensräume und Brutstätten einer Vielzahl von zum Teil vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

Gesellschaftliche Verantwortung ist für unser Unternehmen traditionell ein wichtiges Anliegen. Verantwortlich zu handeln bedeutet für uns, dass wir uns weltweit für die Zukunft der Gesellschaft engagieren. Daher unterstützt Daimler weltweit zahlreiche gemeinnützige Projekte in den verschiedensten Themenfeldern. Hier möchte ich von einem dieser gemeinnützigen Projekte im Rahmen unseres gesellschaftlichen Engagements berichten, welches vier unserer Themenschwerpunkte vereint: Naturschutz, Bildung, Armutsbekämpfung und Katastrophenvorsorge.

Gemeinsam was bewegen

Mit dem Global Nature Fund haben wir einen ausgesprochen kompetenten Partner an unserer Seite, da können wir gemeinsam wirklich etwas bewegen. Gemeinsam mit den Partnerorganisationen vor Ort werden in vier Ländern Südostasiens (Kambodscha, Südindien, Thailand und Sri Lanka) gemeinsam mit den Bewohnern degenerierte Mangrovenwälder renaturiert und geschützt.

Zum Projektstart findet eine Kick off-Veranstaltung mit allen Projektpartnern und Förderern in Sri Lanka statt an der natürlich auch wir – als Hauptförderer – Präsenz zeigen wollen.

Gemeinsam mit meinem Kollegen Alpay Keskin – der bei uns im Bereich das Thema Katastrophenhilfe/-vorsorge betreut geht die Reise los!!!

Stuttgart – Frankfurt – Abu Dhabi – Colombo

In Abu Dhabi auf die Sri Lanka Airline umgebucht und in Colombo ohne Gepäck angekommen. Das fängt ja gut an!! Also, weiter ohne Koffer in ein heimisches Taxi und nach vier Stunden Fahrt mit einem kurzen Stopp im Supermarkt, um wenigstens das nötigste wie Duschgel und Zahnbürste zu besorgen, Ankunft in Bentota Beach. Hier können mein Kollege und ich uns nach 26 Stunden Anreise endlich duschen und kurz erholen. Am Abend treffen wir dann auf die Projektpartner der anderen Organisationen zu einem gemeinsamen Abendessen und einem ersten Kennenlernen sowie zur Planung der nächsten Tage.

Am nächsten Morgen erwartet uns nach einer kurzen Fahrt nach Athurugiriya ein ausgesprochen warmer und herzlicher Empfang in den Räumlichkeiten der EMACE Foundation. Zur Begrüßung erhalten wir Blumen, dürfen für ein Begrüßungsritual eine Kerze anzünden und ein buddhistischer Mönch betet für alle Anwesenden. Wir sind gerührt.

Endlich geht es in die Mangrovenwälder

Mein Kollege erklärt in einem Vortrag das gesellschaftliche Engagement der Daimler AG und dann geht es endlich in die Mangrovenwälder. Mit zwei Booten fahren wir auf dem Bolgoda South Lake entlang der aufgeforsteten Küstengebiete, um einen ersten Eindruck der Arbeit vor Ort zu erhalten. Wir können jetzt schon erkennen, dass das Projekt hier von allen Beteiligten professionell und mit sehr viel Herzblut umgesetzt wird.

Neuer Tag – neue Eindrücke. Unser Kollege, Herr Suhas Kadlaskar, Head of Corporate Affairs, der Mercedes-Benz India, reist aus Pune an. Er wird das Mangroven-Projekt in Indien betreuen.

Gemeinsam fahren wir früh am Morgen zur Nagenahiru Foundation in Godahena um uns dort im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit den Anwohnern sowie den lokalen Fischern, die in diesem Projekt engagiert sind, auszutauschen. Die Diskussion ist lebhaft und die Anwohner sind insgesamt sehr interessiert an diesem Projekt und auch stolz, dass ein globaler Konzern – wie die Daimler AG – ihr Projekt unterstützt.

Jetzt geht es endlich in ein renaturiertes Mangrovengebiet in Suduwella und Halwathura Oya. Schicke Gummistiefel in verschiedenen Größen stehen bereit und so können wir trockenen Fußes los waten.

Es ist beeindruckend, was in so kurzer Zeit bereits erreicht werden konnte. Zahlreiche Setzlinge in verschiedenen Größen wachsen auf den gerodeten Flächen wieder heran. Geduld ist gefragt, denn wir erfahren, dass die Mangroven 20 bis 25 Jahre benötigen, um eine stattliche Größe zu erreichen.

Mit gutem Gefühl zurück

Als Fazit der Reise nehmen wir mit, dass dieses Projekt auf jeden Fall überzeugt. Die Anwohner werden in die Aufforstung mit einbezogen und haben dadurch eine Erwerbsmöglichkeit. Die Bevölkerung wird umfangreich zum Thema Umwelt geschult und das wichtigste, die Mangroven-wälder werden Stück für Stück aufgeforstet und können ihre wertvolle Aufgabe für ein intaktes Ökosystem wieder aufnehmen.


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Dieser Artikel wurde von geschrieben. Sie arbeitet in der Spendenabteilung der Daimler AG und begleitete gemeinsam mit einem Kollegen ein Förderprojekt zum Thema Mangrovenschutz in Südasien.

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